13. Oktober 2018

Freitagsblümchen und Sonntagssüß - am Samstag

Heute gibt's mal wieder Blümchen bei mir, denn ich konnte tatsächlich noch Dahlien am Markt ergattern.
Die allerletzten im Eimer. Überhaupt war das ein wunderschöner Markttag. Die Sonne schien (natürlich) und
der Markt lag eingebettet zwischen großen, bunten, sich verfärbenden Bäumen. Ich hatte sogar das Gefühl,
dass alle Leute, die an diesem kleinen Markt einkauften oder an den aufgestellten Stühlen und Tischen
Kaffee tranken, guter Laune waren.





Eigentlich war ich ja gar nicht wegen der Blumen gekommen, sondern weil ich vom leckeren
Ziegenkäsestand kaufen wollte. Doch Pech gehabt,  "meine" Käserei war diesmal gar nicht da.




Ergänzt habe ich die Dahlien dann Zuhause mit Felsenbirne aus dem Garten.
Die ist momentan eine echte Augenweide und ich liebe sie sehr (wie man unschwer an ihren
vielen Auftritten auf IG erkennen kann ;-))

Ich kann diesen Strauch wirklich uneingeschränkt empfehlen.
 Schöne Blüten im Frühjahr, leckere Beeren im Sommer und ein bombastisch gefärbtes Laub im Herbst!




Und weil wir es uns momentan - trotz Goldenen-Oktober-Wetters - Zuhause gerne so richtig kuschelig machen 
und eine kleine süße Sünde einfach so gut dazupasst, gab es gleich zwei Naschereien bei uns. 
Feine Herbstkekse (die man auch so gut beim Schmökern naschen kann)




und Schokoladenmuffins, die zwar von einem Fuchs bewacht wurden,
der aber netterweise zahm war und sogar bereit gegessen zu werden.




Ja, wir genießen diesen besonderen Herbst sehr!

Und übrigens, mein Frauenmantel beginnt wieder zu blühen. 
Womöglich kehrt der Sommer zurück??!


Herbstliche Wonnegrüße
Jutta





1. Oktober 2018

Moment mal...

Minikleiner Monatsrückblick




 

Gesehen: Das Theaterstück "Die Känguru-Chroniken" (von Marc-Uwe Kling). Ich kannte die Hörbücher (die mich begeisterten), 
konnte mir das ganze als Theaterstück aber nur schwer vorstellen. Und tatsächlich, ich brauchte auch ein wenig, um reinzukommen, 
aber dann fand ich die Vorstellung richtig gut. 
Und diesen Fernsehfilm. Fand ich auch ganz unterhaltsam.

Gehört: Richtig gute Musik auf einer Party neulich. Und man konnte sogar prima drauf tanzen.

Gelesen: Hauptsächlich noch "Unterleuten" (wie im letzten Monat - ist ja auch irre dick das Buch) und Schreiber vs. Schneider "Mein Leben als Paar". Leicht, lustig und unterhaltsam. Und nun bin ich gerade bei Horst Evers "Wäre ich du, würde ich mich lieben".

Gegessen: Natürlich Kürbis in allen möglichen Variationen. Und jede Menge Kuchen zwecks Obstverarbeitung (gute Ausrede).

Getrunken: Earl Grey. Süß und mit Milch. Und irgendwie ziemlich viel Kaffee.

Geärgert: Über die leicht verschnupfte Nase. Meinen Hals merke ich auch schon wieder und die Hände sind kratzetrocken. 
Aber so richtig nur über meinen Laptop. Er ist erneut und zum wiederholten Male kaputt und zwar so richtig (deswegen gibt es 
diesen Monat auch weniger Fotos, denn auf die meisten habe ich keinen Zugriff).

Gefreut: Über die üppige Sonne. So ein herrlicher Herbst. Und über ein tolles Päckchen von Claudia.

Gelacht: Über meinen Friseur.

Getan: Wieder den Wecker gestellt (auf viel zu früh), grrrr. Und gesammelt und geerntet.
Und - endlich mal Churros gegessen. Die wollte ich schon lange mal probieren und endlich haben sie mal meine Wege gekreuzt. 
Lecker!! Fand (leider) auch meine ganze Familie. Zack, waren sie auch schon wieder weg.

Geschmunzelt: Als ich in diesem Post von den Zahlencode-Schlössern in Paris berichtete, schrieb Wolfgang in einem Kommentar: "Was machen die, wenn der Strom ausfällt?" Ich dachte mir: "Hm, ja stimmt, blöde, aber mal ehrlich, wann fällt heutzutage schon der Strom aus." Und prompt - eine Woche später war er bei uns weg (ist seit Jahrzehnten nicht mehr passiert). Lustigerweise sind alle Nachbarn raus auf die Straße gegangen, um herauszufinden, wenn es noch betrifft. Und dann gab es Gespräche wie: "Oje, hoffentlich hat die andere Seite des Ortes Strom, wir haben dort gerade Pizza bestellt". "Na toll, ich habe gerade Würstchen am Herd gebrutzelt..." "Ein Glück, dass ich noch einkaufen war, ich werde kalt essen". Netterweise war der Strom etwa 40 Minuten später wieder da und netterweise hatte die andere Seite des Ortes nicht unter Stromausfall gelitten - das mit der Pizza waren nämlich wir. 
Meine Kinder waren übrigens einigermaßen geschockt. Was haben die Menschen nur früher ohne Strom gemacht???
Aber auch für mich war es ungewohnt. Es fing nämlich gerade das Dämmern an und bei Kerzenlicht konnte ich kaum lesen. Ach naja, 
schau ich eben fern, dachte ich mir, Ach nein geht ja nicht. Ach, dann machen wir es uns nachher alle vier im Bett gemütlich und hören ein Hörbuch - ach, geht ja auch nicht...

Gewundert: Warum der Keller nicht leerer wird, obwohl ich soviel ausgemistet habe. 

Gedacht: Ich kann kaum glauben, dass wir bis Mitte September Ferien hatten. Es kommt mir vor als wäre das Monate her (obwohl ich mit bei den neuen Stundenplänen und den geänderten Hobbyzeiten immer noch ins Trudeln komme).

Geseufzt: Über pubertäre Wutausbrüche. Ob ich mich daran jemals gewöhne?

Geplant: Langfristig Ordnung schaffen (ich brauche mehr Stauraum!).

Gekauft: Na eine Kommode (=Stauraum), klar.

Geklickt: Senfgelbe Jacken, aber Menno, mir steht senfgelb einfach nicht! (wird jetzt eben die Einrichtung eingesenft!!)






Verspätete Septembergrüße
(Ein Tag Verspätung ist kein Tag Verspätung, oder?
Jutta



25. September 2018

Wunderbare Herbstzeit und wie ich doch noch zu Kastanien kam

Ich habe hier ja schon viel herumgejammert. Dass ich im Herbst - in meinem heißgeliebten Herbst - hier weder Kastanien noch Hagebutten finde. Dass letztes Jahr die einzige Kastanienhoffnung, ein riesiger Baum im Ort,
auch noch gefällt wurde und überhaupt und tralala.





Dazu die vielen Kastanienfotos auf Blogs und IG. 
Kein Wunder also, dass es soweit kommen musste. 
Jutta der Kinderschreck!

Vor einigen Tagen war es wieder soweit. Tatort: Schulhof. Wiederholungstäterin: Jutta unter dem Kastanienbaum. Ich wartete auf meine Kinder, suchte erst das Gebüsch, dann den Boden ab und - hey zwei Kastanien, ich war schon glücklich, da sah ich nach oben. Provozierend, möchte ich sagen, hingen sie da. Komplett offen, bereit jede Sekunde herunter zu fallen. Es war als ob man einen Braten vor einen Verhungernden stellt.

Und als meine Kinder endlich da waren, schnappte ich mir ich die Jacke meines Kleinen und warf sie mehrmals
nach oben. Bestimmt 4 pralle Kastanien fielen herunter (die Jacke blieb dafür oben...). Und dann kam glücklicherweise ein Bekannter und verriet mir eine  Kastanienquelle, nämlich eine Kastanienallee!!! 




Ich bin übrigens die einzige Erwachsene, die sich am Baum zu schaffen macht, wahrscheinlich tuschelt man
schon über mich. Ach was, bestimmt denkt man ich mache das für die Kinder. Höhöhö, allerdings musste
ich auch Kastanien an meine beiden abgeben, aber - bleibt ja in der Familie!




Jedenfalls machten meine Tochter und ich uns am nächsten Tag mit den Rädern auf - zur Mission Kastanien.
Die Freude war groß, als wir den beschrieben Ort fanden, aber Kastanien sahen wir erstmal nicht (stattdessen Brennesseln, die man beim Radfahren streifte). Endlich fanden wir eine und nach ein bißchen "wir werfen
den Stecken etwa 100 mal in den Baum", hatten wir auch ausreichend Beute.
Vor lauter Kastanieneifer hätte ich fast noch den benachbarten Hagebuttenstrauch übersehen. Tsts.




Auf der Heimfahrt - wir beide glückselig lächelnd - fanden wir dann die Kastanienallee.
Leider haben alle Bäume eine Krankheit und waren deshalb wenig bestückt und wie das so ist, wir waren
natürlich auch nicht die einzigen Kastaniensammler. Aber es tut gut so einen "Geheimtipp" zu kennen und der kleine Radausflug mit meiner Tochter - bei bestem (Sommer-) Wetter -  war ohnehin wunderschön.
Sollten wir häufiger machen. 




Meine Tochter verschönerte gleich ihren Platz ;-)
Und ich musste ständig eine Kastanie in die Hand nehmen.
Kennt ihr das?


Wer sich nun übrigens über diesen Post wundert, ja, die Kastaniengeschichte liegt schon wieder
ein Weilchen zurück. Ich hatte glatt das Veröffentlichen vergessen ;-))
Und mittlerweile habe ich sogar noch Kastanien-Nachschub von meinem Vater bekommen!


Kastanienglückliche Grüße
Jutta



11. September 2018

Herbstkranz aus Heidekraut

Heute gibt es ein kleines Herbst-DIY bei mir, nämlich einen Kranz aus Heidekraut.
Wie schon oft erwähnt, liebe ich Kränze aller Art, nur habe ich oft keine Lust einen Kranz anzufertigen,
wenn er nach wenigen Tagen ohnehin wieder verblüht ist. Zumindest nicht ohne Anlass.





Anlass genug war allerdings der Geburtstag meiner Mutter - letztes Jahr!
Ich bastelte für sie einen schönen Kranz aus Heidekraut, rechnete allerdings damit, dass er nach wenigen 
Tagen ausgedient hätte. Um so erstaunter war ich, dass er auch nach Wochen noch am großen Spiegel hing 
und immer noch genauso frisch und schön aussah. 



 
Und als ich vor kurzem mal wieder meine Eltern besuchte und der Kranz immer noch in voller Pracht erstrahlte, beschloss ich spontan mir auch einen zu binden. Von Kurzlebigkeit kann hier schließlich keine Rede sein!




Man braucht dazu lediglich zwei Töpfchen Erika, eine Ring, Gartenschere 
und Draht und schon kann man loslegen. Geht ratzfatz und macht wirklich Freude.




Diesmal habe ich noch ein Miniväschen mit wildem Wein dazugehängt. 
Mal sehen, was ich noch alles für die kleine Vase finde.


Grüße zwischen Herbst-und-Sommer
Jutta



Verlinkt mit Creadienstag



7. September 2018

Paris, Paris

Paris du schöne Stadt. Wie lange habe ich mich nicht um dich gekümmert.

Das erste (und längste) Mal war ich mit 15 in Paris. Zusammen mit meiner drei Jahre älteren Schwester hatten wir uns für 4 oder 5 Tage in ein Jugendhotel eingemietet und von morgens bis abends - zumeist laufend - die Stadt erkundet. Abends fielen wir dann todmüde und völlig k.o. ins Bett und am nächsten Morgen ging es erneut los.



Ich liebe solche Häuser!


Etwa ein halbes Jahr später verbrachte ich mit zwei Schulfreundinnen (wir waren auf dem Weg zu unseren Schüleraustauschfamilien und kamen morgens ins Paris an und abends ging es erst weiter) noch einen Tag in der Stadt der Liebe (ich kannte mich nun ja aus und führte sie herum) und dann machte ich Jahrzehnte später mit meinem Mann einen kurzen Zwischenstopp in Paris. Wir besuchten Freunde in deren Ferienwohnung, fuhren am nächsten Tag zusammen auf den Eiffelturm und dann direkt wieder weiter. Das war's.






Nach den ganzen Anschlägen (in Frankreich) war mir dann eigentlich auch erstmal gar nicht mehr nach europäischen Hauptstädten. Doch irgendwie kamen wir im Frühjahr auf die Idee mir unseren Kindern
einige Tage in Paris zu verbringen. Und im August war es dann soweit.



Tolle Grünanlage direkt neben Notre-Dame



Ja und dann kamen wir in Paris an und meine beiden Vorstadtkinder waren gänzlich überfordert. 
So viele Menschen, die Hektik und dann noch ein so schwer zugängliches Appartment (wir brauchten tatsächlich mehrer Anläufe und jedes Familienmitglied, bis wir die beiden Zahlencode-Schlösser mit jeweils hakendenden Türen im Flur (eine musste man kräftig ziehen, die andere fast eintreten) und das launische Türschloss zwei Etagen höher offen hatten. Ich persönlich frage mich ja wie das mit den Codeschlössern gehandhabt wird, denn es gibt gar keine Klingeln mehr. Also kennt man die Mobilnummer nicht, sieht es schlecht aus mit einem Besuch, oder? 

Jedenfalls führte das dazu, dass meinen Kindern auch das Haus ein wenig unheimlich war. Und dann brachten wir auch noch unser Auto in ein Parkhaus und landeten somit in einem Viertel, in dem wir tatsächlich die allereinzigen Hellhäutigen waren. Zumindest bis wir an die Metrostation kamen, da standen dann nämlich etliche "sehr gut ausgestattetete" Polizisten herum. Da fühlte auch ich mich unbehaglich und fragte mich insgeheim nach dem Grund ihres Erscheinens. Jedenfalls sorgte das alles nicht gerade für ein heimeliges Gefühl bei meinen beiden Süßen 
und sie fragten schon, wann wir endlich nach Südfrankreich weiterfahren würden.


Dieses Unbehagen hat sich dann aber nach dem typischen Sightseeing-Programm glücklicherweise schnell gegeben.




Wenn ich allerdings bedenke, dass ich "damals" noch einfach unter dem Eiffelturm herumspaziert bin, nun alles komplett abgeriegelt ist und man erst nach zwei Kontrollen nach oben darf, hat sich schon viel geändert. Schade. Überhaupt war der Anblick von schwer bewaffneten Polizisten (in ganz Frankreich, nicht nur in Paris) sehr fremd und gewöhnungsbedürftig und löste bei mir häufig beklemmende Gefühle aus.



 
Was ich - neben den Gebäuden, den Sehenswürdigkeiten und den tollen Ausblicken - genossen habe, war die Weite, die großen Plätze, die breiten Straßen, das viele Grün. Und es hat mir tatsächlich richtig gut gefallen, mal wieder mitten in der Stadt zu wohnen. Aus dem Fenster zu schauen und Menschen zu sehen. Sie ein bißchen zu beobachten und sich zu überlegen wohin sie wohl gerade eilen während ich auf meinen Mann wartete, 
der gerade unser (Hochzeitstag-) Frühstück besorgte. Oder die zwei Frauen gegenüber am Balkon, 
die dort wild gestikulierend ihren Abend verbrachten. 
Ja, so ein Stadtleben hat schon was.





Ich glaube ich habe erst beim Paris-Besuch bemerkt, wie sehr ich diese Stadt mag und 
wie gut mir so ein Großstadtbesuch mal wieder getan hat.
Ja, ich habe richtig Lust bekommen, zukünftig wieder mehr Metropolen zu besuchen.  




Die Zeit verging jedenfalls viel zu schnell. Ich hätte noch so viel sehen und einfach ein 
bißchen herumspazieren wollen. Das Flair der Stadt genießen.
Von den fehlenden Cafébesuchen mal ganz abgesehen.


 


Und dann ist mir ja noch was passiert. In der Stadt der Liebe wurde ich tatsächlich angebaggert
- ich weiß gar nicht wann mir das zum letzten Mal passiert ist - ;-))
Ich saß gerade auf den Treppen vor Sacré-Coeur, genoss in bester Laune mein eisgekühltes Bier in der Hand und beobachtete die Darbietung eines gutgebauten Fußballspielers (der sich unter anderem die Straßenlaterne - den Ball kickend - hochzog), während meine Lieben den Turm der Basilika bestiegen. Da kam es zu einem Annäherungsversuch. Dem Alter des Jünglings nach, schätze ich allerdings, dass er es eher auf mein Portemonnaie oder ähnliches abgesehen hatte (#malimmerschönrealistischbleiben), von wegen... Stadt der Liebe und so...pfh.


Salut et à bientot (ohne Akzent, hab keine Ahnung wo ich diese Sonderzeichen finde)
Jutta




5. September 2018

Moment mal...

Minikleiner Monatsrückblick

 

Jaja, ein bißchen spät diesmal. Aber ihr müsst nachsichtig sein, der August war bei uns ein kompletter Ferienmonat 
und es ist gar nicht so leicht, wieder in den "normalen Trott" zu kommen.
Aber für Nicole, habe ich mich nun endlich aufgerafft! ;-))




 



Gesehen: Einen Film über Depeche Mode von 1988. Himmel, waren das damals noch Bubis (empfand man allerdings ganz anders, 
die waren doch cool und erwachsen). Ich hatte ganz vergessen wie gut ich die Musik finde (zumindest die alte, die neuen Songs 
kenne ich gar nicht).
Und eine Picasso- (und Picabia)-Ausstellung. Über die sind wir zufällig im Frankreichurlaub gestolpert und die ganze Familie war direkt 
bereit sich die anzusehen. Toll.Toll war auch der deutschsprechende Aufseher. Als er bemerkte, dass wir Deutsche sind, gesellte er sich 
zu meiner Tochter und erzählte ihr allerhand über die Maler und Bilder.

Gehört: Nach dem Depeche Mode-Film habe ich ein wenig in der musikalischen Vergangenheit gekramt und bin dabei auf Peter Gabriel gestoßen. Diesen Song hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, aber irgendwie hat er mich berührt (oder war es diese intensive 
Umarmung im Video?).

Gelesen: "Nullzeit" von Juli Zeh. Das zweite Buch von ihr, dass mir richtig gut gefiel. Von dieser Autorin brauche ich unbedingt noch mehr Lesestoff (Empfehlungen?)! Dann noch "Herr Müller, die verrückte Katze und Gott" von Ewald Arenz. Mal wieder starkes Kontrastprogramm.
Und dann bin ich direkt wieder zu Juli Zeh zurückgekehrt. Zu "Unterleuten".

Gegessen: Zuhause viele Sandwiches mit gehobelter Karotte, im Urlaub jede Menge Pain au Chocolat.

Getrunken: Wahre Unmengen an Café Frappé, Kaffee und eisgekühltem Mineralwasser.
Und eine kleine Flasche eisgekühltes, völlig überteuertes Bier auf den Stufen des Montmartre, welches aber tatsächlich jeden Cent wert war!

Geärgert: Über Regen und Stau auf der Heimfahrt. Und über die Rückenprobleme, die ich aufgrund der langen Fahrt bekommen habe.

Gefreut: Über meine beiden Kinder. Auch wenn sie beim Losfahren häufiger maulig waren (und wohl lieber mehrere komplette Pooltage gehabt hätten), waren sie dann beim Besichtigen der Städte, Museen oder Sehenswürdigkeiten immer volll dabei. Und ich war erstaunt wie lange sie interessiert den Audioguides zuhörten. Ich war sogar ein wenig stolz.

Geschmunzelt: In ganz Paris gibt es ja Straßenverkäufer. Oder sagen wir gab es, nämlich genau bis zu dem Zeitpunkt, als meine Kinder 
bei jenen etwas kaufen wollten. Dann war kein einziger mehr zu sehen. Und als wir am nächsten Tag vor der Weiterfahrt extra nochmal zum Montmartre fuhren, damit die Kinder die Mitbringsel für ihre Freunde kaufen konnten, war überall Polizei und somit natürlich kein einziger Verkäufer zu entdecken (noch nie war ich so verägert, Polizisten zu sehen ;-))

Getan: Ausgeschlafen, entspannt, besichtigt, gelesen, geschwommen, meine Kinder genossen und mich von ihnen nerven lassen.

Gelächelt: Weil jeder noch so kleine Regenguss plötzlich bei Insta gepostet wurde und sich alle Welt über grauen Himmel und Nass von oben freute (verrückte Welt - in doppelter Hinsicht).
Und über die empfohlenen Sehenswürdigkeiten der unterschiedlichen Orte im Urlaub. In der einen Stadt gab es hauptsächlich Plätze und Brunnen zu besichtigen, in einem kleineren Ort ausschließlich - etwa 10 - Wasserräder.

Gewundert: Über diesen Sommer. Temperaturen über 40 Grad kennt man sonst nur aus (viel zu heißen) Urlaubsregionen.

Gedacht: War richtig schön, mal wieder etwas Großstadtflair zu erleben. Aber dazu gibt es noch einen gesonderten Post.

Geseufzt: Über die Mückenplage im Urlaub. Netterweise "nur" in der Dämmerung, aber das hat gereicht!

Geplant: Einen bunten Herbst. Kulinarisch und einrichtungstechnisch.
Und ein paar mehr Posts (okay, das dürfte nicht allzu schwierig werden ;-))

Gekauft: Ein kleines Keramikschälchen für Fleur de Sel und als Erinnerung an eine schöne Zeit.

Geklickt: Wesentlich weniger als sonst.







(Fast-noch-)Augustgrüße
Jutta





29. Juli 2018

Moment mal...

Minikleiner Monatsrückblick

 

 





Gesehen: Eine interessante Reportage über den Amoklauf in München. Genauer, über die Panik die in der ganzen Stadt entstand. 
Ich habe mich direkt an einen Flug nach London erinnert, wo einige "Begebenheiten" auch dazu führten, dass meine Wahrnehmung 
plötzlich eine andere war. Ich war damals sehr erstaunt, als wir plangemäß in London landeten, wo ich doch ganz klar das 
Wendemanöver des Flugzeugs und die ängstlichen Gesichter der Stewardessen erkannt hatte... 
Nochmal Tschick. Den habe ich im Kino schon gesehen und finde ihn einfach klasse. Auch beim zweiten Mal.
Die Bayreuther Kinderoper haben wir - wie letztes Jahr schon - auch wieder besucht. Diesmal war der "Ring des Nibelungen" dran. Eine völlig andere Umsetzung als im vergangenen Jahr, wesentlich "erwachsener", ziemlich düster und auch zeitich länger, aber mal wieder grandios.
Und in natura noch tolle Vorführungen meiner Tochter an deren Schulsommerfest und die Zirkusvorführung meines Sohnes.

Gehört: Traditionsgemäß viel Musik beim Sommerkonzert meiner Tochter (also das Sommerkonzert ihrer Klavierlehrerin, 
nicht dass ihr denkt...)

Gelesen: "Fast ein bißchen Frühling" von Alex Capus. Ein dünnes Buch, mehr nicht. Eigentlich fand ich es nicht schlecht, 
aber so richtig gepackt hat es mich auch nicht.

Gegessen: Diverses von diversen Buffets der diversen Veranstaltungen ;-) Und jede Menge Salate und Sandwiches. 
Und genascht habe ich meine selbstgemachten Energiekugeln (und mich dabei so prima und gesund gefühlt, jaja)

Getrunken: Cafe Frappé, Mineralwasser und Buttermilch (finde ich übrigens toll bei Hitze).

Geärgert: Über den Buchsbaumzünsler, der blöderweise den Weg in unseren Garten gefunden hat. Drei sehr große Buchsbüsche haben den widerlichen Raupen gut geschmeckt. Und über eine Mutter, die mein Kind ohne Sitzerhöhung herumgefahren hat, obwohl ich extra eine mitgegeben hatte.

Gefreut: Über die Rückkehr meiner Tochter vom Schullandheim (und jetzt verlässt sie mich bald schon wieder, hach).

Geschmunzelt: Als der Freund meines Kleinen, der ihn jeden Morgen zur Schule abholt, meinem Sohn eine Feuerwanze mitgebracht hat 
(weil dieser am Tag zuvor ewig keine Feuerwanzen gefunden hatte - die werden hier nämlich immer mal wieder gesammelt. Und zum Unverständnis meiner Kinder dürfen die NICHT im Haus wohnen).

Getan: Fußball gespielt (und es schön gefunden!!). Beim Abschluss-Kinder-gegen-Eltern-Spiel meiner Tochter. Klarer Nachteil für die Erwachsenen: die Kinder kamen oft still und leise, nahezu unbemerkt von hinten angeschossen, während wir "Großen" durch unser 
Gekeuche (30 Grad!) immer deutlich zu hören waren.

Gelächelt: Animiert durch die Kirchweih im Ort, beschloss mein Kleiner Lose zu machen, um sie im Hort zu verteilen (sogar kostenlos, seine kapitalistische Phase scheint vorüber zu sein) und dazu - als Preise - nahezu seinen gesamten Süßkram mitzunehmen. 
Puh, endlich wird das Zeugs weniger!

Gewundert: Über zwei laute "Explosionsgeräusche", die sich im nachhinein (durch Lesen der Zeitung) als zwei Eurofighter herausstellten, welche die Schallmauer durchbrachen, um ein Flugzeug ohne Funkverbindung zu kontrollieren. Erstaunlicherweise hatte auch meine Mutter, die 40 km weit weg wohnt, dieses Knallen gehört. Tja, man lernt nie aus.

Gedacht: Ist es nicht paradox, dass Wäsche, die in eine Pfütze flüssigen Waschmittels fällt, wieder schmutzig ist? 

Geseufzt: Ich werde alt, denn ich werde stark gefühlsdusselig. Bei der Zirkusshow meines Kleinen hatte ich mehrmals mit Gänsehaut und Tränenanwallungen zu kämpfen. Und noch nicht mal bei meinem Sohn selbst! So kenne ich mich gar nicht, aber ich habe tatsächlich das Gefühl das es jedes Jahr schlimmer wird.

Geplant: Vielleicht sollten wir langsam mal den Sommerurlaub buchen??? Also diesen!

Gekauft: Inhalte für die Ferientüten meiner Kinder. Die gibt es erstmalig bei uns und ich war schon sehr gespannt, wie sie ankommen. Na, klasse natürlich (obwohl direkt wieder genau verglichen wurde...)! Und Karamellwürfel bei Hema, genauer "Vanilla flavoured fudge". Böse, böse, die haben ganz schnell zu einer neuen Sucht geführt (und das "Depot" in nähe meines Schreibtischs ist auch nicht wirklich schlau gewählt). Ich werde demnächst die Lust nach Hefegebäck und die neue Sucht nach Karamellwürfel verbinden und mit Karamell gefüllte Hefe-"Boller" backen!

Geklickt: Durch ganz viele und wunderbare Urlaubsfotos und -filme. Hach, wenn man das so sieht, weiß man gar nicht wohin man sich zuerst wünschen soll.






Juligrüße
Jutta







27. Juli 2018

Friday-Flowerday

Sommerblumen sind einfach etwas herrliches, auch wenn ich aus meinem eigenen Garten
nicht viel pflücken kann und selten an Wiesen mit schönen Blümchen (manchmal auch
Unkraut genannt) vorbeikomme.





Anfang der Woche habe ich ein Gladiolenfeld besucht und einen Strauß mit völlig jutta-atypischen Farben zusammengestellt. Noch nie in meinem ganzen Leben hatte ich bei Gladiolen diese Farbzusammenstellung
(sonst nehme ich gerne lila oder lila-rot gemischt).

Und ich gucke sie immer noch ein wenig erstaunt an, wenn ich an ihnen vorbeigehe,
obwohl ich den Strauß sehr gerne mag.

Übrigens, liebe Fraualltagsbunt, meine Sonnenblume zeige ich nachher extra für dich noch auf IG. 
Die muss ich allerdings erstmal zurechtschneiden, weil die gestern aufgrund von akutem Zeitmangel 
nur herzlos im Wasserglas landeten (was sie allerdings dringend nötig hatten).





Was das Wetter anbelangt, kann ich nur sagen:
Wenn man den ganzen Tag trinkt und kaum auf die Toilette muss, ist es eindeutig zu heiß!


In diesem Sinne, sommerlich-heiße Grüße
Jutta


Verlinkt mit Holunderbluetchen




23. Juli 2018

Kindermund - Arztbesuche

Herrlich, freitags beim Kinderarzt, bei der U-irgendwas.
Bei einer der Testaufgaben wurden meinem Kleinen Sätze vorgegeben und
er musste das Ende richtig fomulieren, wie
... der Riese ist groß und der Zwerg ist... KLEIN.






Und dann kam der Satz:
Ein Zebra hat Streifen und ein Leopard hat...
... und mein Kleiner, wie aus der Pistole geschossen: Rosetten!

Die Arzthelferin sah erst ihn, dann mich mit großen Augen an.
Ich grinsend: Kann gut sein, er mag gerne Wissensbücher und CDs. 
Daraufhin googelte sie und was soll ich sagen, der Test muss wohl umgeschrieben werden.
Punkte raus, Rosetten rein ;-)))

War wirklich lustig. Ach... der Arzt gab ihm dann noch drei Sonderpunkte auf Rosetten ;-))

So macht Arztgehen Spaß. Allen.

Grinsende Grüße und einen guten Start in die Woche!
Jutta




10. Juli 2018

Blümchen und Blaubeeren

Eigentlich müsste es sogar heißen: Brombeeren, Blümchen und Blaubeeren, denn diese drei Dinge
habe ich vorgestern glücklich vom Selbstpflückfeld mitgebracht. Aber vor allem ich möchte euch heute
das Rezept meiner Blaubeermuffins verraten, die ich bereits vor einigen Tagen auf IG postete.
Die schmecken nämlich fluffig-leicht-und-lecker (und außerdem habe ich Nicole das Rezept versprochen!).





Was ich mit meiner neuen Ernte mache (außer einfach so wegnaschen), weiß ich noch gar nicht genau.
Vielleicht mal wieder meinen geliebten Blaubeer-Polentakuchen.




Aber erstmal wieder zurück zu den köstlichen Heidelbeermuffins. 
Die sind ratzfatz gemacht und richtig lecker.
Und natürlich auch für ein sommerliches Picknick geeigent!

Rezept für 12 Muffins

Zuerst wird der Teig zubereitet und der Ofen auf 170 Grad vorgeheizt.
Dann mischt ihr 125g Butter und 110g Zucker und gebt einzeln (also zwischendrin umrühren) zwei Eier hinzu.
Ist es schön vermischt, gebt ihr noch 250g Mehl, 1 TL Natron, 1 TL Backpulver, eine Prise Salz
sowie 160ml Buttermilch hinzu und rührt alles zu einem glatten Teig.

Diesen gebt ihr nun in die ausgelegten Muffinförmchen und legt nun
ca. 200g Blaubeeren darauf (am besten leicht in den Teig drücken).

Zuletzt werden noch die Streusel gemacht.
Dazu nehmt ihr 20g Butter, 15g Zucker, 50g Mehl und eine richtig gute Prise (oder drei) Salz und
vermengt das ganze zu einer krümeligen Masse, mit der ihr nun noch die Muffins bestreut.

Ab in den Ofen damit und nach etwa 15-20 Minuten sind die feinen Heidelbeer-Streusel-Muffins fertig.

Wir haben sie direkt - nur für euch - einem Bauchwehtest unterzogen und können euch versichern,
ja, man kann sie auch schon lauwarm essen! ;-)



 



Einen schönen Dienstag euch allen!

Grüße mit Backduft
Jutta



Verlinkt mit Creadienstag



3. Juli 2018

Kindermund... oder Beziehungstrends

Laut Promiklatsch geht der Trend ja ganz klar zum jüngeren Mann. Davon weiß mein Kleiner zwar (noch) nichts, handelt aber intuitiv "richtig". Oder wieso sonst verliert mein 7-Jähriger sein Herz immer an 11-Jährige
- etwa weil seine Schwester gleichaltrige Freundinnen hat?

Neulich lag er schon im Bett und plötzlich bat er mich: "Mama, mach mal Fotos von mir, für 
meine Hochzeit." Dann durfte ich ihn mit seinem heißgeliebten Kuschelhund fotografieren und er meinte: "Mama, die blendest du bei meiner Hochzeit ein." Sehr vorausschauend, dieser 7-Jährige, oder? Und dabei war er noch nicht mal auf einer Hochzeit, bei der (Kinder-)Bilder vom Brautpaar gezeigt wurden.


Und hier hat mir mein Kleiner eine Kaffeemaschine gebaut. Nett, oder?


Vielleicht ist er aber auch einfach im Liebesrausch, denn er hat sich frisch verliebt. 
Eine Schulfreundin meiner Tochter hat am Nachmittag ihrer Geburtstagsparty sein Herz erobert. 
Und gleich am nächsten Tag bastelte er für sie eine Girlande (mit den beiden Anfangsbuchstaben ihrer Namen - zufällig auch noch die gleichen) und dem Alter darauf sowie einen Ring.

Und auch für klare Verhältnisse hat er direkt gesorgt. Seiner vorherigen Liebe (ebenfalls eine Kameradin 
meiner Tochter) schrieb er am gleichen Tag noch einen Brief. Genauer, er ließ ihn schreiben, 
von der Freundin, die noch am längsten auf der Party  blieb ;-))


 


Hach mein Süßer, da muss er wohl noch ein bißchen üben...
Wobei für ihn "zweite Wahl" etwas durchaus Postitives zu sein scheint. Neulich fragte er mal wieder: 
"Mama, heiratest du mich?" Und als ich ihn daran erinnerte, dass ich doch schon verheiratet bin, meinte er: 
"Aber Mama, ich bin deine zweite Wahl, oder?" Und als ich das bejahte, war er zufrieden.

Jaja, die Liebe...

Jetzt darf er aber erstmal alle Energie in das Zirkusprojekt seiner Schule stecken, das findet nämlich diese 
Woche statt und ich freue mich schon sehr auf die Vorstellung, wo er als Feuerschlucker & Fakir auftritt.


Sonnige Grüße von der Liebesinsel
Jutta