1. November 2019

Moment mal...

Kleiner Monatsrückblick


 



Gesehen: Von meinem Schreibtisch aus, sehe ich den knallroten Zierahorn im Garten. Jeden Herbst eine wahre Pracht.

Gehört: Klassik.

Gelesen: Ich beginne gerade mit "Launen der Zeit" von Anne Tyler. Obwohl ich gefühlt, viel und regelmäßig lese, komme ich in 
den Büchern irgendwie nicht voran. Macht aber eigentlich auch nichts.

Getrunken: Rotwein, viel Kaffee und Wasser. Und einmal  Kakao mit Baileys (sollte man viel häufiger tun).

Gegessen: Viel zu selten Kürbis für meinen Geschmack, da ich nun meist mit dem Töchterchen gemeinsam mittagesse, und diese Kürbis bekanntermaßen verschmäht. Aber nachdem ich nun eine Woche mittags alleine Zuhause war, habe ich sofort einen Plan mit all meinen Lieblingsessen erstellt, welche die Kinder nicht mögen. Urlaub für den Gaumen sozusagen.

Getan: Den Herbst mit seiner Vielfalt an Farben und Früchten genossen.

Gewundert: Warum lese ich kürzlich, dass Mineralwasser, welches aus Quellen abgefült wird, schätzungsweise einige Jahrzehnte 
alt ist und warum hat genau dieses Mineralwasser dann ein Haltbarkeitsdatum auf der Flasche (und dabei sprechen wir ja keineswegs 
von Jahrzehnten)?

Geschüttelt (den Kopf): Über mich. Also ich habe echt ein Händchen in Sachen "ungünstige Schwedenbesuche". Einmal fuhr ich hin, als in den Nachbarorten runderherum Feiertag war und alle dort Wohnenden den Tag nutzten, um "meine" Ikea zu besuchen. Diesmal habe ich den Brückentag erwischt. Bingo. Bereits bei der Ausfahrt wunderte ich mich über den Verkehr (zu meiner Entschuldigung: keiner in meiner Familie hatte Brückentag). Und dann fuhr ich an Ecken des Parkplatzes herum, die ich vorher noch nicht mal ansatzweise wahrgenommen hatte. Und da parkte ich dann auch! Nach kurzer Überlegung blieb ich trotzdem, nahm aber mal lieber - sehr weise wie ich da noch dachte - keinen sperrigen Einkaufswagen, sondern nur eine Tasche, was ich wenig später direkt bereute, als ich meinen Einkauf taschen- und wagenlos 
zum Auto jonglierte.

Gelächelt: Als mein Kleiner neulich "Meinst du das historisch?" nachfragte und doch eigentlich "rhetorisch" meinte.

Glück gehabt: Als ich "meine" Ausfahrt gerade noch erwischt habe. Wir kamen Freitag Abend gerade von einem Fußballspiel zurück, als ich bemerkte, dass anscheinend - ohne Vorwarnung - auf der Autobahn die Ausfahrt gesperrt wurde (was doppelt ärgerlich ist, weil kurz vorher eine gewesen wäre, die nur einen minikleinen Umweg bedeutet hätte, die nächste aber ein ganzes Stück weg war)". Meine Laune sank gerade, da bemerkte ich den "Hütchenaufsteller". Und ich schaffte es gerade noch rauszukommen, ehe die letzten Pylonen aufgestellt und die Ausfahrt gesperrt war. Puh, das nenne ich mal Glück, oder?

Gedacht: Meine Tochter ist toll. Und mutig. Als meine 12-Jährige neulich mit ihrer Freundin selbstgebackene Muffins im Ort verkaufte (kann ich übrigens allen Kindern nur empfehlen, ist eine nette und lohnende Sache ;-)), lernten sie eine Familie kennen, die erst vor kurzem hergezogen war. Die Mutter meinte: "Meine Tochter kennt hier kaum jemanden, vielleicht wollt ihr ja mal was zusammen unternehmen?" Ja und gestern kam mein Töchterlein von der Schule heim und meinte: "Mama, heute habe ich eine Mission. Ich werde dieses Mädchen besuchen." Tja, tat's und sie haben sich bestens verstanden. So einfach kann das sein. Ist das nicht toll? Von Kindern kann man immer wieder lernen!

Geplant: In mir ruhen.

Genervt: Wie jedes Jahr, von der früh einsetzenden Dunkelheit. Ich habe langsam das Gefühl, ich komme damit jedes Jahr schlechter zurecht. Jedenfalls setzt bei mir ab sechs die Müdigkeit ein. Ganz toll!

Gestaunt: Wie "groß" meine Kinder schon sind. Und welch gute Ideen sie manchmal haben. Letzthin haben sie spontan beschlossen, uns ein 3-Gänge-Menue zu kochen. Da schmelze ich ja sofort dahin. Sehr erstaunt war ich allerdings, als meine Tochter mich fragte, wie genau Zwiebeln geschnitten werden, hatte sie die im Mittagessen doch noch sehr sorgfältig allesamt aussortiert. Aber wenn das ausgesuchte Rezept Zwiebeln verlangt... dann schmecken die plötzlich auch. Das Essen war jedenfalls wirklich köstlich und ich hoffe auf baldige Wiederholung.

Geschmunzelt: Meine Kinder besuchten in den Herbstferien ein Parcourcamp (und mein Sohn machte erstmalig Bekanntschaft mit Muskelkater). Und was fragen 12-jährige Töchter ihre Trainer? Ganz klar, "Wie heißt dein Instagram-Account?" Und dann wird natürlich gleich mal geguckt, wie sich die Person dort präsentiert. Andere Zeiten...

Geschockt: Bei dm hatte ich neulich einen kurzen Schockmoment, als ich "k.o. Tropfen" auf einer Packung an der Kasse las. Glücklicherweise las ich weiter "Test-Armband". Hätte mich doch auch sehr gewundert, wenn man k.o. Tropfen in meiner Lieblingsdrogerie kaufen kann (unbezahlten, unbeauftragte Werbung). A propos, hat das schon jemand getestet? Finde das sehr interessant, auch wenn wir 
dafür momentan noch keine Verwendung haben.

Gelacht: Gestern an Halloween, als ich eine Freundin, die mit ihren Kindern an der Haustür stand, nicht erkannt habe (und sie für die angekündigte Babysitterin hielt) und nur den Vater (ihren Mann) fragte, ob er auf einen Wein hereinkommen möchte (dachte die "Babysitterin" will noch eine Runde mit den Kindern um die Häuser ziehen). Erst als ein entrüstetes "Wieso fragst du mich nicht!" aus dem Mund der enttarnten Babysitterin kam, erkannte ich die Freundin (die sah aber auch gruselig aus! ;-))

Gefreut: Dass meine Ketten und Ringe wieder in altem Glanz erstrahlen. Etliche Schmuckstücke waren nämlich angelaufen (Notiz an mich: unbedingt häufiger Schmuck tragen bzw. vielleicht auch mal wechseln - wenn ich einmal etwas "angelegt" habe, kommt das nämlich so schnell nicht wieder runter). Jedenfalls habe ich nun endlich ein Mittel gegen angelaufenen Schmuck gekauft und frage mich, warum ich das nicht schon viel früher getan habe.

Gekauft: Ein Kleid mit floralem Muster. In dem fühle ich mich gleich ganz anders als in den alltäglichen Jeans.

Geklickt: Neuerdings sehe ich mir Nürnbergfotos an. Ist ganz interessant die eigene Stadt mal mit anderen "Augen" zu sehen und unbekannte Ecken kennenzulernen.






Habt einen gemütlichen November mit warmen Kerzenlicht und ganz vielen heimelige Stunden!

Herbstgrüße
Jutta