25. September 2018

Wunderbare Herbstzeit und wie ich doch noch zu Kastanien kam

Ich habe hier ja schon viel herumgejammert. Dass ich im Herbst - in meinem heißgeliebten Herbst - hier weder Kastanien noch Hagebutten finde. Dass letztes Jahr die einzige Kastanienhoffnung, ein riesiger Baum im Ort,
auch noch gefällt wurde und überhaupt und tralala.





Dazu die vielen Kastanienfotos auf Blogs und IG. 
Kein Wunder also, dass es soweit kommen musste. 
Jutta der Kinderschreck!

Vor einigen Tagen war es wieder soweit. Tatort: Schulhof. Wiederholungstäterin: Jutta unter dem Kastanienbaum. Ich wartete auf meine Kinder, suchte erst das Gebüsch, dann den Boden ab und - hey zwei Kastanien, ich war schon glücklich, da sah ich nach oben. Provozierend, möchte ich sagen, hingen sie da. Komplett offen, bereit jede Sekunde herunter zu fallen. Es war als ob man einen Braten vor einen Verhungernden stellt.

Und als meine Kinder endlich da waren, schnappte ich mir ich die Jacke meines Kleinen und warf sie mehrmals
nach oben. Bestimmt 4 pralle Kastanien fielen herunter (die Jacke blieb dafür oben...). Und dann kam glücklicherweise ein Bekannter und verriet mir eine  Kastanienquelle, nämlich eine Kastanienallee!!! 




Ich bin übrigens die einzige Erwachsene, die sich am Baum zu schaffen macht, wahrscheinlich tuschelt man
schon über mich. Ach was, bestimmt denkt man ich mache das für die Kinder. Höhöhö, allerdings musste
ich auch Kastanien an meine beiden abgeben, aber - bleibt ja in der Familie!




Jedenfalls machten meine Tochter und ich uns am nächsten Tag mit den Rädern auf - zur Mission Kastanien.
Die Freude war groß, als wir den beschrieben Ort fanden, aber Kastanien sahen wir erstmal nicht (stattdessen Brennesseln, die man beim Radfahren streifte). Endlich fanden wir eine und nach ein bißchen "wir werfen
den Stecken etwa 100 mal in den Baum", hatten wir auch ausreichend Beute.
Vor lauter Kastanieneifer hätte ich fast noch den benachbarten Hagebuttenstrauch übersehen. Tsts.




Auf der Heimfahrt - wir beide glückselig lächelnd - fanden wir dann die Kastanienallee.
Leider haben alle Bäume eine Krankheit und waren deshalb wenig bestückt und wie das so ist, wir waren
natürlich auch nicht die einzigen Kastaniensammler. Aber es tut gut so einen "Geheimtipp" zu kennen und der kleine Radausflug mit meiner Tochter - bei bestem (Sommer-) Wetter -  war ohnehin wunderschön.
Sollten wir häufiger machen. 




Meine Tochter verschönerte gleich ihren Platz ;-)
Und ich musste ständig eine Kastanie in die Hand nehmen.
Kennt ihr das?


Wer sich nun übrigens über diesen Post wundert, ja, die Kastaniengeschichte liegt schon wieder
ein Weilchen zurück. Ich hatte glatt das Veröffentlichen vergessen ;-))
Und mittlerweile habe ich sogar noch Kastanien-Nachschub von meinem Vater bekommen!


Kastanienglückliche Grüße
Jutta



Kommentare:

  1. Liebe Jutta,
    schön, dass ich dich wiedergefunden habe.

    Kastanien, Hagebutten usw. haben wir hier in Hülle und Fülle. Man muß sich nur bücken.
    Ich mag Kastanien und du hast sie sehr schön in Szene gesetzt und auch die Hagebutten.

    Mir ging es mit Stöckchenwerfen bei den Lärchenzapfen so, die hängen oben und ich werfe und nix kommt runter.

    Da war ich froh, dass ich einfach so und zufällig im Wald doch noch wunderschöne ganz lange Zweige gefunden habe.

    Liebe Grüße Eva

    AntwortenLöschen
  2. Ich habe mir dich direkt auf dem Schulhof vorgestellt, wie du dich mit der Jacke bemüht hast ( der Schulhof bzw. die Kastanie war natürlich in meiner Fantasie der meiner vorletzten Schule ). Mein Griemeln kannst du dir sicher vorstellen.-
    Die geringe Kastanienzahl liegt sicher auch daran, dass die Früchte wegen der Trockenheit schon seit Wochen abgeworfen wurden bzw. hier bei uns immer wieder von den grünen Halsbandsittichen "geerntet" wurden, bevor der Herbst begonnen hat.-
    Schöne Fotos!
    LG
    Astrid

    AntwortenLöschen
  3. Hier bei uns hat der Sturm den Kastaniensammlern geholfen. Natürlich habe ich mich auch gebückt... Bei Deiner schönen Geschichte musste ich sooo schmunzeln, weil sie mich an etwas erinnerte. Als meine Kinder etwas jünger als deine beiden war, zog ich mit dem Einkaufskarren zum Markt. Der würde bestimmt voll mit dem Einkauf für eine 5-köpfige Familie. Doch zwischen dem Markt und meinem Auto befand sich ein Park voller Kastanienbäume. Du weißt was geschah, gell? Bevor ich den Markt erreichte, war mein Karren voll. Und am nächsten Tag hatte ich fürchterliches Rückenweh. Also lieber bescheiden bleiben und sich an weniger Kastanien freuen.
    Liebe Grüße
    Andrea

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Jutta,
    Deine Geschichte ist zum Schmunzeln schön.
    In Bad Hersfeld (Osthessen) wird im Oktober das Lullusfest gefeiert, 7 Tage lang brennt dort Tag und Nacht auf dem Marktplatz ein riesiges Feuer, es ist Brauch, dass Kinder Kastanien in die lodernde Glut werfen, das knackt so schön ;-), meine Jungs liebten das damals und sammelten eimerweise Kastanien.
    viele Grüße
    Margot

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Jutta,
    du bist ja echt ein (genauso) verrücktes Huhn (wie ich ;o).
    Na klar kenn ich das, wenn frau immer eine Kastanie in die Hand nehmen muss - und wußte schon immer, dass ich ganz sicher nach den Kindern aus dem Kastaniensammelalter heraus komme. Und so ist es auch. Die 2 sind längst erwachsen, finden Mama manchmal peinlich. Und ich: bücke mich immer noch nach diesen glänzend- braunen Zauberkugeln 🖤
    Kollegialer
    Claudiagruß
    P. S. Gehst du eigentlich gern Laterne?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hach, du bist mir so sympathisch!! Ich glaube bei mir wird das Sammeln auch nie aufhören (okay, körperlich sind vielleicht irgendwann Grenzen gesetzt).
      Laternenumzüge finde ich nur in meiner Vorstellung schön. So "in echt" finde ich die doch recht ernüchternd. Gehört allerdings schon der Vergangenheit an, weil es die bei uns nur im Kiga gibt. Gehst du noch? Ohne Kinder? ;-))
      Liebe Grüße
      Jutta

      Löschen
  6. ...schöne Herbstbilder, liebe Jutta,
    und eine große Menge Kastanien hast du ja nun gefunden...unterhaltsam beschrieben,

    liebe Grüße
    Birgitt

    AntwortenLöschen
  7. Aber natürlich verstehe ich Dich, Jutta. Meinst Du, mir würde es anders gehen.. lach!? Nee.. Walnüsse, Kastanien.. alles muss mit nach Hause ;) Leider gibt es bei uns in diesem Jahr ob der Trockenheit ganz wenig Beute. Dennoch konnten wir basteln - aber das hast Du ja schon gelesen ;) Euch eine wunderschöne Herbstzeit. Drücker, Nicole (die sich über einen Post von Dir wie Bolle freut!)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich habe allerdings jemanden kennengelernt, der noch schlimmer ist. Der Freund meines Kleinen. Der macht das nämlich alles in Zeitlupe. Puh... da kann so ein Weg schon dauern...
      Setz mich nicht so unter Druck!! Ich bin am Überlegen das Bloggen zu beenden und nun willst du Worte des Monats und mehr ;-))
      Liebe Grüße
      Jutta

      Löschen
    2. Wirklich? Du überlegst aufzuhören, Jutta?! Oh.. nein!! Wir entwickeln uns in falsche Richtungen. Ich überlege Insta aufzugeben.. mich macht die Schnelligkeit fertig. Kaum hat man ein Herzchen gegeben, ist schon das nächste dran.. seufz!

      Löschen
  8. Natürlich wirfst du nur wegen der Kinder Jacken in Kastanienbäume :-)))).
    Da freue ich mich für dich, dass du nun endlich deine lang ersehnten Kastanienbäume gefunden hast und gleich so schöne Bilder daraus wurden.
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen

Mit der Nutzung dieses Kommentarformulars wird vom Nutzer bestätigt, dass er mit der Speicherung und Verarbeitung seiner Daten einverstanden ist, und dass ihm die Datenschutzerklärung dieser Seite bekannt ist und er dieser zustimmt.
Für die Kommentarfunktion auf dieser Seite werden neben dem Kommentar auch Angaben zum Zeitpunkt der Erstellung des Kommentars, die E-Mail-Adresse und der Nutzername gespeichert.
Die Kommentarfunktion von Google speichert die IP-Adressen der Nutzer, die Kommentare verfassen. Da die Kommentare auf dieser Seite vor der Freischaltung nicht geprüft werden, benötigen wir diese Daten, um im Falle von Rechtsverletzungen wie Beleidigungen oder Propaganda gegen den Verfasser vorgehen zu können.