28. Juni 2019

Moment mal...

Minikleiner Monatsrückblick
 





Gesehen: Die Berge. So schön, wenn man auf dem Balkon sitzt und direkt Berge sieht.

Gehört: Ein schönes (wenn auch von der Raumtemperatur unerträglich heißes) Schulkonzert.

Gelesen: "Ich, Jonas genannt Pille und die Sache mit der Liebe" von Brigitte Werner. Ein ganz wunderbares Buch, in das ich mich direkt verliebt habe. Mit einer so schönen, bildhaften Sprache und Sätzen, die man mehrmals lesen möchte. Eigentlich ein Kinderbuch, welches 
mir meine Tochter ausgeliehen hat, als ich (ewig) auf den Abschleppdienst warten musste (und natürlich keinen Lesestoff bei mir hatte). 
Leider hatte ich es Zuhause vergessen, als wir in den Urlaub fuhren (und mich maßlos geärgert). Daher bin ich gleich am ersten Urlaubstag 
in ein Buchgeschäft geeilt (denn Lesen gehört für mich untrennbar zum Urlaub dazu) und dort entdeckte ich "Der Zopf" von Laetitia Colombani, von dem ich schon irgendwo im Netz interessiert gelesen hatte. Auch dieses Buch mochte ich sehr. 

Getrunken: Mineralwasser - ausschließlich eisgekühlt. Ja, ich weiß, es heißt, man soll im Sommer gar nicht eisgekühlt trinken, 
aber ich kann nicht mehr anders. Und hin und wieder Schorlen, mit Maracuja- oder Johannisbeersaft. 

Gegessen: Die Beeren der Felsenbirne im morgendlichen Müsli. Immer frisch gepflückt nach meiner Gießrunde. Und ungemein pralle, 
also wirklich pralle Kirschen. Wassermelone sowieso.

Geärgert: Dass Essen momentan so schnell schlecht oder überreif wird. Und das die Haut meines Unterams beim Erdbeerpflücken 
ziemlich allergisch reagiert hat.

Geseufzt: Vor Glück. Als wir bei einer Wanderung im Garten einer wunderschönen Hütte saßen und uns über die leckeren und 
riesig großen Portionen hermachten. 

Geschockt: Über eine Taube, die uns auf der Autobahn ins Auto flog. Das tat einen Riesenschlag auf der Windschutzscheibe und hinterließ kleine Federn und Spritzer. Da herrschte erstmal einige Minuten ungewöhnliche Stille im Auto. Erst hinterher bemerkten wir, dass der erste Aufprall wohl schon auf der Motorhaube stattfand. Das ist wirklich nicht der Monat unseres (fast neuen) Autos: erst der Reifenschaden und 
drei Tage später eine dicke Beule von der Taube.
Noch schockierender war allerdings das Erlebnis am See, während unseres Urlaubs. Wir kamen gerade an und spazierten den Uferweg entlang, da hörten und sahen wir einen jungen Mann im Wasser. Ziemlich laut rief er irgendwas, nein eigentlich gab er nur komische Laute von sich. Erst dachte ich an einen übermütigen Jungspund, dann eher an einen Behinderten (manche Menschen mit Behinderungen tun das ja). 
Aber irgendwie war es doch komisch und so langsam beschlich einen das Gefühl, dass was nicht stimmt. Ein Mann, der auch gerade gekommen war, fing an schneller zu gehen und seinen Rucksack abzustreifen und plötzlich ging der Mann im Wasser kurz unter, da war wohl allen klar, "Himmel, der macht keinen Spaß, der ertrinkt!" Eine Frau am Ufer eilte zu ihm und der Mann mit dem Rucksack ebenso. Der Fastertrinkende war gar nicht weit vom Ufer entfernt und schnell ins seichte Wasser gezogen, aber ich bekomme noch jetzt Gänsehaut, wenn ich das schreibe. Alleine die Vorstellung, wie er in Todesangst um Hife ruft (seine "Laute" sollten wohl "Help" heißen) und ganz viele Menschen außenrum ihn einfach nur "ewig" anstarren . schauderhaft. Der Vorfall ging mir wirklich ewig nicht mehr aus dem Kopf.

Getan: Düfte wahrgenommen. Ernsthaft, noch nie habe ich olfaktorisch so den Sommer wahrgenommen wie dieses Jahr. Eine echte Freude.
Gute 3 1/2 Stunden im Kletterwald verbracht, hoch in den Wipfeln. Hat riesig Spaß gemacht und ich habe mich abends kein bißchen gewundert, dass ich meine Beine spürte. Meine Tochter kletterte übrigens (angstfrei und sportlich) die schwarze (schwerste) Route. Als einzige der Familie. Sie hatte mich zwar überredet mitzumachen, doch, ähm, ja , also... ich musste aufgeben! 
Und à propos sportlich. Ich mache immer noch (nahezu täglich) meine kleinen Übungseinheiten, aber das Ganze hat sich deutlich gewandelt. Ich sehe keinerlei körperlichen Fortschritt mehr (müsste wohl meine Trainingseinheiten verlängern und verstärken - wozu ich nicht bereit bin) und während es früher so war, dass ich mich nach dem Sport immer gut fühlte, fühle ich mich nun nur noch schlecht, wenn ich mal nichts oder meiner Meinung nach zu wenig gemacht habe. Doof, oder? Na das war ja mal 'ne schöne Idee mit dem Sporteln!

Gegruselt: Ich habe neulich einen Artikel über die Pest gelesen und war reichlich erstaunt, dass es Pest noch immer gibt. Ich dachte, 
die wäre sozusagen ausgestorben, aber weit gefehlt!

Gewundert: Dass es bei der kirchlichen Hochzeit meines Neffen andere Trauzeugen gab, als bei der standesamtlichen vor einem Jahr. Ich dachte man hätte immer die gleichen. Hat das schon mal jemand erlebt (oder selbst so praktiziert?) Und dass eine der Fürbitten rein 
um den Klimaschutz ging, habe ich auch noch nicht erlebt. 

Gelächelt: Als mein Kleiner auf der Hochzeit beim Buffet meinte "Ich habe eine leckere Tomatensuppe gesehen, die nehme ich mir" und 
ich ihn nach dem ersten Schöpfer bremsen musste - handelte es ich doch um das Himbeer-Tralala-Dressing für den Salat. 

Gedacht: Und warum wird bei Kreditkarten eine PIN eigeführt und Zahlen mit EC-Karte geht dagegen nun ohne alles, sprich Unterschrift oder Pin (ohne dass ich das gewollt oder irgendwo zugestimmt hätte)??

Geplant: Nunja, so langsam - auch wenn wir in Bayern wohnen und noch ein paar Wochen Zeit haben - sollten wir wohl mal unseren Sommerurlaub (wirdjedesjahrschlimmer) planen!
Ach ja und mal wieder Gazpacho machen. Wann, wenn nicht jetzt.

Gelacht: Ebenfalls am See. Als wir gerade gemütlich im Tretboot über den See gondelten, hüpfte plötzlich eine Horde junger Männer (bestimmt 10-12) laut johlend und völlig nackt von einer erhöhten Terrasse in den See.

Gefreut: Dass dieses Jahr wieder alle Hortensien blühen. Seit eine Gieß-Urlaubsvertretung es mal mit der Gartenpflege nicht so genau genommen hat und einige Pflanzen halb oder ganz vertrocknet waren, reagierten einige Hortensien mit mehrjährigem Blühausfall. Aber das scheint nun überwunden (jetzt nur nichts falsch machen!).

Gekauft: Einen neuen Schlauch und eine Gießkanne. Die Alten waren hinüber. Und natürlich noch ein Sommerkleid, denn davon kann man 
nie genug haben!

Geklickt: "Herr Grün kocht" (aus irgendeinem Grund sage ich vor meinem geistigen "Hirn" übrigens immer Gün, statt Grün, keine Ahnung warum). Jedenfalls mag ich seine Rezepte und seine Art diese vorzustellen. Na und wer hätte nicht gerne einen Sommerwunschkuchen?






Weiterhin einen schönen Sommer!

Heiße Junigrüße
Jutta 





4. Juni 2019

Kinderparty - Krimidinner

Wer war es? Das war die zentrale Frage in den ersten Partystunden, denn wir hatten
- wie schon angekündigt - zum Krimidinner geladen.





Der Geburtstag selbst war völlig entspannt, aber zuvor...
Da durfte meine Tochter endlich mal mehr Gäste einladen als sonst, weil das gekaufte Krimidinner 
entsprechend viele Rollen vorsah und dann kam eine Absage nach der nächsten. Okay, wir waren diesmal 
auch reichlich spät mit den Einladungen dran, aber just an diesem Tag war wohl einfach viel los. 

Erst dachte ich mir "Schade, dann muss eine,...zwei Rolle(n) wegfallen", irgendwann raufte ich mir nur 
noch die Haare, zumal ich - weil das Design des Krimispiels echt hässlich war - von den Tisch- bis 
zu den Beweiskarten alles neu gestaltet und bereits ausgedruckt hatte.





Aber hilft ja nix, also neues Spiel gekauft und im nachhinein vielleicht sogar ganz glücklich darüber gewesen, 
denn ich glaube es war um Längen besser.

Erst hatte ich mir überlegt, gleich mit den Einladungen, auch die Rollen zu verteilen (ein Glück, dass ich das 
mal gelassen habe), fragte mich aber, ob das womöglich zu Unsicherheiten führen könnte (von wegen, "oje,
was muss ich da alles tun, kann ich das überhaupt?") und außerdem meinte mein Töchterlein, dass ihre
Freundinnen dann bestimmt untereinander spingsen. 

Ich überlegte mir, stattdessen selbst eine kleine "Verkleidungskiste" herzurichten und die Rollen erst 
beim Krimidinner selbst zu verteilen. Doch glücklicherweise entdeckte ich zwei Tage vorher (beim 
Durchlesen meines Gastgeberheftchens), dass es für dieses Spiel auch Links mit den entsprechenden Rollenvorstellungen, Bekanntmachung der anderen Charaktere und Verkleidungstipps gab
und so wurden diese Hinweise doch noch vorher veschickt.




Und ich bin so froh darüber, denn die meisten Mädchen hatten sich großartig verkleidet 
und es war eine echte Freude ihnen die Tür zu öffnen!




Dann ging es los. 
Die Mädchen fanden sich zuerst unterschiedlich gut in ihre Rollen und in die Situation ein 
(manchen möchte man fast eine Schauspielkarriere ans Herz legen ;-)) Von Runde zu Runde wurde 
es besser und lustiger und ich glaube, es hat wirklich allen gut gefallen. 

Ich selbst saß mit am Tisch, gab hin und wieder Hinweise heraus oder läutete die nächste Runde ein und durfte - nachdem ein Gast für ein Weilchen weg musste - selbst in eine Rolle schlüpfen. Hat wirklich Spaß gemacht und ich war fast ein wenig enttäuscht, als das Mädchen wieder zurückkam und ich die Rolle wieder hergeben musste.




Als "Dinner" (in unserem Fall eigentlich Lunch) hatte ich mir ein Menue ausgesucht, welches gut 
vorzubereiten ist und allen schmeckt. Es gab vorneweg Bruschetta, als Hauptspeise Spaghetti 
mit Bolognese bzw. Tomatensauce und als Nachtisch noch Vanille- und Schokopudding. Mochten alle. 

Stilgerecht wurde es von unserem "Charles" (meinem Mann) serviert. 
(Den Namen 'Charles' behielt mein Mann dann die ganze Party über ;-))




Da meine Tochter  - trotz des Krimis - unbedingt noch "draussen was unternehmen wollte", gab es 
im Anschluss noch eine Rallye durch unseren Ort (mit zerschnittenen Fotos, die man zusammenpuzzlen musste, 
um Orte zu finden, mit GPS-Daten als Hilfe, Zusatzaufgaben wie spezielle Fotomotive oder ein gefilmtes Geburtstagsständchen von Fremden und noch einigen "Quizfragen". Erstmalig alles von meinem Mann ausgearbeitet (ich glaube er war sehr erstaunt, wieviel Arbeit das macht ;-)). 




Nach der Rallye stürzten sich die Mädchen dann erst übers Kuchenbuffet (war in kürzester Zeit leer), 
bevor sie sich in ihre "Chill-Ecke" lümmelten und Spiele wir Wahrheit und Pflicht und dergleichen spielten 
(und dabei alle Chips und Wassermelonenvorräte auffutterten). 

Obwohl es bereits unsere zeitlich mit Abstand längste Feier war, gab es noch eine Verlängerung oben drauf. 
Und mit Minipizzen und Bowle ging schließlich ein wirklich wunderschöner Tag mit herrlichem Wetter zu Ende.


Eine Stunde waren die Kinder draussen unterwegs, aber ich habe es natürlich nicht geschafft...


... (weil gemütlich am Sofa) Fotos zu machen. Nur schnelle Handyfotos in der Küche waren drin


Nach der Hälfte des Geburtstags habe ich leider - wie jedes Mal -  vergessen Fotos zu machen. 
Wann wird aus mir endlich mal eine anständige Bloggerin? ;-)))




So, nun haben wir fast ein Jahr Verschnaufpause, bevor die nächste Kinderparty ansteht.
Mal sehen, was uns dann einfällt...


Feierfreudige Dienstagsgrüße
Jutta


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