30. September 2017

Ab in den Wald

Ja, klar habe ich gesagt, dass ich mal wieder in den Wald möchte.
Aber doch nicht dauernd! Und nicht im Sauseschritt!




Das kam so. Mein Erstklässler hatte am Freitag seinen ersten Wandertag, der die Klasse in 
den heimischen Wald führte, wo sie tolle, riesengroße Hütten bauten (ganze Stämme, ja Bäume 
wurden da  - laut meinem Sohn - von den Kindern umhergeschleppt). Er war begeistert! So begeistert, dass wir am Nachmittag (immerhin hörte es gerade das Regnen auf) gleich wieder in den Wald 
mussten. Mir war eher nach Einmummeln, aber was tut man nicht alles.


 


Und so spazierten wir beide los (die Tochter verabredete sich schnell mit einer Freundin). 
Leider war sich mein Kleiner nicht mehr ganz sicher, wo sie vormittags überhaupt in den Wald hineingegangen waren und so drehten wir einige Runden, bis wir überhaupt erst auf die richtige Einwanderschneiße stießen. Wir spazierten eine Weile, sahen unendlich viele Pilze und  - wie ich fand - außergewöhnlich viele Fliegenpilze, beschlossen dann aber, die ganze Wanderung besser 
am nächsten Tag - mit mehr Zeit und der ganzen Familie - zu wiederholen.





Und so stand heute bereits sehr früh am Morgen ein ungeduldiger, kleiner Junge 
vor meinem Bett und meinte: "Wir müssen jetzt wandern gehen!" Nun, die einen räkeln sich 
gemütlich im Bett, trinken Kaffee und lesen Zeitung, die anderen begeben sich in den Wald...




Schöne kleine Waldwege gingen wir entlang und kamen sogar an einem ausgeschilderten 
"inoffiziellen Mahnmal des zweiten Weltkriegs" vorbei, einem großen Krater mitten im Wald, ein Bombentrichter (mittlerweile eher ein Trichterchen). Nun, ehrlich gesagt kamen wir daran nicht nur 
einmal vorbei, denn mein Sohn erinnerte sich nicht mehr so ganz genau an den Weg. 
Zwischendurch war er sich aber wieder GANZ SICHER (auch wenn wir im erklärten, dass die 
S-Bahn, die er vom anvisierten Ziel aus gesehen hatte, sich genau in der anderen Richtung befand) 
und schließlich waren wir wieder an der Brücke, die wir vor einer halben Stunde überquert hatten. 
Im Kreis gelaufen!

Mir hing mittlerweile der Magen auf halb acht, weil ich wegend des quengelnden Wanderers 
auf's Frühstück verzichtet hatte und meine Laune sank so langsam (auch weil mein Sohn mehr 
durch den Wald jagte, als nett zu spazieren). 




Ende vom Lied: wir irrten noch eine ganze Weile umher, doch letztendlich blieb die Wandertagsfährte unentdeckt und so haben wir einen Tag Verschnaufspause, bevor mein Kleiner am Montag (jaaa, wir haben keine Ferien!) seine Lehrerin fragen und eine erneuten Versuch starten möchte. ;-) 
Um ehrlich zu sein, ich setze auf seine Vergesslichkeit!


 


Aaaaaber... immerhin habe ich jetzt nette Herbstdeko!

Euch allen ein schönes Wochenende (ob im Wald oder nicht ;-))

 Moosgrüne Grüße
Jutta



29. September 2017

Freitagsblümchen und "siebenVORsieben auf Instagram"

Schon wieder Freitag!
Der Alltag braust nur so dahin. Die Tage werden kürzer, die Kinder finden neue Freunde an
den Schulen, man selbst werkelt so dahin und wenn man Glück hat, findet man Zeit diese
wunderbaren Herbsttage zu genießen.





Ich selbst war schon unbändig froh, endlich meine - vor Wochen gekauften - Pflanzen einzutopfen und dekorativ vor die Haustür zu stellen (ich erwähne jetzt nicht, dass eine bereits das Zeitliche gesegnet hat). Spaziergänge im Wald, Kastaniensammeln mit den Kindern (na gut, wo auch??)  - Fehlanzeige.

Doch immerhin habe ich es geschafft, uns gestern Nachmittag mit frischen, selbstgebackenen Sckokobrötchen zu verwöhnen. Die kamen vielleicht gut an. Ganz warm waren sie noch. Mhhhh.


Das "Teilchen" ist bereits angebissen, deshalb sieht es etwas deformiert aus ;-)


Und weil sie, wie immer, auch noch die Jutta-Ratz-Fatz-Gelingarantie mitbringen, 
teile ich sie hier mit euch.

Ich habe eine extra kleine Menge gebacken, weil sie frisch einfach am besten schmecken 
(und diesmal keine Horde kindlicher Freunde eingefallen war). 

Man nimmt 250g Mehl, eine Prise Salz, 60g Butter, zwei Eier, einen EL Zucker und 10g aufgelöste Hefe (ich mache das immer mit etwas Zucker in einer Tasse) und knetet daraus (möglichst lange) einen glatten Hefeteig. Dann lässt man diesen erstmal eine ganze Weile gehen (je länger desto besser - in meinem Fall war es diesmal wegen schlechten Zeitmanagements aus Zeitmangel recht kurz).

Anschließend knetet man ihn nochmals durch und fügt dabei einige Schokoladenstückchen, wie beispielsweise Schokotröpfchen (in meinem Fall war es ein Schokoosterhase) hinzu.
Klare Regel: je höher die Schokoladenkonzentration desto größer der Genuss der Kinder ;-))

Dann werden daraus kleine "Brötchen" geformt (in meinem Fall wurden es neun Stück),
man heizt den Ofen auf 180 Grad vor - lässt solange die Brötchen nochmals gehen -
und backt sie schließlich etwa 12-15 Minuten.

Da bei uns tatsächlich noch mindestens ein weitere Osterhase sein Unwesen treibt,
wisst ihr, was ich demnächst nochmals backen werde ;-)




Meine heutigen Blümchen habe ich "aus dem Garten mitgebracht".
Mit dem Einzug der herbstlichen Pflanzen-vor-der-Haustür-Verschönerung, musste die mittlerweile recht unansehnliche Dahlie weichen. Natürlich nicht ohne vorher noch schnell die letzten Blüten abzuzupfen und mit ein paar Stielen der Fetten Henne anzureichern.




Ja und zum Schluss darf ich noch meine allerneueste Neuigkeit verkünden.
Ich bin doch nun tatsächlich auch bei Instagram. Yep! Nach Zeiten des Zauderns und Überlegens, habe ich nun einfach mal damit begonnen. Mal sehen, wohin die (Bilder-) Reise mich führt. 

Und nun wünsche ich allen ein schönes letztes Septemberwochenende.


Instagramumnebelte Grüße
Jutta


Verlinkt mit Holunderbluetchen


28. September 2017

Moment mal...

Minikleiner Monatsrückblick


Habe ich nicht soeben erst den Augustrückblick gemacht? 
Kann es sein, dass das Jahr gerade extra noch mal Gas gibt?









Gesehen: Sonnige Herbsttage, schöne Herbstfarben und einen unglaublich stolzen und glücklichen Sohn.


Gehört: Weiterhin Jan Weiler "Im Reich der Pubertiere".  Eine "Zugabe" meines Mannes.

Gelesen: "Tief durchatmen, die Familie kommt" von Andrea Sawatzki (naja),"Die Toten von der Falkneralm" von Miroslav Nemec. 
Auch wenn ich das Gefühl hatte, Herr Nemec ist reichlich bemüht, in diesem Buch eine gute Figur abzugeben, hat mir der Krimi ganz gut gefallen. Vielleicht hat auch die "stürmische Bergweltkulisse", die so wunderbar mit meinen Herbstgefühlen harmoniert, dazu beigetragen. 
Auf alle Fälle ist es das haptisch ansprechendste Buch, das mir je untergekommen ist. Solltet ihr mal daran vorbeikommen, unbedingt drüberstreichen! Und dann habe ich noch mit "Bis ich dich finde" von John Irving  begonnen. Das dürfte ein Weilchen dauern. Es ist 
irre dick und sehr klein gedruckt (die Brille ruft). Beim ersten Lesen musste ich direkt an meine Großmutter denken, die irgendwann schwere Hardcoverbücher ablehnte, weil ihr die zu anstrengend zum Halten waren. Das fand ich damals etwas merkwürdig, aber jetzt verstehe ich sie doch sehr gut. Früher war ich übrigens großer John Irving Fan, mal sehen wir mir das Buch nach bestimmt 15-jähriger Abstinenz gefällt.

Gegessen: Kürbis. Und es wird noch mehr!

Getrunken: Federweißer.

Geärgert: Über Viren.

Gefreut: Dass ich auf dem Heimweg vom Supermarkt dreimal hintereinander ein Eichhörnchen gesehen habe (an der fast gleichen Stelle).

Gelächelt: Über meinen Kleinen. Zum einen wie er nach seinem ersten Schultag im Laufschritt nach Hause gedüst ist (um die Schultüte endlich auspacken zu können) und über seine "Umständlichkeit". Nimmt er beim Hausaufgabenmachen einen Stift aus seinem Federmäppchen, wird dieser nach Gebrauch sofort wieder fein säuberlich zurückgesteckt, auch wenn er ihn nach einer Minute wieder braucht. Aber das muss so! Mal sehen, wie lange das so geht ;-)
Und über "Duschen mit Mehrwert". Meine Tochter hängt neuerdings Songtexte an die Duschwand, um sie beim (nicht sehr 
beliebten Duschen) auswendig zu lernen. Die Duschdauer hat sich somit verdoppelt. ;-))

Gedacht: Wieso finde ich es wenig beruhigend, wenn auf meine Frage an die Kinder "Was macht ihr" mein Kleiner nur verdruckst 
"Wir machen was" antwortet?

Geschockt: Der Wahlausgang, was sonst. Vielleicht nicht geschockt, es war ja abzusehen, aber doch sehr stark irritiert.

Getan: Kinder eingeschult (die weiterführende Schule gilt ja auch ein bißchen als Einschulen, oder?), eine kleine (eigentlich sehr hübsche) Maus ums Haus herumschleichen sehen und mit Kuchen verwöhnen lassen (jeden Monat darf ich ein kleines Kuvert öffnen, welches etwas Schönes für mich bereithält - ein Geburtstagsgeschenk meiner Familie) und diesen Monat werde ich "bebackt".

Gewundert: Wie schnell es doch dunkel wird (und ganz viel darüber gejammert).

Geplant: Statt der Hocker-Husse (die ich nun nicht mehr brauche, weil ich einen neuen Sessel (siehe "Gekauft" mit Hocker habe) nun einen Schal für mich oder meine Tochter zu stricken. Gerade eben noch bin ich sehr motiviert, das gilt es auszunutzen!

Gekauft: Einen gemütlichen Sessel und eine Lieblingstasse.

Geklickt: Ich habe das für euch getestet und kann es wärmstens empfehlen.








Septembergrüße
Jutta


Verlinkt mir Birgitts Monatscollagen-Sammlung



24. September 2017

Orangerot

Von vielen gehasst, für mich eine wunderbare Herbstfarbe.





Orangerot gehört für mich genauso zum Herbst wie Kürbisse und Kastanien.
Wobei ich bei letzteren ja weinen könnte. In unserem Ort findet man sowieso kaum welche (was für eine Kastanienliebhaberin wirklich hart ist) und nun fiel im Sommer noch der halbwegs einzig tragende Kastanienbaum einem Bauvorhaben zum Opfer.





Immerhin habe ich es endlich geschafft, Vorräte für die kühlere Jahrezseit einzukochen.
Ein leckeres, schnelles Sößchen (vor allem für meine Kinder). Diese selbstgemachte Tomatensauce schmeckt einfach so viel besser als gekaufte Ware. Allerdings wird dieser Minivorrat bald
schon aufgefuttert sein, ich muss also wohl noch mal ran.

Und wieso muss ich bein Hühnern und Gänsen eigentlich immer direkt an "Frau Frieda" denken?




Eigentlich fehlen jetzt noch Kürbisfotos. Hokkaiodo natürlich.
Ich liebe Kürbis - in allen Variationen (meine Familie leider nicht so sehr). Trotzdem habe ich noch einiges vor: Kürbsiquiche, Kürbisrisotto, Gnocchi und Spätzle mit Kürbis. Und einen echten Pumpkin Pie würde ich auch gerne mal ausprobieren (wieso nicht gleich ein richtiges Thanksgiving-Dinner veranstalten?).

(Das orangefarbene im Bild sind übrigens Süßkartoffeln. In dieses Rezept könnte ich mich reinlegen!
Das gibt es bei uns immer mehrmals in der kühlen Jahrezeit).
 



Ihr seht, es gibt noch viel Schönes zu tun, diesen Herbst.




Mal sehen, ob auf dem Wahlzettel auch etwas Orangefarbens zu finden ist ;-))


Schönen Wahl-Sonntag euch allen!

Orange-launige Grüße
Jutta




22. September 2017

Dahlienliebe

Endlich mal wieder Dahlien! Meine absoluten Lieblingsblumen.
Dahlien sind für mich das Bindeglied zwischen Sommer und Herbst.
Sie läuten auf ganz sanfte und sehr hübsche Weise die kühlere Jahreszeit ein.






Und wenn sie als Gartenblumen doch immer ein wenig anstrengend sind (dieses 
Ausgebuddle im tiefsten Herbst), sind sie in der Vase einfach eine Pracht. 

Da ich sie so selten bekomme, mag ich sie meist am allerliebsten pur. 




Euch allen einen schönen Freitag!

Allerschönste Blumengrüße
Jutta


Verlinkt mit Holunderbluetchen



21. September 2017

Wärmendes Frühstück

Also spätestens wenn ich mich morgens nach einem warmen Porridge sehne, ist das ein
untrügliches Zeichen für das Einsetzen der kalten Jahreszeit (neben den extrem
trockenen Händen und dem kratzigen Hals).





Dieses Jahr mag ich mein Porridge - neben allerlei frischem Obst - gerne mit dem 
Kernemix von Rapunzel. Lecker! Der ist nämlich fein und knackig zugleich.
Normalerweise gebe ich diesen Mix über meinen Salat, aber über Müsli und Porridge ist es 
eine echte Neuentdeckung für mich. Müsst ihr mal ausprobieren.





Mein Kleiner, der gestern tatsächlich mal von meinem Porridge probieren wollte, geht nun übrigens - Danke, Danke, Danke - doch gerne in die Schule. "Und am liebsten mag ich die Hausaufgaben" sagt er und meinetwegen kann das gerne für immer so bleiben. ;-)


Wärmende Restwochengrüße
Jutta




19. September 2017

Schulisches und bunte Kekse

Ich biete 2 3/4 Stunden (ich wiederhole: zweidreiviertel Stunden) Elternabend.
Wer bietet mehr?

Wetten ich gewinne?! ;-))





Also ihr seht, ich bin unverwüstlich. War danach sogar noch gutgelaunt (nur sehr hungrig).
Und à propos hungrig, ich hatte zum Schulstart - neben der Kuchendeko - noch ein paar extra Kekse für meine beiden Keksmonster gefertigt, die ich dann natürlich erstmal wieder vergessen hatte.

Am nächsten Tag sind sie allerdings auch noch sehr gut angekommen!





Bei den Blumen handelt es sich übrigens um die "verschmähten" Herbstblumen zum Schulanfang.
Natürlich haben sie dennoch ihren Auftritt bekommen.





Mein Töchterlein hatte heute die erste große Herausforderung auf
ihrem neuen Schulweg zu bewältigen. 
Die S-Bahn blieb auf halber Strecke liegen und fuhr nicht mehr weiter. Und was nun? 
Ein Glück, dass sie mich nicht erreicht hat, denn ich wäre wahrscheinlich losgefahren und hätte sie aufgesammelt. So haben sie (sie waren immerhin zu fünft) es irgendwie (bin schon gespannt was sie genau gemacht haben) geschafft, sich bis zur nächsten Busverbindung durchzuboxen. 
Na wenn das kein Abenteuer war! ;-)




Buchstabenbunte Grüße
Jutta


Verlinkt mit Creadienstag



16. September 2017

Herbstlaune

So langsam zieht der Herbst auch in mein Zuhause ein.
Da werden kuschelige Kissen verteilt, Kerzen angezündet, die ersten Kürbisse gekauft (als Deko
und für Soulfood) und heißer Tee aufgebrüht. Dazu jede Menge Lesestoff oder schöne Musik -
ganz nach Geschmack (na gut, ich will ehrlich sein, sobald ich meine CD eingelegt habe, kommt
ein Kind, beschwert sich und holt eine Kinder.CD...). Gemütlich ist es meist dennoch.





Nachdem wir gestern nachmittag tatsächlich noch mit wärmender Sonne verwöhnt wurden, 
ist es heute eiskalt. Ich habe es getestet! Ich stand heute nämlich schon mehrere Stunden 
am Fußballfeldrand und habe dort - trotz relativ warmer Jacke - gefroren! 




Wobei die Kälte eigentlich gut passt, denn ich habe mir Claudis neues Buch zugelegt (heute gekommen) und das ist schließlich ein Winter- und Weihnachtsbuch (jajaja, sagt nichts... viel zu früh, aber es hat mich so angesprochen). Wer Claudi übrigens noch nicht kennt, sollte mal rüberklicken. Ich finde sie hat eine herrliche Schreibe und ihre sympathische Bullerbüfamilie sehe ich mir immer wieder gerne an.




Jetzt lege ich mich erst noch eine Runde in die Badewanne und dann krame ich 
besser mal Mützen und Schals aus dem Winterquartier hervor.




 Drückt mir die Daumen, dass der Regen weiterhin fern bleibt, dann kann ich morgen 
eine Gartenschau besuchen, da habe ich schon längst mal wieder Lust drauf.




Herbstliche Samstagsgrüße
Jutta


Verlinkt mit Andreas Samstagsplausch



15. September 2017

Blümchen (-Geschichten) und Einschulungsdeko

Nun war es also auch bei uns soweit. Die Einschulung meines Kleinen stand an.
Und erstaunlicherweise war ich kein bißchen wehmütig (von wegen Kiga verlassen, großes Kind und so). Vor einem Jahr - als mein Kleiner stolzes Vorschulkind wurde - war mir ganz wehmütig ums Herz, beim Gedanken den Kindergarten zu verlassen und dann tatsächlich schon ein (zweites)  Schulkind
zu haben. Doch nun. Überhaupt keine Wehmut, im Gegenteil, Vorfreude, denn es
fühlt sich einfach richtig an!





Mein kleiner Schatz war auch schon voller Begeisterung und konnte es kaum mehr abwarten - bis
zum großen Tag, dem allerersten Schultag. (Mittlerweile hat sich seine Einstellung leider bereits geändert - siehe gestriger Post), aber ich hoffe, dass sich doch noch alles zum Guten wendet!).




Und was braucht eine dekoaffine Mutter zur Einschulung? 
Richtig, eine schön gedeckte Kaffeetafel ;-)
Also entwarf ich kleine Serviettenschildchen und eine Schultütengirlande und erinnerte mich netterweise an die vielen, kleinen, bunten Magnetbuchstaben, die ich vor Urzeiten mal erstanden
hatte und die seitdem im Schrank ihr Dasein fristen. Richtig schön bunt sollte es werden. 








Nun fehlten nur noch Blumen. Viele unterschiedliche, bunte Blumen sah ich vor meinem geistigen Auge,
die ich dann in kleines Glasväschen stecken wollte. Während meiner Einkäufe entdeckte ich einen
bunten Asternstrauß. Hm, nicht das, was mir eigentlich vorschwebte, aber schön und zudem unkompliziert und ohne Zeitaufwand zu kaufen, also her damit. Zuhause angekommen,
bereitete ich gleich die kleinen Väschen vor.




Ja und dann... dann warf ich nochmals einen Blick in die Dose mit den Buchstaben.
Astern in gedeckten Herbstfarben und kunterbunte Buchstaben. Mir schauderte. Und so rief ich den Kindern ein schnelles "Bin noch mal schnell im Blumenladen" zu und stürmte kurz vor Ladenschluss in das ortsansässige Geschäft. Gedanklich war ich mittlerweile bei weißen Blumen angelangt, doch wie das so ist... die Blumen scheinen frischer zu sein als man denkt, jedenfalls waren an diesem Montagabend fast alle Blumen ausverkauft.




Also etwas Schleierkraut (geht irgendwie immer)... und... ne, oder? Da standen doch (in meinem kleinen Vorortblumenladen) genau die Gräser, die ich neulich auf einem skandinavischen Blog bewundert hatte. Bingo! Lächelnd nahm ich die Antwort der Verkäuferin, auf meine Frage "Was ist das denn" entgegen: "Das sind ganz schöne und ausgefallene Gräser" (wie verschleiere ich, dass ich den Namen nicht kenne ;-)) Nun gut, ich hätte ihn beim Rausgehen ohnehin wieder vergessen gehabt.




Ende vom Lied. Ich nahm Gräser und Schleierkraut, pflückte zwei Stengel "Irgendwas" am  Zufahrtsweg, opferte eine der wenigen Rispenhortensien meines Gartens, fand das auch diese Blumen nicht wirklich zu dem restlichen Tisch passen, aber immerhin nicht in den Augen schmerzen würden und freute mich, das ich auch nach der Einschulung noch einen schönen Strauß am Tisch haben würde.





Und nachdem ich euch hier von meinen Bedenken wegen der vermeintlichen Mädchenbüchertasche meines Kleinen erzählt hatte (die sich im Laufe der Zeit netterweise etwas verflüchtigt hatten), gebe ich euch heute ein kurzes Update. Also.... sein sogenannter "Mädchenschulranzen" ist schon ein bißchen anstrengend für ihn, schätze ich. Das ändert aber glücklicherweise nichts an seiner Freude an ihm.




Am ersten Tag fragte nur sein neuer Banknachbar, warum er denn Mädchenfarben hätte (ich 
schätze alle anderen waren an diesem Tag ohnehin viel zu aufgeregt und zu beschäftigt mit sich selbst, 
der Situation und dem Inhalt ihrer Schultüten). Mein Kleiner erklärte ihm, dass es keine Mädchen- und Jungsfarben gäbe, sondern dass Farben für alle da wären und das deswegen Quatsch wäre. 

Am nächsten Tag sprachen ihn aber wohl etliche auf seine Büchertasche an und das war dann wohl doch recht nervenaufreibend (mir erzählte er nichts von Hänseleien, sondern erwähnte nur "Fragen", ich hoffe er frisst nichts heimlich in sich hinein). Und gestern dann, als ich ihn morgens zur Schue brachte, fragte eine Schülerin - eine Freundin meiner Tochter - "Ist der Schulranzen von der Schwester"? Ich (Kloß im Hals - nicht auch das noch, nachdem er sowieso schon nicht mehr zur Schule gehen mag): "Nein, nein, der ist neu". Da meinte sie. "Der ist cool! D. hat den auch und ich finde es gibt gar keine Mädchen- und Jungs-Büchertaschen. Das ist doch Quatsch." Hach, ich hätte sie knutschen können!!!




Ich bestärke meinen kleinen Schulanfänger also weiterhin darin, dass man tragen kann was gefällt (das gilt natürlich nicht für die Pubertät ;-)) und erkläre, dass manche Menschen da eben engstirnige Meinungen habe, wir aber eben nicht.
Ich glaube er packt das!


Weiterhin hoffnungsfrohe Freitagsgrüße
Jutta



Verlinkt mit Holunderbluetchens friday-flowerday