11. Juni 2017

Tiere und ich - fünfzehn Fakten

Tiere und ich - eigentlich ein Thema das gar nicht so recht passt.
Aber Astrid hat wieder einen Linkparty-Faktenpost "auf den Markt" geworfen
und weil ich diese Posts so gerne mag, mache ich mal wieder mit.



1. Eigentlich bin ich kein großer Tierfreund (oje, das klingt jetzt nicht sympathisch, oder?). 
Am liebsten ist mir, die Tiere lassen mich in Ruhe und ich sie (soweit sie in keiner Notlage sind). 
Ich beobachte sie schon gerne - beispielsweise Vögel - oder freue mich, wenn ich mal ein Reh sehe 
oder Kühe auf der Weide, aber mit einem gewissen Mindestabstand fühle ich mich einfach wohler.




2. Eine riesengroße Ausnahme waren früher Katzen. Einen ganzen Urlaub habe ich als Teenager 
damit verbracht, die im Urlaubsdomizil lebenden jungen Kätzchen zu betüdeln (und wie gerne hätte ich eines mit nach Hause genommen). Hätte ich als junge Erwachsene eine geregeltere Lebensweise 
an den Tag gelegt, hätte ich mir bestimmt auch ein kleines Kätzchen gekauft.




3. Eine Katze könnte ich mir auch heute noch am ehesten als Haustier vorstellen. Leider bin ich 
so dermaßen von der Frage "Wer kümmert sich um das Tier, wenn wir weg sind" genervt, 
dass ich eigentlich kein Haustier haben möchte.

4. Hamster, Meerschweinchen oder Kanninchen kämen mir nie ins Haus/Garten. Ehrlich gesagt, 
tun mir viele dieser Tiere leid, wenn ich sehe, wie sie in den kleinen Ställen hausen (oft alleine).




5. Außer die zwei Kanninchen unsere Freunde. Die hoppeln durch den gesamten Garten,
sind unglaublich süß anzusehen und ich schätze es geht ihnen richtig gut.

6. Eigentlich hatte ich noch keine negativen Erlebnisse mit Tieren (im Sinne von gebissen oder 
getreten werden) und doch habe ich extrem großen Respekt vor ihnen. Ich schätze das 
hat mir meine Mutter übertragen, die - dank vielfältiger negativer Erlebnisse mit Tieren - vor 
fast allen größeren Lebewesen Angst hat.




7. Motten, Zecken, Mücken und große Spinnen (jajajaja...) müssen leider von mir unschädlich 
gemacht werden (bei Spinnen ist das eine große Herausforderung für mich, weil ich da 
richtig Angst habe). Ansonsten könnte ich einem Tier nie wehtun oder es umbringen, 
wie manche es beispielsweise mit Schnecken tun.

8. Als Kind hatte ich zwei Wellensittiche (nacheinander). Pucki und Calypso. Ihr Käfig stand quasi 
die ganze Zeit offen (weil ich "freie" Tiere wollte) doch sie kamen nur relativ selten heraus. 
Leider lernten sie auch nicht sprechen (trotz anfänglicher intensiver Bemühungen).




9. Als junger Teenager begleitete ich eine Freundin zum Reitstall (obwohl Pferde mich noch nie interessierten) und ich war geschockt wie groß die Pferde dort waren. Am Ende der Reitstunde 
drückte man mir eine Leine mit einem Riesenpferd in die Hand, um es zum Stall zu führen und ich 
hatte eine Heidenangst und mache seitdem einen Riesenbogen um Pferde.

10. Ich freue mich, dass meine Kinder allen Tieren mit Respekt begegnen. 





11. In unsere alten Wohnung hatten wir eine Stadtmaus, die immer an unsere Fensterblumenkästen kam. Mein Mann (damals Freund) begann sie mit Käse und Eiskonfekt zu füttern, weshalb ich mich fürchterlich aufregte, bis ich selbst sah, wie die kleine Maus daran naschte. Das war so unendlich süß!!! Danach legte ich selbst Futter aus, bis die Maus mehrmals über unseren Balkon rannte (ich fast zu Tode erschrak) und sie auch einmal durch die Küche düste (das war mir dann doch zu nah und ich  befürchtete zudem, dass sie einmal ihre Großfamilie einladen würde). Daraufhin kauften wir eine Lebendfalle. In diese tappte sie auch direkt und zitterte darin so sehr, dass mein Freund sie voller Mitleid direkt wieder in unseren Garten (wir wohnten im 1. Stock) aussetzte. Erstaunlicherweise hat 
sie sich danach aber nie wieder bei uns blicken lassen.





12. Als etwa 12-Jährige beschlossen meine Freundinnen und ich einen Gemeinschaftshamster zu kaufen. Ich nahm ihn als Erste mit nach Hause und setzte ihn erstmal in die Badewanne (da wir noch keinen Stall hatte). Dummerweise wusste ich bis dahin nicht, dass meine Mutter eine Maus-Hamsterphobie 
hat und ich musste den kleinen Gesellen sofort wieder abgeben. Heute muss ich über diese Aktion 
den Kopf schütteln (haben wir dabei eigentlich irgendwas gedacht??).

13. Auf unserer Terrasse fanden wir tatsächlich mal eine Schildkröte. Da staunten wir nicht schlecht. Clevererweise hatte die Schildkröte die Telefonnummer des Besitzers auf dem Panzer stehen 
und so konnten wir sie direkt wieder nach Hause bringen.




14.  Als Kind sammelte ich Schnecken. Und Maikäfer. Und ganz kurz mal Raupen. 
Ich konnte nicht verstehen, warum ich die Tiere nicht mit ins Haus nehmen durfte. 
Heute verstehen meine Kinder auch nicht, weshalb die Feuerwanzen draussen bleiben müssen.


15. Wenn ich Eichhörnchen sehe, hebt das sofort meine Stimmung. Immer.




Voller Erstaunen habe ich gerade - beim Suchen von Tierbildern - entdeckt, dass ich sogar einen kleinen Tierfotosordner besitze. Dabei habe ich auch dieses Foto entdeckt. 
Tiere als "Werbe"-Schild zu missbrauchen, finde ich eigentlich ziemlich daneben.


Tierische Grüße
Jutta





Kommentare:

  1. Liebe Jutta,
    das war aber für deine Verhältnisse ein sehr langer Post und ich habe einige Male geschmunzelt.

    Pferde, ich mag sie und ich weiß, dass sie mir nix tun und vielleicht auch soviel Angst vor mir haben, wie ich vor ihnen, aber sie sind mir nicht geheuer. Mich hat als Kind ein Pferd gebissen, ich war ja selbst schuld, weil ich dem Pferd das Zuckerle nicht auf der flachen Hand geben habe sondern mit den Fingern, da hat es halt zugebissen und wer weiß, wie ein Pferd zubeißen kann, der weiß, dass der Gaul mir fast die Finger gebrochen hätte, wenn meine Mutter nicht eingegriffen hätte. Aber der Schmerz war groß und ich durfte ins Olgäle nach Stuttgart.

    Sonst mag ich Tiere aber bitteschön draußen, ich könnte mir nie einen Vogel in die Wohnung in einen Käfig tun. Asserdem kann ich Vögel nicht leiden, die sch....... mir auf meinen Balkon. Einen Wellensittich zuhause niemals.

    Neee, so schöne große Vögel draußen ja und ich mag Gänse, die kann ich gut leiden und sie mich, denn ich bin ja selbst eine Gans.

    Herrlich dein Bericht.

    Lieben Gruß Eva

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  2. Liebe Jutta, herrlich, was dann doch so zusammenkommt :-) Ich bin ja noch abgeneigt, aber wahrscheinlich käme letztlich auch ein langer post zustande *lach* Danke für den Einblick und liebe Grüße

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  3. Toll, dass du mitgemacht und vor allem deine Aussagen mit so guten, gelungenen Fotos bebildert hast. Irgendwie fand ich deine Statements und deine Haltung der meinigen gar nicht so unähnlich. Und so ein Mauserlebnis plus Lebendfalle hatten wir auch einmal. Nur war die Maus im 2. Stock durch die Dachgaube eingezogen und von der Tochter mit schrillem Schrei begrüßt worden....
    Eine gute Woche!
    Astrid

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  4. Bei Mäusen im Haus hört meine Tierliebe auch radikal auf. (Ein weiterer Grund, weshalb ich eigentlich wieder eine Katze haben möchte.) Wie viel Angst oder Abneigung Kinder vor Tieren entwickeln, liegt nicht unwesentlich in den Händen der Eltern. Wenn es bei angstfreiem positivem Respekt bleibt, haben die Kinder wenigstens noch eine gute Basis, auf die sie später bauen können.
    Deine Tierfotos sind wirklich schön!
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Deswegen versuche ich auch höllisch meine Ängste vor den Kindern zu verstecken. Bei großen Spinnen ist mir das allerdings nicht gelungen. Glücklicherweise ist immerhin mein Mann ein großer, angstfreier Tierfreund.
      Liebe Grüße
      Jutta

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  5. Na, sowas.. wo ist denn die furchtlose Jutta hin, die ihren Kindern Hühner im neuen Heim versprochen hat? Die eine Dackelbluse trägt und ohne zu Zögern das Pony für ihr Töchterlein führt?? Nee, nee, nee.. ich bin mir sicher, in Dir steckt eine gut verpackte Tierliebhaberin.. und hey, Du beobachtest Vögel.. so what?! Sympathiebekundene liebste Grüße, Nicole (die sich tierisch über die Beschriftung auf dem Schaf aufregt.. das arme Ding!)

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    1. Hahaha, jetzt muss ich lachen. Selbst wenn ich ein Pony führen muss, bin ich dabei so verkrampft, dass ich jeden einzelnen Muskel meines Armes noch Stunden später spüre!!! (Und prompt ist das Pony beim letzten Mal auch einen anderen Weg als üblich mit mir gegangen - du liest richtig, es mit mir, nicht andersum).
      Die Dackelbluse...
      Liebe Grüße
      Jutta

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  6. wir hatten im ersten stock einer wohnung auch mal ein mäuschen. natürlich hat es alle krümel, die runtergefallen waren verputzt. leider hinterließ es auch unangehme köddelchen allüberall, sodass wir ihr dann doch ein lebendfalle hingstellt haben. sie war ja sowas von niedlich, dass ich sie am liebsten behalten hätte!! aber im garten hat sie bestimmt auch ein gutes leben gehabt.
    ich mag eigentlich alle tiere außer diesen großen nachtfaltern. wenn dir mir um den kopf herumflattern krieg ich schreikrämpfe!!
    liebe grüße, deine fotos sind ein genuss!
    mano

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  7. Hihi, musste jetzt tkm paarmal echt schmunzeln liebe Jutta ;)) Da hast du jetzt aber dich allerhand mit Tieren erlebt.... lach.... Das Foto mit dem Emu.... ist doch einer oder? .... ist der absolute Kracher ❤️
    Hab einen tollen Start in die kurze neue Woche und sei liebst gegrüßt
    Christel

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  8. hallo jutta :). es ist sicher eher ungewohnt KEIN tierfreund zu sein. eigentlich ;). aber ich kann das gut nachvollziehen, wenn man gerade in der urlaubszeit weniger angebunden sein möchte. meine tierliebe ist aber größer, als die in große ferienländer zu reisen. deshalb geht es halt mit hund an die nahe nordsee. bisher habe ich das noch nie als einschränkung empfunden. in den zoo hat es mich in den letzten zehn jahren nur einmal getrieben um einmal die neue fotokamera auszuprobieren. danach hatte ich genug von eingesperrten zootieren :(. ich finde tiere im zoo einfach traurig. da geht es mir wahrscheinlich wie dir mit hamster und co in viel zu kleinen käfigen. vielleicht schafft es ja doch einmal ein stubentier bis zu dir ins heim ;). meisstens beginnt so eine liebe ja mit einem fundtier. liebe grüße zu dir, sabine

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