29. Juni 2020

Moment mal...

Kleiner Monatsrückblick 






Gesehen: "Little Fires everywhere".Passt ja irgendwie ganz gut in diese Zeit.

Gehört: Lautes und wildes Vogelgezwitscher. Also der Lautstärke nach könnte man meinen, dass der Vogelbestand gar nicht geschrumpft sei. Aber wer weiß, was der Nachbar füttert, neulich sind die Vögel wie auf Droge hier herumgeflattert.

Gerochen: Jasmin. Noch nie habe ich den Jasminduft (wir haben zwei, naja eher 1 1/2 Sträucher davon im Garten) so stark und betörend wahrgenommen wie dieses Jahr (und er hat auch wirklich toll geblüht - trotz der Läusefülle, die an ihm hing (und die dank diversen Starkregen wieder völlig verschwunden ist). Wenn man auf der Terrasse saß, kam immer mal wieder ein Schwall feinster Blütenduft angeschwebt. Und sogar in meinem Arbeitszimmer im ersten Stock konnte ich ihn manchmal erschnuppern. Toll. Jetzt bin ich direkt schon auf nächstes Jahr gespannt - wird es da wieder so sein?

Gelesen: Kaum zu glauben aber wahr, ich habe das Buch "Die Ehefrau" zu Ende gelesen. Monatelang lag es nahezu unbenutzt herum und vorgestern, nachdem das Wetter schlecht und und unser Ausflug buchstäblich ins Wasser gefallen war, hat es mich gepackt. Ich habe mich ins Bett gelegt und gelesen, gelesen und gelesen. Schön war das. 

Getrunken: Selbstgemachten Eistee und Grapefruitschorle. Die Weißweinschorle ist natürlich auch geblieben.

Gegessen: "Mac and Cheese". Wer kennt's? Ein außerordentlich gesundes, fett- und kalorienames Essen. Es besteht hauptsächlich aus Käse mit ein paar Nudeln und Bechamelsauce dazu. Klingt jetzt komisch, aber es schmeckt schon gut. Das Lustige an diesem Gericht, es war ein ausdrücklicher Wunsch meiner Tochter (wo auch immer sie das nun wieder entdeckt hat).Und lustig deswegen, weil meine Tochter bis dato Gerichte mit geschmolzenem Käse ablehnte (und deses Gericht IST quasi geschmolzener Käse in Reinkultur). Aber NATÜRLICH war das nur meine völlig falsche Wahrnehmung und ich hatte ihr Essverhalten jahrelang missinterpretiert! 
Guter Nebeneffekt dieses Gerichts: da es wahnsinnig schnell satt macht (wer hätte es gedacht) hat man am nächsten Tag ohne Aufwand 
gleich ein erneutes MIttagessen für die Familie. 
Und die Tortenkunstwerke meiner Tochter habe ich natürlich auch noch mit großer Freude genossen!

Getan: ICH HABE ES GETAN: den Keller (mal wieder) aufgeräumt! Tagelang! Aber jetzt sieht er sehr hübsch aus und ich fühle mich sehr zufrieden (hoffentlich bleibt es ein Weilchen so).

Gedacht: Meine Tocher hat mit ihrer Freundin eine Ecke am ortsangrenzenden Fluss entdeckt, wo ein Seil an den Bäumen befestigt wurde und man sich ein bißchen über das Wasser schwingen kann. Am ersten Tag ließen sie sich schwingen (und machten davon natürlich auch 100 Fotos), am zweiten Tag ließen sie sich mit Schwung ins Wasser plumpsen. Um ehrlich zu sein, ich möchte nicht freiwillig in dieser braunen Suppe baden, aber um diese Unbeschwertheit, Freude und das Gefühl der Freiheit (welches ich zu spüren meine), darum beneide ich sie sehr. Und abends kam ein nassdreckiges, aber sehr glückliches Kind Teenager nach Hause.

Gelacht: Als ich die Überschrift dieses Artikels las. So erging es mir nämlich auch (auch wenn ich weder Glockenläuten noch Volksmusik höre). Neulich fuhr ich mit meiner Tochter im Auto, als ein Uraltsong im Radio kam. Ich war begeistert, stellte gleich lauter und sang mit. Ich sah meine Tochter an. "Magst du das Lied?" Töchterchen: "Najaaaa..". Ich: "Das ist uralt (hätte ich wohl nicht dazusagen müssen) und ich mag das sehr. Das kommt total selten im Radio, welcher Sender ist das denn?" Und dann der Blick. Bayern 1. EINS! (Diesen Sender stellt mein Mann häufiger ein und ich lästere (oder besser: lästerte) dann immer). Denn Bayern 1 ist der Sender der Eltern. Der eigenen!! Wie verdrehte man früher die Augen, wenn man heimkam und in der Küche lief Bayern 1? Und nun? Das liebe Alter, nicht nur an Haut und Haar bemerkbar...

Gewundert: In der Schule wird penibelst auf Abstand geachtet (versetzter Schubeginn, zeitlich unterschiedliche Pausen, Halbierung der Klassen usw. usw. und danach gehen in die Kinder in den Hort und spielen gemeinsam in der Spielecke. Hm...

Geärgert: Nein, eher verzweifelt. Was ist nur los? Mein Drucker geht nicht mehr, weil er denkt die gelbe Patrone wäre alle (dabei ist sie randvoll und neu - genaugenommen ist es schon die zweite, weil ich bei der ersten noch dachte es würde an der Patrone liegen). Auch schwarz-weiß-Ausdrucke gehen nicht. Das gesamte Officepaket funktioniert plötzlich nicht mehr. Alle Word- oder Exceldateien - out of order. Das Übertragen der Fotos von meinem Handy klappt nur noch manchmal und dann nur manuell. Auch das automatische Löschen der Bilder nach der Übertragung gibt es nicht mehr. Und mein Fahrrad - hat natürlich schon wieder einen Platten (und ich kann das nicht reparieren).

Gehofft: Auf unbeschwerte Zeiten und funktionierende Elektrogeräte.

Geplant: Wohl einen neuen Drucker anzuschaffen. Und einen Urlaub.

Geschmunzelt: Als ich entdeckte, dass meine vermisste weiße Leinentischdecke fälschlicherweise als Spannbetttuch (wohl eher 
ohne Spann) "missbraucht" wurde.

Gefreut: Dass ich gleich an zwei Tagen hintereinander Eichhörnchen in unserem Garten gesehen habe. Und eins davon war sogar braun (meine Lieblinge). Und dass die Menschen gar nicht so wenig hilfsbereit sind, wie oftmals angenommen. Letzte Woche fiel ein 90-jähriger Senior auf dem Supermarktparkplatz fast genau neben meinem Auto um (gerade als ich das Fenster heruntergelassen hatte, um zu fragen, ob er Hilfe braucht). Der Mann war doch tatsächlich bei stetem Sonnenschein vom Nachbarort mit dem ROLLATOR hergelaufen. Verrückt. Jedenfalls kam gleich noch eine weitere Frau zur Hilfe und als wir bemerkten, dass er am Arm blutete, wurde uns direkt eine (wohl soeben erworbene) Küchenrolle gereicht. Später kam sogar noch ein Mann (mit fachlichen Kenntnissen) und verband die kleine Wunde (wir waren ihm wohl mit unseren Einweghandschuhen aufgefallen).

Gekauft: Einen kleinen Pool. Nachdem es dieses Jahr mit den Schwimmbädern nicht so einfach ist, habe ich mich tatsächlich entschlossen in unseren Minigarten einen kleinen Pool (Planschbecken) zu stellen. Nur wann wird das bitteschön endlich geliefert? Muss sich heute niemand mehr an Lieferzeiten halten? Und Corona ist auch keine Ausrede mehr. Mittlerweile weiß man doch wie es läuft, oder?

Geklickt: Midsommar ist so ein schönes Fest, finde ich. Doch ich konnte es nie feiern, weil just zu dieser Zeit etliche Freundinnen meiner Tochter Geburtstag haben und diesen da auch feiern. Dieses Jahr hätten wir es in kleiner Runde zelebrieren können, doch durch die andauernde Regenzeit hatte ich überhaupt keine Midsommarlaune mehr. Schade. Dafür habe ich mir (neben etlichen schönen IG-Inspirationen) diese Feier angesehen. Hach, so schön!






Junigrüße
Jutta



28. Mai 2020

Moment mal...

Kleiner Monatsrückblick






Gesehen: Dead End. Fand ich gut, aber ich habe ewig dafür gebraucht. Ziemlich häufig bin ich nach kürzester Zeit dabei eingeschlafen oder konnte es nicht sehen, weil ich mit einem meiner Kinder ins Bett bin (jaaa, die haben mittlerweile meine Bettgehzeiten übernommen - Schande über mich). Und dann ging der Ton an meinem Laptop plötzlich nicht mehr (das war schon mal so, nach einer Weile/Woche - zack - ging er plötzlich wieder. Frage mich ernsthaft was für ein Gerät ich da erwischt habe!). Vielleicht war ich auch deswegen so scharf darauf, weil ich ständig daran gehindert wurde.
Nachtrag: Mittlerweile habe ich es doch noch geschafft alle Folgen zu sehen und musste mit Entsetzen feststellen, dass es gar kein echtes Ende gibt!! Kann nur hoffen, dass die nächsten Folgen schnellstens gedreht werden (das ist doch so geplant, oder???)

Gehört: "Mir ist laaangwelig!" Früher konnte sich mein Kleiner so gut selbst beschäftigen und nun ist es teilweise echt schwierig. Und im Gegensatz zu manch anderer Mutter sehe ich mich auch nicht als Animateurin. Er hat einen Kopf, er hat Phantasie, also da muss er sich schon selbst was einfallen lassen (abgesehen davon, dass er meine Tipps ohnehin immer ablehnt).

Gelesen: Immer noch... siehe letzten Monat. Aber seit einigen Tagen bin ich wieder dabei
(ich muss ja auch, es warten so viele schöne Bücher auf mich. Und auch wie dieses Buch weitergeht, möchte ich wissen).

Getrunken: Café Frappé, Eistee (einfach nur kühler Früchtetee mit vielen Eiswürfeln) und Beerensmoothie (gefrorene Beeren und Milch). 
Das könnte ich jeden Tag trinken (löffeln), ich liebe das, selbst ohne Zuckerzusatz. Halt, Weißweinschorle natürlich auch noch, die gehört 
bei diesen Temperaturen einfach dazu.

Gegessen: Superleckeres, selbstgebackenes Baguette. Das Rezept war ganz (normal) simpel, aber ich war sehr überrascht wie lecker das am nächsten Tag noch schmeckte. Ganz weich und frisch. Und Spargel, überbacken mit Parmesan, Schinken und Eier-Sahne-Kräutersauce. Das war auch extrem lecker. Da wir den Spargel sonst immer nur pur (gekocht) genießen, war es für mich wirklich was Besonderes. Bei Spargel und Rhabarberkuchen ist es nämlich so: ich besitze ganz viele tolle Rezept für die diversesten Varianten. Aber "unsere Art" finden wir so gut, dass wir nie etwas anderes ausprobieren, weil man jedesmal denkt: "Aber dieser Kuchen, diese Art schmeckt doch einfach am besten." Obwohl ich sonst gerne Neues ausprobiere. Hängt vielleicht mit der eingeschränkten Zeit zusammen, da möchte man keine Experimente wagen. Geht es noch irgendjemanden so?

Getan: Gepflanzt, viel auf der Terrasse gesessen, im Garten gewerkelt und mich sehr an ihm erfreut. Und mich komisch gefühlt, weil mein Töchterlein Geburtstag hatte und sowohl Einladungen gestalten als auch die Party vorbereiten, wegfiel. Richtig seltsam war das (wie wenig Arbeit so ein Geburtstag dann plötzlich macht!). Die Party meines Kleinen musste ja auch schon entfallen, aber da hatte ich mir schon x Gedanken zu der Feier und den Einladungen gemacht. Da stand gedanklich quasi schon alles.

Gedacht: Jede Menge. Und leider viel Negatives.

Geschleckert: S'mores, allerdings ohne Lagerfeuerromantik, sondern ganz schöde aus dem Backofen. Mein Töchterlein und ihre Freundin wollten an ihrem Geburtstag unbedingt noch welche machen (Lieblingsmittagessen, Schokokuchen, Torte, Snackteller und Abendessen aus dem Restaurant hatten wohl nicht gereicht). Aber nun denn, am Geburtstag darf man übertreiben. Unten eine Schicht Schokolade (diese widerlichen Eszet-Schnitten (man liebt oder hasst sie), dann Riesenmarshmallows drauf. Ab in den Ofen und wenn alles so richtig schön weich ist, schnappt man sich einen Keks und zieht ihn einmal durch. Ich probierte mit einem Stückchen Butterkeks. Mein Urteil:  "Iih, ekelhaft süß" (man muss wissen, dass ich Marshallows an sich schon nicht besonders mag). Doch dann, ich weiß nicht was passiert ist, musste ich nochmal probieren und nochmal und nochmal. Und wisst ihr was, am nächsten Tag habe ich mir die Reste nochmal warm gemacht und weiter geschleckert bis ich wirklich einen Zuckerschock hatte. Schlimm dieses Zeugs, ich kann nur davor warnen!

Gewundert: Über die relativ vielen Demonstrationen und wieso man da mitmachen möchte, wo doch etliche Rechtsradikale und Verschwörungsfanatiker mitdemonstrieren. Das würde mich abschrecken.

Geärgert: Über meine Kinder (Der Teenager macht seinem Klischee alle Ehre).  

Gehofft: Ach ja... 

Geplant: Noch Rukola und Pflücksalat in den Garten (bzw. in Töpfe) zu pflanzen. Ich besitze ja keinen Gemüsegarten, aber hin und wieder einige Blättchen Salat zur Hand zu haben (beispielsweise auf Sandwiches) finde ich schon ganz praktisch. Und machbar!

Gefreut: An der Natur. An wunderbar blühenden Sträuchern und Blumen und an dem gut duftenden Rosmarin und der Feige.

Gekauft: Lippenstift. Ha. Seit einiger Zeit trage ich Zuhause hin und wieder Lippenstift. Nur für mich.

Geklickt: Jede Menge (kein Wunder, dass ich nicht zum Lesen komme).







Sonnenreiche Maigrüße
Jutta




30. April 2020

Moment mal...

Kleiner Monatsrückblick






Gesehen: Noch mehr Menschen als sonst beim Radfahren.

Gehört: Herr Drosten. Überhaupt viele Podcasts und wie mir gerade auffällt überhaupt keine Musik!

Gerochen: War das ein Duft auf unserer kleinen familiären Radtour. Ich glaube ich habe noch nie so viele, gute Düfte auf einmal 
in der Natur wahrgenommen. Herrlich war das. Schade, dass man Gerüche nicht (so einfach) konservieren kann.

Gelesen: "Die Ehefrau" von Meg Wolitzer. Ich habe Anfang des Monats damit begonnen (mag es bislang auch gerne), doch dann stellte ich plötzlich das Lesen ein. Hm... Und dabei könnte ich dieses Buch gleich dreimal lesen! Erst habe ich es versehentlich zweimal (gebraucht) bestellt und dann (fragt nicht) habe ich es tatsächlich noch einmal regulär gekauft (und erst Wochen später bemerkt, dass ich es bereits - zweimal - besitze). Nun frage ich mich, wer mich so heiß auf dieses Buch gemacht hat. Sollte jemand Interesse an dem Buch haben, schreibt mir (ich gebe es gerne zweimal weiter.)

Getrunken: Gekühlte Weißweinschorle und ein bißchen Rhabarbersaftschorle (gehört für mich irgendwie zum Frühling dazu).

Gegessen: Gegrilltes. Mmhhh... Und die weltbesten Hefehasen an Ostern sowie den ersten Rhabarberkuchen

Getan: Federball gespielt. Seit ich weiß nicht wievielen Jahren. Und Wassertränken für Vögel und Insekten im Garten aufgestellt.

Gedacht: Da habe ich die wochenlang leise in mich hineingemeckert, weil es die Lehrer nicht schafften, auch mal digital-interaktiven Lehrstoff anzubieten und kaum ist es soweit, muss ich bemerken, dass wir ja gar nicht genügend Endgeräte zur Verfügung haben. Aber das ist noch nicht mal das Schlimmste. Die Grundschullehrerin will tatsächlich um 8 Uhr mit der Videokonferenz starten. Um A C H T!! Hallo? Da sind wir häufig noch gar nicht wach (gerade die Kinder). Ich meine wir haben Coronatime. Da muss man doch wenigstens die wenigen guten Dinge wie Ausschlafen genießen. Von den eigenen Lästereien eingeholt werden - so übel!
Aber immerhin kann ich sagen, dass diese Videoschaltungen meinen Kindern richtig gut tun. Mein Kleiner hat sich so über seine Lehrerin und seine Klassenkameraden gefreut. Sogar über die, die eigentlich gar nicht so mag. 
Außerdem sollte es diese Regel geben: Grillen die Nachbarn häufiger als dreimal die Woche, sind sie verpflichtet den angrenzenden Nachbarn einen Teller Gegrilltes rüberzureichen. Wer stimmt mir bei?

Genossen: Die wunderbar warmen Temperaturen und den Garten. Ich meine mit dem Wetter haben wir launetechnisch wirklich Glück.

Gewundert: Also ich nehme Corona sehr ernst und gehöre bestimmt nicht zu den Gegnern diverser Schutzmaßnahmen (ganz im Gegenteil), aber als ich diesen Artikel in der Zeitung  las, musste ich schon den Kopf schütteln. Verkehrte Welt! Da wurde im "Polizei-Protokoll" von der Aushebung eines illegalen Friseurgeschäfts in einem Keller berichtet. Wie "früher" Drogenringe ausgehoben wurden, geht es nun den Kellerfriseuren an den Kragen. Und dann noch die bierernste Art wie es geschrieben war, hach...alles surreal.

Geärgert: Es hört nicht auf. Unser Nachbar war während unserer Abwesenheit schon wieder mit der Gartenschere in unserem Garten. Diesmal allerdings von unserer Kamera (und nach der Warnmeldung direkt von uns am Handy) beobachtet. Immerhin hat er sich schön erschreckt, als ich durch die Gegensprechanlage: "Was machen Sie da Herr H.!" rief. Das war aber auch das einzig Positive an dieser schlimmen Geschichte. Ich hatte eigentlich gehofft ihn niemals wirklich "gefilmt" zu sehen.

Gehofft: Dass der Coronawahnsinn irgendwann ein Ende findet. Möglichst nicht so spät.

Geschockt: Als ich in der Tagesschau die Unmengen flanierender Menschen in der Innenstadt sah. Ich hatte schon über soziale Medien davon gehört, aber es mir tatsächlich nicht so schlimm vorgestellt. Ich war sprachlos (und direkt sehr schlecht gelaunt). Ist es so schwer das große Ganze zu sehen, die Virologen zu verstehen? Können so viele Leute wirklich nur bis zu ihrer Schuhspitze sehen? Tatsächlich, ich finde so ein Verhalten dumm, richtig dumm.

Gestaunt: Mit wie (fast schon unverantwortlich) wenig Umverpackung manche Versender doch auskommen. Ich kam in den Flur und sah am Boden eine (ganz normal in einen Karton verpackte) Waage stehen. Mist, dachte ich, jetzt mein Mann auch eine Waage gekauft, ich habe doch eine bestellt. Und dann bemerkte ich, dass es die von mir bestellte Waage war. Keinerlei weitere (Um-)Verpackung. Die Waage ist aus Glas. Und sie hat den Transport tatsächlich unversehrt überstanden. 
Lustigerweise kam gestern (mit meiner Bürobestellung) das Pendant dazu an. Ein einzelner Tippex-Roller (aus Plastik) in einer relativ großen Plastiktüte verpackt. Warum der Roller nicht einfach so im Karton lag...?? Weiß man nicht. Haltet euch fest. Gerade packe ich den Roller aus und bemerke, dass dieser NOCHMALS in eine dünne Plastikfolie eingeschweißt ist!!!

Gelacht: Tränen (und das hab ich wirklich schon ewig nicht mehr). Ich kann es gar nicht so lustig wiedergeben, es war mehr aus der Situation heraus. Jedenfalls waren wir am Drive-in bei McDoof und mein Mann bestellte. Tja und laut meinen Kindern (und sie haben recht, sorry) bestellte er "wie ein Opa" (etwas konfus). Meine Kinder rollten schon mit den Augen. Aber richtig loslachen mussten wir, als mein Mann dann davonfahren wollte und der Mitarbeiter laut hinter uns herrief. Hatte er doch die Hälfte vergessen. Wir haben uns jedenfalls noch die ganze Heimfahrt lang beömmelt. Also wir drei (der Mann eher nicht) ;-))

Geplant: Maibowle für den 1. Mai. Bei uns im Garten wächst doch tatsächlich Waldmeister, das muss natürlich genutzt werden. Und wenn's momentan sonst schon nichts zu feiern gibt, dann tanzen wir eben zu viert mit einem Schlückchen Waldmeister in den Mai!

Gefreut: Dass es uns doch trotzdem ganz gut geht. Die Kinder kommen mit der Situation ganz gut klar und wir haben die Möglichkeit uns draussen aufzuhalten.

Gekauft: Einen Blechkübel für die Terrasse, um den ich schon seit letztem Jahr "bildlich" herumgeschlichen bin. Er beherbergt jetzt meine Birke und ich bin sehr glücklich, wenn ich einen Blick darauf werfe und muss ständig an Maifeiern und Midsommarfeste denken. Vielleicht schmücke ich die Birke am 1. Mai mit bunten Bändern und wir stoßen mit der Maibowle auf sie an (bin ich verrückt, dass mich eine kleine Birke so glücklich machen kann??)

Geklickt: Reichlich oft (zu oft) den Liveticker auf GMX und tagesschau.de.







Hoffnungsfrohe Aprilgrüße
Jutta





29. März 2020

Moment mal...

Kleiner Monatsrückblick





Gesehen: Wunderbare bunte Blüten und zarte Knospen an Bäumen und Sträuchern. Was habe ich mich darauf gefreut.

Gehört: Bienengesumme. Und in welcher Lautstärke! (Mein Sohn meint schon, er könne nicht mehr in den Garten gehen, 
weil der voll mit Bienen wäre). Dabei befinden die sich allesamt in unserem kleinen Palmkätzchenstrauch/-bäumchen.

Gelesen: Dazu äußere ich mich jetzt besser nicht. Aber wie will man auch zum Lesen kommen, wenn man ständig neue Corona-
berichte lesen "muss".

Getrunken: Keinen Schnaps, obwohl mir mein Mann neulich einen Filmausschnitt zeigte, wo (am besten viertelstündliches) Hochprozentiges-Trinken gegen Corona propagiert wurde (womit wir wieder beim Flachmann wären, Nicole ;-)). Blöderweise mag ich nur einen bestimmten Haselnussschnaps, den ich momentan gar nicht zuhause habe (sollte ich mir dringend mal wieder schicken lassen). Also blieb's bei Milchkaffee, Wasser, Rotwein und Ingwershot.

Gegessen: Leckere selbstgemachte Burger am Geburtstag meines Sohnes (sein Geburtstags-Wunschessen). Heute hätte es das erste Grillgut geben sollen, aber der Winter ist ja leider wieder zurückgekehrt.

Getan: Nichts anderes als sonst. Ich gehöre nicht zu denen, die plötzlich mehr Zeit haben. Und nein, mein Keller ist immer noch nicht aufgeräumt.

Gegrinst: Als ich auf der Suche nach Birkenzweige für Kränze war. Nirgendwo waren auf meinem Spaziergang Birken zu sehen (das ist so typisch!). Dann endlich, ein Birkenbaum. Ich umkreiste ihn, doch er war viel zu hoch und hatte keine Zweige "abgeworfen". Und vor lauter Zur-Birke-Hochschauen hätte ich fast den Haufen abgesägter Birken übersehen, der auf der anderen Seite lag. Tat mir sehr leid um die schönen Birken (die ich generell sehr mag), aber für meine geplanten Birkenkränze war es das Paradies.

Gedacht: Ist es nicht verrückt wie sich alles geändert hat? Hätte uns das jemand vo einem halben Jahr prophezeit, hätten wir wohl laut und schallend gelacht. Aber ich komme glücklicherweise gut damit klar. Ich bin in Sorge, habe aber meist keine Angst. Und unser Familienleben klappt ganz gut. Die Kinder streiten eher weniger, Homeschooling ist überhaupt kein Problem (wir werden nicht mit Arbeiten überhäuft und ich finde es ehrlich gesagt auch nicht schlimm, wenn ein Jahr mal etwas Lehrstoff ausfällt) und solange man rausgehen kann, fühle ich mich auch nicht eingesperrt. Mein Kleiner hat Facetime mit seinen Freunden entdeckt und das Töchterlein ist sowieso immer mit ihren Freundinnen in Verbindung. Soweit, so okay. Natürlich verschließe ich nicht die Augen vor den vielen Tragödien, die Corona mit sich bringt und bringen wird und weiß auch, dass sich andere damit schwerer tun.

Genossen: Die Tage im Garten. Ich hoffe es bleibt bald nachhaltig wärmer.

Geschmunzelt: Über mich im Supermarkt. Ich war so glücklich als ich eine kurze Schlange an der Kasse entdeckte. Doch als ich mit 
meinem Einkaufswagen hingefahren war und mich eben "positionieren " wollte, da musste ich feststellen, dass das gar nicht das Ende war. 
Ich sage nur Sicherheitsabstand! Der Hintermann hatte davon so viel eingehalten, dass ich die Schlange gar nicht als solche erkannt hatte 
(und die in weiterem Abstand dahinter an den Kühltheke lehnenden Personen auch nicht). Glücklicherweise fiel es mir noch rechtzeitig auf. 

Gelächelt: Als ich hörte, dass eine Bekannte immer Schnaps in ihren selbstgemixten Ingwershot gibt. Da hat jemand "Shot" wohl 
zu wörtlich genommen (und das war schon vor Corona so!).

Gewundert: Dass die Wahlen in Bayern stattfanden. Ebenso wie diverse Ärztekongresse.

Geärgert: Eher für sehr schlimm befunden. Nämlich dass ein Redner auf einem Kongress (Anfang März, als alles noch normal lief) den Veranstalter fragte, ob er zu seinem Vortrag auch eine Broschüre austeilen dürfte. Soweit so gut. Doch es stellte sich heraus, dass die letzten 3 Seiten dieser "Business-Broschüre" rassistische Parolen gegen Muslime beinhaltete. Glücklicherweise wurde es vor dem Austeilen noch bemerkt. Wie voller Hass muss ein Mensch sein, um so etwas zu tun?

Gelogen: Als ich neulich meinte: "Kinder, freut euch über den schulfreien Tag wegen Sabine, so schnell wird es keinen Tag schulfrei 
mehr geben."

Gehofft: Dass die meisten - ohne es zu merken - schon Corona-infiziert waren und es eine hohe Immunität in der Bevölkerung gibt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Geschluckt: Als ich zu einer alleinlebenden Nachbarin ging, um ihr zu sagen dass wir jederzeit für sie einkaufen gehen würden und auch generell für jede Hilfe für sie da wären (ich muss gestehen, dass ich sie bislang gar nicht so auf dem Schirm hatte, obwohl sie nur zwei Häuser weiter wohnt, weil sie so sportlich und dynamisch rüberkommt). Da bekam meine Nachbarin tatsächlich feuchte Augen (wir haben sonst nichts miteinander zu tun und so hätte ich sie gar nicht eingeschätzt) und bedankte sie herzlichst. Und auch ich musste schlucken und wurde ganz gefühlsdusselig (seit ich Mutter bin, treffen mich Tod, Zusammenhalt und gute Taten immer sehr). Auf alle Fälle zeigte sich mal wieder: Helfen (in diesem Fall sogar nur Hilfe anbieten) macht froh!

Gelacht: Als ich mit meiner Tochter erstmalig Snapchat-Fotos machte. Also ich muss sagen, auch als Mann hätte ich mich gar nicht so schlecht gemacht ;-)) (Jaa, ich bin eine Spätzünderin, ich weiß)

Geplant: Schöne Osterbasteleien mit den Kindern. Ich freue mich auf Ostern, auch wenn es sehr schmerzt, es ohne meine Eltern feiern zu müssen.

Gefreut: Dass der Geburtstag meines Kleinen - trotz fehlender Gäste und sonstigen Aktivitäten (wir machten stattdessen eine Schatzsuche im Wald) trotzdem ein sehr schöner war.

Gekauft: Zwei Pflanzen über den Versandhandel, da in Bayern Gärtnereien und Baumärkte geschlossen haben. Und ein bißchen frühlingshafte Gartenfreuden wollte ich unbedingt ausleben.

Geklickt: "Stayathome" in seinen diversesten Varianten.






Märzgrüße
Jutta





3. März 2020

Moment mal...

Kleiner Monatsrückblick





Gesehen: Aprilwetter at its best! Und jede Menge Regentropfen.

Gehört: Schwanensee. Eigentlich war es eine Ballettaufführung, aber ehrlich gesagt, bin ich gar kein allzu großer Fan des 
klassischen Balletts mehr. Und um so mehr genoss ich die wunderbare Musik.

Gelesen: Immer noch das gleiche Buch wie letzten Monat. Ende nicht so schnell in Sicht. Weiß auch nicht was lesetechnisch 
mit mir los ist (und dabei warten so viele verheißungsvolle Bücher auf mich).

Getrunken: Nach wir vor täglich einen selbstgemachten Ingwershot.

Gegessen: Naja, das war mal 'ne Pleite. Als meine Tochter eine Woche ins Skilager fuhr - und ich somit nicht mittags für uns beide kochen musste - habe ich mir sofort eine Liste mit meinen Lieblingsessen geschrieben (nichts davon würde ihr schmecken) und mich darauf gefreut. Aber was sind schon Pläne. Gleich am ersten Tag war dank 'Sturm Sabine' schulfrei und ich hatte hier drei Jungs herumhüpfen - ich entschied mich für Pfannkuchen (NICHT auf meiner Liste). Am Abend kochte sich mein Mann noch etwas und so aß ich am nächsten Tag dessen Reste (stand auch nicht auf der Liste). Und tags darauf überkam mich plötzlich so der Hunger, dass ich schnell etwas vom Imbiss holte. 
Letztendlich habe ich genau einen Tag etwas für mich gekocht.

Getan: Sortiert, überlegt, mich fortgebildet.

Geschmunzelt: Als ich neulich am Pfandflaschenautomat  stand und der Automat meine Flasche (eine große 1l-Glasflasche) mit der Begründung "zu leicht" ablehnte. Also "nicht im Sortiment" oder dergleichen kennt man ja, aber "zu leicht" war mir neu. Und natürlich hat 
er sie beim zweiten Versuch doch genommen. Automaten, diese Zicken...

Gegrinst: Als ich von drei dank-Sabine-schulbefreiten Jungs (meine Tochter war übrigens empört, da gibt es einmal schulfrei und sie ist gerade im Skilager!), ein kleines Exklusiv-Konzert im Wohnzimmer bekam. Gesanglich hin und wieder sehr frei interpretiert, aber mit einer sehr originellen Lichtshow (dank gefühlter 300 Taschenlampen).

Gedacht: Also die Argumente, die gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen hevorgebracht werden, sind teils doch sehr unsachlich und lassen einen ernsthaft an so manchen Journalisten (oder gar der Zeitung an sich) stark zweifeln. Da werden plötzlich Äpfel mit Birnen veglichen (nein eigentlich sogar Äpfel mit Kellerasseln). Dass manche gegen ein Limit sind, weil sie einfach gerne schnell fahren oder eiligst von A nach B kommen wollen (gerade wenn die Autobahn frei ist) oder schnelle Autos herstellen, kann durchaus ein Grund sein. Aber umwelt- und unfalltechnisch spricht doch nun wirklich alles für eine Begrenzung.

Geschüttelt, den Kopf: Mein Sohn und ich gingen erzählend den Gehsteig entlang, da bemerkte ich plötzlich - halb über meine Schulter - eine Autofahrerin, die uns böse ansah und wild gestikulierte, weil wir uns anscheinend völlig falsch verhalten hatten. Wir hätten wohl  a) bei jeder Einfahrt genau den Verkehr beobachten und sofort stehenbleiben müssen, wenn ein Auto (links) abbiegen möchte oder b) sofort lossprinten, damit die Fahrerin keinen Zeitverlust (wertvolle Sekunden) erleiden muss. Menschen. Laufend. Am Gehweg. Haben die irgendwelche Rechte? Was soll man von solchen Verkehrsteilnehmern halten? Da lann man nur den Kopf schütteln und ihnen Hirn wünschen.

Geplant: Nicht am Coronavirus zu erkranken.

Genossen: Die nun wesentlich längeren Tage. Bin ein Lichtmensch.

Gewundert: Wieviele Bäume Sturm Sabine doch ab- bzw. umgerissen hat. Eigentlich dachte ich, hier wäre nicht viel passiert, aber als wir am Wochenende darauf im Wald waren (nicht sehr ratsam, wie ich mittlerweile gelesen habe), sah es da doch reichlich wüst aus.

Geseufzt: Mein 8-Jähriger brachte kürzlich das Freundebuch eines (wie solltes es anders sein) Freundes mit. Eigentlich eine schöne Sache, doch über die vielen "Ausdrücke", die ich darin fand (es hatten erst zwei hineingschrieben), war ich doch ziemlich entsetzt und musste meinem Kleinen gleich einen kleinen Vortrag über angemessene Sprache halten.

Geärgert: Über die "medifanten". Nachdem ich neulich wieder Bücher aussortiert und an drei Veraufsportale geschickt hatte, bekam ich von den medifanten den Hinweis, sie könnten zwei Bücher nicht annehmen. Eines wäre zu gebraucht, das andere ein Mängelexemplar mit erkennbaren Mängeln (Mängelexemplare sind grundsätzlich erlaubt). Ich war irritiert und ließ mir die Bücher zurückschicken (kostet nur 5 €!). Und was sah ich? Mein bis dato ungelesenes und wie nagelneu aussehenden Buch hatte zwei Schlitze auf der Buchoberseite. Also als ich die Bücher eingepackt hatte, waren die noch nicht da. Vielen Dank, ganz sicher werde ich da KEINE Bücher mehr hinschicken. Bei momox und rebuy hatte ich solche negativen Erlebnisse noch nie!

Gehofft: (auch weiterhin!) Dass die Fremdenfeindlichkeit in unserem Land minimiert wird.

Gefreut: Dass die AfD in Hamburg fast an der 5-Prozenthürde gescheitert wäre. Leider nur fast.

Gekauft: Eine Überwachungskamera. Wer die letzten Monatsrückblicke gelesen hat, weiß warum. Traurig aber notwendig. Netter Funfact. Ich weiß nun, dass die Nachbarskatze jede Nacht zwischen 4:08 und 4:21 unseren Carport durchläuft. Lustig, mir war gar nicht klar, dass Katzen so exakte Rituale/Nachtabläufe haben.

Geklickt: Ein guter Text. Lang, aber es lohnt sich!


Ex-Februar-mittlerweile-Märzgrüße
Jutta




30. Januar 2020

Moment mal...

Kleiner Monatsrückblick




Gesehen: Eine schöne Mischung aus einer Kabarett- und einer Zirkusvorstellung. Zuerst haben wir uns bei Lizzy Aumeier amüsiert. Sehr kurzweilig und wirklich vergnüglich. Und am nächsten Tag ging es mit den Kindern zum Zirkus Flic Flac. Ich bin seit langem großer Roncalli 
und Flic Flac Fan (Werbung, unbeauftragt und unbezahlt) und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Ein paar Beruhigungspillen vorher wären allerdings für die eine oder andere Nummer nicht verkehrt gewesen ;-)) (das Alter, das Alter!). Jedenfalls wir waren alle vier hellauf begeistert 
und verließen die Manege bestens gelaunt (und mit Adrenalin im Blut).

Gehört: Musisch kaum etwas. Ich vergesse ständig mir Musik anzumachen (wobei ich Musik beim Arbeiten nach kürzester Zeit ohnehin nicht mehr wahrnehme). Dafür einige Podcasts Beim Kochen oder zum Einschlafen.

Gelesen: "Die Weihnachtsgeschwister" von Alexa Hennig von Lange und "Die Zweisamkeit der Einzelgänger" von Joachim Meyerhoff.

Getrunken: Viel Kaffee, wenig Prosecco. Und schwarzen Tee.

Gegessen: Jackfrucht. Schon eine ganze zeitlang lag die Packung in der Küche herum, doch irgendwie traute ich mich nicht so richtig ran. Am ersten Tag der "veganen Woche" (siehe unten) war es dann aber soweit. Es gab sie als Fleischersatz zu Reis und Gemüsecurry. Und - wir waren gar nicht begeistert. Das könnte allerdings auch an der beiligenden Würzmischung liegen, die ich benutzt habe (das ganze schmeckte ein bißchen bitter). Wir geben der Sache also noch eine Chance. Von der Konsistenz her war es okay, auch wenn es mich kein bißchen an Hähnchenfleisch erinnert hat (wie oft berichtet). Das nächste Mal würze ich selbst, mal sehen wie wir es dann finden. Ich werde berichten. Und falls ihr schon Erfahrung mit Jackfleisch gesammelt habt, nur her damit!

Getan: Bücher verkauft und ich habe immer noch etliche, die hier keinen Platz mehr haben. Vielleicht stelle ich demnächst mal ein paar 
hier vor/ein.

Gespielt: Unser neuestes Spiel heißt "Noch mal!" und die ganze Familie findet es klasse. Beim ersten Lesen der Spielregeln hat man etliche Fragezeichen im Kopf, aber nach einmal Spielen macht es riesig Freude. Sehr kurzweilig, eine absolute Kaufempfehlung. Was ich ebenfalls gerne mag und empfehlen kann: Qwixx und Dodelido. Beides sehr einfache, aber dennoch raffinierte Spiele, die man gut mit der ganzen Familie spielen kann. (Werbung unbezahlt, unbeauftragt)
Und mit meinem Kleinen habe ich erstmalig Stadt-Land Fluß (eigentlich ohne Fluß und etwas abgewandelt) gespielt. Ich habe dieses Spiel früher geliebt und mag es immer noch. 

Gegrinst: "Wie kann man nur so...." Da stelle ich ein Foto der gefundenen Fußballschoner in die Fußball-Whatsappgruppe meines Sohnes, entschuldige mich, dass wir die versehentlich eingepackt haben und frage wem die gehören... um am nächsten Tag festzustellen, dass es 
die Schoner meiner Tochter sind, die ganz legal bei uns Zuhause rumliegen. Eieieie...

Gelächelt: Über meinen glückseligen Kleinen, nachdem er - als FC Bayern Fan - einige seiner Lieblingsspieler live sehen konnte, von ihnen Autogramme auf seinen Fanschal bekam und auch noch Manuel Neuers Hand berührte. Er jauchzte direkt, als er mir davon am Telefon erzählte und diese Stimmung hielt den ganzen Abend an! Das war wirklich zu schön.

Gedacht: Langsam kann ich das pessimistische Gejammer der Gesellschaft nicht mehr hören. Mehr tun, weniger darüber reden, fände ich mal ganz gut.

Geschüttelt, den Kopf: Ich hatte mich so gefreut, dass ein Zeuge bemerkte (und der Sache auch nachging, in diesem Fall -fuhr und mir Bescheid gab), dass mein parkendes Auto angefahren wurde. Die Fahrerin hatte wohl nichts davon bemerkt. Trotz dieses Zeugen gab sie an, große Zweifel an dem Unfall zu haben (ach so... die Kratzer an ihrem Auto waren schon vorher da, mh). Und selbst jetzt, nach einem weiteren Expertengutachten schafft sie es immer noch nicht, die Sache einzugestehen und vielleicht auch einfach mal entschuldigung zu sagen. Na bin mal gespannt wie es weitergeht. Trotzdem bin ich sehr glücklich über den Mann, der sich nicht nur um "sein eigenes Zeig gekümmert" und mich informiert hat. Wenn es nur mehr davon gäbe!

Geplant: Keller aufräumen, Keller aufräumen, Keller aufräumen (hört das jemals auf?)

Genossen: Meine Kinder. Ja tatsächlich. Sie rauben mir sehr oft den Nerv und ihre Geschwisterstreitigkeiten halte ich manchmal für nicht mehr normal. Aber mir ist sehr bewußt, dass ich sie nicht ewig um mich herum haben werde und ich finde es wunderschön mit ihnen.

Geseufzt: Da beschließt das Kind von jetzt auf gleich eine neue "Challenge" zu beginnen. Eine Woche vegan leben. Schön und gut, nur mal ehrlich, für wen ist das eine Herausforderung? Doch wohl für mich! Und ich hatte noch nicht mal die Möglichkeit etwas Veganes wie Hafermilch oder dergleichen vorher zu kaufen, weil sie es Sonntag Abend beschloss. Ich meine, ICH mache das Frühstück, ICH bereite die Vesperboxen für die Schule und ICH koche das MIttagessen. Das Kind setzt sich hin und isst und spricht dann von einer Challenge. Tststs. Habe sofort einen Essensplan für die Woche angefordert (langt schon, dass ich nun morgens Karotten kleinraspel, um sie aufs Brot zu legen. Noch VOR dem ersten Kaffee!)

Gelacht: Herzlich, als ich kürzlich zum ersten Mal den Satz "Mama, ich bin fast 18!" von meiner 12-Jährigen hören durfte.

Geärgert: Das Briefkastenschloss funktionierte plötzlich nicht mehr. Und dann entdeckten wir, dass in drei Fahrradschlössern (die Räder stehen im Carport) kleine Metallteile steckten, sodass sie nicht mehr schließbar sind. Ob das wieder der böse Nachbar war?? Oder ist das ein unheimlich lustiger Kinderscherz, haha.

Gestaunt: Als plötzlich ein fremdes Auto in unserem Carport parkte. War wohl der Besuch unserer (anderen) Nachbarin.

Gefreut: Darüber, dass ich so gerne mit mir alleine bin. Klingt komisch? Vielleicht, ist aber tatsächlich eine gute Sache, finde ich. Etliche Menschen können es ja nur schlecht aushalten, alleine zu sein und ich bin das richtig gerne. Meine Familie war Anfang des Jahres beim Skifahren und ich habe diese Zeit so genossen.

Gekauft: Tee. Bin momentan in der "Schwarzen-Tee-trink-Phase".

Geklickt: Ist das nicht mal 'ne chillige Musik? Sehe mich gerade mit 'nem Gin Tonic lässig am Rand einer Tanzfläche stehen...



Januargrüße
Jutta


4. Januar 2020

Moment mal...

Kleiner Monatsrückblick

Da ist er endlich, der letzte Monatsrückblick des mittlerweile vergangenen Jahres. Hat ein bißchen gedauert, ich befinde
mich schließlich immer noch in der großen Winter-Weihnachts-Lotterlebenblase. Aber die liebe Nicole wollte ihn jetzt gerne mal, 
ja und Nicoles Wunsch ist mir natürlich Befehl! ;-))





Gesehen: Leider nur einen Hauch von Schnee. Und auch das nur einmal. Wahrscheinlich kommt er genau dann, wenn ich dringend 
mit dem Auto fahren muss und ich wünsche ihn mir schnellstmöglich wieder weg (also von den Fahrbahnen).

Gehört: Weihnachtslieder. Am besten waren die von den Kindern vorgesungenen (naja, außer das eine am Heilig Abend in der Kirche, 
das war wirklich zu schief - zumal da kein Kind von mir mitsang ;-))).

Gelesen: "Bittere Schokolade" von Tom Hillenbrand. Ein kulinarischer Krimi. Aber ganz ehrlich, wenn man so auf Essen anspringt wie ich, ist es absolut nicht ratsam "kulinarische" Bücher zu lesen. Was ich die ganze Zeit an Schokolade essen musste... schlimm! Zuletzt las ich noch "Der Sprung" von Simone Lappert. Fand ich richtig gut. Gefühlt habe ich die ganze Zeit gelesen und kann gar nicht glauben, dass es nur zwei (normaldicke) Bücher waren. Vielleicht habe ich das dazwischen auch schon wieder vergessen und bin in eine neue Phase eingetreten. Nach kürzester Zeit nicht nur den Inhalt der Bücher zu vergessen, sondern das ganze Buch an sich.

Getrunken: Kaffee, Prosecco, alkoholfreies Bier. Und nach wie vor fast täglich einen Ingwershot.

Gegessen: Raclette - gleich zweimal, was mich sehr befriedigt hat. Bisher war das mit den Kindern immer schwierig, aber meine Tochter bemerkte, dass geschmolzener Käse (den sie sonst ablehnt) mit Kartoffeln überaus lecker schmeckt und mein Sohn (lehnt Käse grundsätzlich ab) ist nun glücklich, wenn er sich im Raclettepfännchen Bratkartoffeln brutzeln (naja) kann.

Getan: Gesucht. Ständig und intensiv. Erst suchte ich in allen (und ich habe einige!) Weihnachtskisten erfolglos mein geliebtes Adventsschwein, um es später zufällig im Bücherregal im Wohnzimmer zu entdecken (wo es offenbar das ganze Jahr über zugebracht hatte). Dann suchte ich - langsam verdrossen (und nicht ohne an meinem Verstand zu zweifeln) die Päckchen für den Adventskalender der Kinder (welche ich extra verstecken muss, weil sie in den eigentlichen nicht rein passen). Ich war kurz vorm Aufgeben (obwohl das nicht wirklich eine Option war), da fiel mir das Versteck gerade noch ein! Und zu guter letzt habe ich noch überall ein Weihnachtsgeschenk gesucht, bis ich herausfand, dass ich es noch gar nicht bestellt hatte (und es noch im Warenkorb hing). Und nein, ich fühlte mich eigentlich nicht weihnachtsgestresst!

Gegrinst: Beim Sport. Normalerweise atmet man ja bei Anstrengung aus und bei dem nicht so anstrengenden Teil ein. Doch beim letzten Kurs vor den Ferien meinte unsere Trainerin bei einer Übung: "Jetzt dürft ihr eigentlich nur noch ausatmen, weil die Übung durchgehend anstrengend ist!" Man dankt...

Gedacht: Also einen Neujahrsvorsatz brauche ich schon mal nicht: Sport machen. Ich bin tatsächlich sehr über mich selbst erstaunt und als ich im Februar (??) damit begann, hätte ich niemals gedacht so lange durchzuhalten. Aber meine kleinen Sporteinheiten gehören mittlerweile ganz selbstversändlich zu meinem Tagesablauf dazu (allerdings sollte ich mal was für meine nicht vorhandene Kondition tun).

Geschüttelt, den Kopf: Über uns. Am 24. ist mein Mann ist den Kindern ins Kino gegangen, während ich Zuhause noch unser Weihnachstessen vorbereitete. Der Plan: Wir treffen uns dann in der Innenstadt, essen gemeinsam noch eine Kleinigkeit und bummeln kurz über den Christkindlesmarkt (der am 24. übrigens wunderbar leer ist). Ich saß schon in der S-Bahn, da kam der Anruf: Steige schon eine Station früher aus, bei uns regnet es, die Kinder wollen in Restaurant X essen (schon im Internet gecheckt, sie haben offen), wir holen dich dort mit dem Auto ab. Okay. Ja und dann fuhren wir dahin, doch das Restaurant hatte doch geschlossen, wie auch ALLE anderen (die Kinder wollten Nudeln). Und das einzig offene, war voll. So fuhren wir ewig durch halb Nürnberg, bis wir schließlich (verzweifelt) bei McDonalds landeten! Naja, mein Sohn war glücklich.

Geplant: Mit meiner Tochter gemeinsam selber Nudeln zu machen. Vor schätzungsweise mindestens 7 Jahren habe ich mir die Nudelmaschine meiner Mutter geliehen, aber es blieb bis dato beim Vorhaben. Aber nun, mit einer Mitstreiterin an meiner Seite, wird das bestimmt was werden. Zu schade, dass die Ferien schon fast wieder vorüber sind.

Genossen: Die Weihnachtstage. Und die gehen bei mir bis 6. Januar! Ich bin das ganze Jahr über nie so entspannt wie an diesen Tagen, vor allem zwischen den Jahren.

Geseufzt: Über das Verhalten meiner Mitmenschen an Silvester. Ich bin zwar nicht für ein Silvesterraketenverbot, denn ehrlich gesagt, finde ich es langsam auch mal gut mit den ganzen Verboten (außer die Geschwindigkeisbegrenzung auf Autobahnen, die finde ich schlau). Auch wenn ich selbst noch nie (Tatsache, ich bin ein Schisser) eine Rakete in die Luft geschossen habe und unsere Familie komplett feuerwerkslos lebt, gehören das Feuerwerk doch für mich dazu. Es ist eine schöne Tradition, mit der man das neue Jahr begrüßt. Was ich aber nicht verstehe, ist das Ausmaß. Denn ganz ehrlich, ist es nach 10 Minuten nicht genug? Dann friert man ohnehin meist, der Verstand ist wieder wach und alle haben angestoßen. Aber etliche schießen dann noch ewig weiter (manch einer fängt auch erst um halb drei nachts an).

Gelacht: Über meinen Kleinen und seine Küssfreudigkeit. Mehr will ich dazu nicht sagen. Naja, außer vielleicht, dass er neulich einen Film sah, wo das richtige Küssen erklärt wurde ;-))

Geärgert: Über die Gestaltung des Schuladventsmarkts und dass man dort schon wieder Einweg-Plastikflaschen verkauft hat. Dabei hat sich unser Ort neulich erst gerühmt nun eine "Fairtrade Gemeinde" zu sein, die sich für nachhaltigen und fairen Handel einsetzt. Jaja...

Gewundert: Da las ich neulich in der Zeitung von einem Einbruch, der zwischen 7:00 und 14:30 Uhr passiert sein soll. Der Täter sah südländisch aus und war zwischen 1,60 und 1,65m groß. Und nun frage ich mich: woher hat man diese Täterbeschreibung, wenn man noch nicht einmal weiß, wann der Einbruch stattfand? Merkwürdig, oder?

Geschmunzelt: Über die Jungs (Freunde meines Kleinen) und ihre ersten Liebeleien.

Gefreut: Auf das neue, unbeschriebene Jahr.

Gekauft: Jede Menge Online-Kurse. Bei udemy.com (nichtbezahlte Werbung) kosten alle Kurse bis zum 9. Januar nur 9,99€. Ich habe zufällig davon gehört, also keine Ahnung wie gut die sind, aber ich bin schwer motiviert und werde mich querbeet weiterbilden.

Geklickt: Hier (zum Film nach unten scrollen). Eigentlich ist es ein Werbefilm für ein Buch, aber es kommen so viele interessante und sympathische Menschen darin vor, dass ich ihn sehr sehenswert finde. Er hat sowas geschäftiges, kreatives, man will direkt selber loslegen.
 



Und nun wünsche ich uns allen ein gutes, lustiges, vor allem gesundes, zufriedenes und geselliges neues Jahr.

Neujahrsgrüße
Jutta