23. Juni 2017

Kindermund

Gestern Abend - es war mal wieder viel zu spät - kuschelte ich mich noch zu meinem Sohn ins Bett.
Erst unterhielten wir uns noch ein bißchen über dies und das, dann lagen wir nur noch still
und müde nebeneinander. Bis mein 6-Jähriger mir noch eine Frage stellte:
"Mama, was soll eigentlich mal auf eurem Grabstein stehen?"






Also über dieses Kind wundere ich mich immer wieder.

Wir haben uns übrigens auf den Namen die Geburts- und Sterbedaten
und auf Wunsch meines Sohnes auf ein Kreuz geeinigt.


Gut gerüstete Grüße
Jutta


Verlinkt mit Holunderbluetchen


Kommentare:

  1. Unglaublich über was sich Dein Sohnemann immer für Gedanken macht, Jutta! Hast Du schon mal daran gedacht ihn bzgl. "Hochbegabtheit" testen zu lassen? Nein, nein, das ist jetzt kein Scherz. Viele jüngere hochbegabte Kinder machen sich Gedanken über das Leben und den Tod. Aber.. räusper.. jetzt zu Deinen wunderschönen Rosen. Ich liebe ihren romantischen Anblick und ganz besonders gerne mag ich die Kombination aus grünen Frauenmantel und pinken Rosen.. hachz! Allerliebste Wochenendgrüße, Nicole

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    1. Himmel, hör mir auf, Nicole, so eine Hochbegabtheit ist ja auch irgendwie ein Fluch. Was er allerdings hat, ist ein Talent für Mathe. Und er rechnet ständig nach wieviele Jahre es noch dauert bis er 18 ist und selbst über sich bestimmen kann. Kopfschüttel...
      Liebe Grüße
      Jutta

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    2. Das kann ich nachvollziehen. Das habe ich meine ganze Kindheit über gemacht, weil ich die Bevormunderei und die Vorschriften und Regeln gehasst habe. Und als es dann weiter so gehen sollte, da haben sie mich endlich kennen gelernt. Ich schließe jetzt aber nicht daraus, dass es bei euch zugeht wie bei mir in den Fünfziger, Sechziger Jahren :-D
      Astrid

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  2. Ob es nun eine tief philosophische Phase oder einfach nur praktisch denkende Gründe sind, auf jeden Fall zieht dein schöner Strauß einen wieder rasch ins heitere Leben...
    Ein schönes Wochenende wünscht
    Andrea

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  3. Für mich ist dieses Gespräch zwischen dir und deinem Sohn überhaupt nicht ungewöhnlich. Meine beiden 4jährigen Enkelkinder sprechen mit einer Selbstverständlichkeit über das Sterben,da können wir Erwachsenen uns eine Scheibe von abschneiden. Meine Enkeltochter z.B. hat sich nach meinen Lieblingsblumen erkundigt, damit sie weiß, was sie auf mein Grab pflanzen soll. Aber jetzt zu deinen Blumen - wunderschön!

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  4. Da wäre ich auch baff gewesen, liebe Jutta! :-)))
    Aber so ist er jetzt wenigstens beruhigt. Kinder sind eben neugierig und sprechen manche Dinge sehr natürlich an.
    Deine Rosen finde ich übrigens wunderschön! Besonders auch zusammen mit dem Frauenmantel!
    Liebe Grüße
    ANi

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  5. Hallo Jutta,
    auch für mich ist das nichts ungewöhnliches, mein Kind hat auch immer wieder diese Fragen gestellt, weil er allerdings auch recht früh mit dem Tod der Tante konfrontiert wurde.

    Es kam immer wieder und er hat sich sehr früh auch mit Elektronik Fischer Technik befasst und ja doch er ist tatsächlich Lehrer geworden und unterrichtet heute das Fach u.a. auch.

    Aber, auf die Frage von Nicole einzugehen, lass ihn doch testen, ich weiß, dass es z.B. an der Uni Stuttgart eine Referat gibt, die sowas machen und von wegen Streß für das Kind. Ist es nicht, den Kindern macht es total viel Spaß, zu zeigen, was sie können.

    Ich würde - wenn ich den Eindruck von meinem Kinder hätte - das machen zu lassen.

    Nun habe ich deinen hübschen Strauß fast vergessen. Deine Rosen sind ganz besonders schön.

    Lieben Gruß Eva

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  6. Dein Blumenstrauß ist einfach traumhaft schön!!!

    Zu der Frage deines Kindes: die finde ich ganz und gar nicht ungewöhnlich. Mein Enkel ist 4 und fragt auch gerade heraus was ihn interessiert. Und da sind auch die dollsten Fragen dabei und die interessantesten Rückschlüsse, die er zieht.

    Ich schließe mich Nicole an - Hochbegabung kann man testen lassen. Außerdem gibt es interessante Bücher zum Thema hochsensibles Kind usw. - Ein spannendes Thema...

    Schönes Wochenende und liebe Grüße
    Astrid

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  7. Liebe Jutta,
    meine Große beschäftig das Thema Tod auch immer wieder - auf die verschiedenste Art und Weise. Tageweise kann sie weinen, weil sie merkt, dass die eine Oma mit ihren 91 Jahren nicht mehr so gut beinander ist wie noch kürzlich, weil sie mitbekommen hat, dass die Oma ihrer Freundin in nicht so hohem Alter nach einer OP am Krankenhauskeim sterben musste, weil der Papa einer Freundin der Minimaus an Krebs sterben musste, ... Dann weint sie und hat Angst. Das sind die Situationen, die mir viel Feingefühl abverlangen. Dann gibt es aber auch skurille Situationen wie als der Opa eines Freundes ein Schwein geschlachtet hat und der Freund in der Schule das Auge dabei hatte. Sie konnte tagelang nicht schlafen, weil sie sich Sorgen um ihre eigenen Augen nach dem Tod machte. Dann gibt es aber auch Situationen, in denen sie sich mit der Minimaus auf einmal mit den Urgroßeltern, die sie nie kennengelernt hat, im Himmel unterhält. ... Du merkst schon ... Auch ich wundere mich hin und wieder :-) Aber ich denke, das gehört wohl dazu.
    Ganz liebe Grüße
    Melanie

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    1. Das klingt eher nach meiner Tochter, die auch hin und wieder solche Ängste hat (obwohl sie glücklicherweise noch gar keinen nahestehenden Menschen verloren hat). Mein Sohn fürchtet der Tod (noch) nicht, er geht damit ganz neutral um. Der fände so ein Auge wohl eher interessant (wobei ich dein Töchterlein absolut verstehen kann, das ist auch eine seltsame Situation).
      Liebe Grüße
      Jutta

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  8. Hallo Jutta, da ist man erst mal sprachlos, wenn ein Sechsjähriger solch eine Frage stellt. Da muss es ja irgend einen Zusammenhang geben. - Mein fünfjähriger Enkel hat am 25.12.16 seine andere Oma völlig unerwartet verloren. Ich hatte einen Holzengel gekauft, den ich mit ihm zusammen zum Waldfriedhof bringen wollte. Er schüttelte mit dem Kopf und sagte: "Was soll sie denn mit einem Engel, wenn sie jetzt selbst ein Engel ist?"
    Wie schön, wenn man Kinder ernst nimmt und über alles mit ihnen sprechen kann.
    Liebe Grüße
    Edith

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    1. Was für eine schöne Idee von dir, aber natürlich hat dein Enkel recht ;-)
      Liebe Grüße
      Jutta

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  9. Ach ja, liebe Jutta, den Strauß habe ich ganz vergessen, weshalb ich ja eigentlich hier bin. Er ist wunderschön.
    LG Edith

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  10. Hallo Jutta,
    worüber sich dein kleiner Mann Gedanken macht ist echt erstaunlich.
    Aber schön das ihr euch darüber unbefangen unterhalten habt und auf
    einen Nenner gekommen seid.
    Deine Rosen sehen sehr romantisch aus.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Kerstin

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  11. In dem Alter verstehen sie mehr vom Leben als Erwachsene! Frida Kahlo hat sich mit dem lebenslangen Sterben beschäftigt und ein "calavera" auf dem Betthimmel gehabt und darunter auch ganz schön viel geliebt. Und mein Vater hatte auch zeitlebens mit uns geklärt, was er wollte, und das hat alles hinterher sehr einfach gemacht. Nicht so ein Gezerre wie bei den Kohls....
    Der Rosenstrauß passt herrlich dazu!
    Bon week-end!
    Astrid

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  12. naja, er will eben vorbereitet sein ;). nicht so verkehrt, sich rechtzeitig gedanken zu machen. erfrischend geradeheraus, dein kleiner - grins. ganz liebe grüße, sabine

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  13. Dein Kleiner ist der Knaller ♥ Ich kann mich noch gut erinnern, wie mein Großer, etwa im gleichen Alter damals wie dein Sohn, fragte, als sein Pate Geburtstag hatte, wie alt er denn würde. Als man es ihm sagte, war etwa Mitte 30... meinte Robin: Dann stirbst du ja bald ;))
    Der Rosenstrauß.... nebenbei bemerkt...lach... ist ein Traum!
    Liebste Grüße
    Christel

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