14. November 2017

Das Feuer und ich - dreizehn Fakten

Als ich Astrids Post zum Thema Feuer gelesen habe, war ich gleich Feuer und Flamme (hahaha, Wortspiel) und mir war klar, dass ich bei dieser Linkparty mitmachen würde. Auch wenn ich - wie
ich zwischenzeitlich feststellen konnte - nahezu keine Fotos zu diesem Thema besitze (und selbst
unser geplanter Feuerkorb-Marsmallows-und-Stockbrot-Grillabend fand noch nicht statt).





1. Grundsätzlich bin ich ein echter Schisser, was Feuer anbelangt. 
Das zieht sich durch mein ganzes Leben, obwohl ich dankenswerterweise 
nie ein wirklich schlimmes Erlebnis mit diesem Element erfahren musste.

2. Es begann bereits im Kindergarten, wo ich mich lange Zeit nicht traute, ein Zündholz 
anzuzünden, geschweige denn einen Sternspeiher in die Hand zu nehmen 
(meine Tochter ist übrigens ähnlich, obwohl sie davon nichts weiß).




3. Sehr zwiespältig war für mich auch immer Silvester mit dem dazugehörigen Feuerwerk. 
Geböller mag ich grundsätzlich schon mal gar nicht (auch wenn das jetzt nicht direkt etwas 
mit Feuer zu tun hat), Böller, die nur Lärm machen, halte ich für komplett sinnlos, ja nervenaufreibend. Ich sehe mir das Feuerwerk unheimlich gerne an, aber immer mit etwas Abstand zu den "Schießenden" und gerne mit (Vor-)Dach über dem Kopf (an die Bilder und Berichte von verletzten Extremitäten, die früher am Tag danach im Fernsehen gezeigt wurden, erinnere ich mich heute noch). 

Am schlimmsten war ein Silvester in meinem Heimatort, als wir zum dortigen Aussichtsturm 
gingen, wo eine kleine Feier stattfand. Da wurde nämlich von unten und oben geschossen (mittlerweile verboten) und ich hatte Todesängste. Ähnlich schlimm war es an der Nürnberger Burg, wo es eher darum ging Passanten abzuschießen, als ein schönes Feuerwerk zu entfachen. Auch da darf mittlerweile kein Feuerwerk mehr gezündet werden. Aus gutem Grund kann ich nur sagen.




4. Als Jugendliche grillten wir einmal mit unserer Clique. Meine Freundin und ich saßen am Tisch, 
die Jungs grillten direkt daneben. Um das Feuer besser zu entfachen, kamen sie auf die glorreiche 
Idee Spiritus hineinzuschütten. Die folgende Szene hätte aus einem Lehrfilm der Feuerwehr 
stammen können, denn ein riesiger Feuerball entstand. Wären meine Freundin und ich nicht 
sicherheitshalber aufgestanden und ein paar Meter zur Seite gegangen, würde ich heute anders aussehen (wenn überhaupt). Es gibt sogar Fotos von diesem Feuer und wenn ich daran denke, 
bin ich wirklich dankbar für die Eingebung weggegangen zu sein.

5. Feuerspucker und Feuer-Vorführungen mag ich überhaupt nicht (gerne zu Feiern und Hochzeiten gebucht). Alleine die Vorstellung, diese ekligen und ungesunden Flüssigkeiten zu schlucken, finde 
ich unangenehm (obwohl ich von einer neuen gesünderen Technik gehört habe. Trotzdem brrr).




6. Einen Weihnachtsbaum mit echten Kerzen würde ich nicht aushalten (obwohl ich es grundsätzlich sehr schön finde). Freunde von uns feiern immer mit echten Kerzen und wenn wir sie zur Weihnachtszeit besuchen und die Kerzen brennen, muss ich den ganzen Abend  - völlig unentspannt - diese im Auge 
behalten, obwohl immer ein Eimer Wasser daneben steht und sie einen Fliesenboden haben.

7. Das Gartenhaus meiner Eltern (in einem Schrebergarten) brannte einmal ab. Die Ursache wurde nie genau geklärt, evtl. eine Autobatterie die (einfach so) im Haus stand. Grundsätzlich war das keine schlimme Sache, weil die Versicherung für den Schaden aufkam, aber es war doch erstaunlich wie oft man Dinge vermisste  oder an Dinge dachte, die im Haus waren und die es nun nicht mehr gab. 
Und dabei handelte es sich nur um ein Gartenhäuschen!

8. Es ärgert mich, dass ich selbst kein Feuer machen kann bzw, es noch nie ausprobiert habe. 
Als ich neulich auf einen Blogpost übers Feuermachen stieß, habe ich ihn genauestens studiert 
und in Kürze werde ich mein Glück mit unserem Feuerkorb probieren. 
Um (kleinere) Feuerstellen herumsitzen, finde ich nämlich wildromantisch.

9. Dabei fällt mir ein, dass wir als Jugendliche bei einer Freundin feierten und dabei auch um ein Feuerchen herumsaßen. Das Feuer befand sich in einem Betonring und war nicht sehr groß. 
Es ist mir bis heute ein Rätsel, wie es dazu kommen konnte, dass meine Schuhsohlen, die ich 
am Rand des Betonrings abgestellt hatte, leicht schmolzen, ohne dass ich es bemerkt hatte.




10. Große Feuer, wie Osterfeuer oder dergleichen mag ich grundsätzlich gerne, aber immer nur mit großem Abstand. Sobald allerdings Kinder um das Feuer herumtollen, ist es mit meiner Gelassenheit vorbei (und das müssen nicht mal meine eigenen sein). Meist tragen die Kinder dann auch noch 
Fleece- oder sonstwelche Polyesterjacken und dabei bin ich schon beim nächsten Punkt, den 
ich bereits bei Astrids Kommentaren angerissen habe.

11. Ich finde das Thema "Feuer und seine Gefahren" sollte in Schulen häufiger und intensiver Thema sein. Und weil ich bei Astrid schon diskutiert hatte, natürlich ist nicht alles Aufgabe der Schule, sondern Eltern sollten ihren Kindern den richtigen und ungefährlichen Umgang mit Feuer erklären. Doch das tun eben viele nicht. Weil sie an die Thematik nicht denken, sie ihnen nicht bewusst ist oder sie sich selbst nicht richtig auskennen. Da hilft es dann auch nicht, wenn ein Kinderkurs bei der Feuerwehr angeboten wird, denn diese Eltern kämen gar nicht auf die Idee solch einen Kurs zu buchen!




12. Nie werde ich den Bericht vergessen, den ich als Jugendliche gelesen habe. 
Darin ging es um eine Frau, die brannte und der man deswegen eine Kunstfaserdecke 
über den Kopf warf. Die Kunstfasern verschmolzen quasi direkt mit ihrer Haut. 
Im Ernst, solche Zusammenhänge sind vielen nicht bewusst.

13. Um jetzt auch mal was Gutes und Schönes zum Thema Feuer zu sagen. Ich liebe Kerzen und Kerzenschein und zünde - gerade zu der jetzigen Jahreszeit - gerne und viele Kerzen an. Und ich hätte gerne einen Kamin. Gegen prasselndes Kaminfeuer kommt einfach nichts an. Dabei fällt mir noch ein, dass ich bei meinem Aufenthalt in London (es war Anfang Februar) einige Kneipen fand, die einen Kamin mit offenem Feuer hatten. Das war so gemütlich, In Deutschland habe ich so etwas noch nie gesehen.


So, das waren meine Fakten zum Thema "Feuer".
Und heute scheint endlich mal wieder die Sonne bei uns!


Schöne gold-gelb-feurige Grüße
Jutta



11. November 2017

Freitagsblumen und kleine Feierei

Klar weiß ich, dass heute schon Samstag ist. Aber es handelt sich um echte Freitagsblumen,
weil sie nämlich freitags von mir verschenkt wurden ;-)






Eine Hortensie (bestimmt die letzte in diesem Jahr), ein paar Rosen und ein bißchen Grün. 
Und natürlich gab es dazu noch eine feine Torte und ein bißchen Feierei.






Abends sind wir dann mit der ganzen Familie Bowlen gegangen.
Wir haben alle Gefallen daran gefunden, seit wir am Geburtstag meiner Süßen damit begonnen
haben und gehen nun hin und wieder, die Kugel zu schwingen (und mein Kleiner hüpft auch hier -
wie bei spannenden Filmen im Kino oder im TV - immer aufgeregt auf und ab, bis er 
genau sehen kann, wieviel er abgeräumt hat. So niedlich!)





Und während ich heute leckere Weckmänner gebacken habe, war meine Tochter mit ihrer Freundin
als Kindererporterin unterwegs. Mit Nürnbergs Kinderzeitung erkundeten sie ein Warenhaus in der
Innenstadt und lernten, zusammen mit dem Geschäftsführer, einer Reporterin und dem Fotografen
allerhand Neues und Wissenswertes kennen (was auch für mich interessant war). Nächste Woche treffen sie sich nochmals und schreiben gemeinsam den Artikel. Ich finde das unglaublich
schön und spannend und fiebere nun natürlich der nächsten Ausgabe entgegen!

 
Noch einen schönen Sonntag!

Samstagabendgrüße
Jutta






2. November 2017

Seelenwärmer - Donnerstagssüppchen

Ich bekenne mich hiermit als große Suppenliebhaberin.
Aber auf keinen Fall von klaren Brühen (außer die Hühnerbrühe mit Reis meiner Mutter - die
gab's allerdings zuletzt vor ca. 25 Jahren, da meine Mutter irgendwann die "Poduktion" einstellte),
sondern so richtig dicke, sämige Suppen sollen es sein. Lecker, lecker, da bin ich sofort zu haben.
In der kalten Herbst-Winterzeit gibt es nichts Wärmenderes.





Diesmal gab es eine Kichererbsen-Blumenkohlsuppe und die haben sogar meine Kinder 
wie wild weggelöffelt. Beide! (Und dabei würden sie normalerweise weder 
Blumenkohl noch Kicherebsen anrühren!)




 
Dazu habe ich einen Blumenkohl in kleine Röschen geteilt und zusammen mit einer Dose gewaschener Kichererbsen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech gegeben. Zwei geschälte Knoblauchzehen kommen auch noch dazu. Dann wird das Gemüse zusammen mit 3 EL Olivenöl, Kreuzkümmel, Salz, Paprikapulver und Pfeffer gut vermischt und bei 190 Grad Umluft etwa 30 Minuten im Ofen geröstet.

In der Zwischenzeit werden 4 Kartoffeln geschält, in kleine Würfel geschnitten und mit 1 EL Olivenöl in einem großen Topf gut angebraten. Dann gibt man etwa 1 1/4- 1 1/2 Liter Brühe hinzu und lässt die Kartoffeln noch etwa 20 Minuten köcheln. 

Nun schüttet man die fertige Blumenkohl-Knoblauch-Kichererbsen-Mischung dazu und püriert alles zu einem feinen Süppchen. Zum Schluss verfeinert man noch mit 100 ml Sahne und schmeckt erneut ab (und gibt evtl. noch ein wenig Brühe hinzu, falls es zu dickflüssig ist).

Wer mag, nimmt vorher ein paar geröstete Kichererbsen zur Seite und garniert damit
- sowie mit Thymian und einem Klecks Sahne die Suppe in den Tellern.

Lecker und sehr nahrhaft! 




Jetzt fehlt nur noch der vorangegangene Spaziergang durch die kühle Herbstluft,
um sich mit diesem Soulfood so richtig nett aufzuwärmen.

Obwohl ich mir schon mehrmals vorgenommen habe, in meiner Mittagspause
spazieren zu gehen, hat es bisher noch nie geklappt (innerer Schweinhund und so).




Nun können die kalten Tage kommen (müssen aber nicht! ;-))

Aufgewärmte Herbstgrüße
Jutta


P.S. Nicole, erkennst du die Kastanien?



1. November 2017

Herbstferien

Ich weiß nicht was mit mir los ist, aber diese Herbstferien machen mir so dermaßen gute Laune!
Kein Wecker, (fast) keine Pläne, vor allem keine Termine, stattdessen langes Herumtrödeln im Pyjama.
Das war wohl genau das, was ich mal wieder gebraucht habe.





 
Und heute kommt es mir noch dazu vor, wie am Tag nach einer guten Feier. Kennt ihr dieses Gefühl? Dabei war der Halloweenbeutezug und ein Kinderfilm alles, was ich gestern Abend getan habe. 
Vielleicht fühlt es sich auch deshalb so an, weil wir keinen Besuch mehr haben, die Bude 
nicht voller Kinder ist und die eigenen Bälger leise und streitlos spielen.

Ich nutze die Zeit nun, um endlich mal wieder eine Bloggerrunde zu drehen, meinen Schreibtisch aufzuräumen (dringend nötig) und... und gerade verlangen die Kinder nach Essen. Tststs... 




Wie sagt meine Tochter neuerdings immer: "Chill dein Leben". 
Genau das werde ich heute tun.


Beste Nachhalloweengrüße
Jutta

P.P.S. Hattet ihr gestern auch so einen genialen Halloweenhimmel? Bewölkt, doch mit "offenen" Stellen, sodass der Mond meist leicht durchschien. Das war wirklich die perfekte Kulisse.