29. Juli 2016


friday-flowerday



Gelb und klein, das sind meine Blumen heute.





An unserem Wegesrand geplückt. Die ganze Zeit schon wollte ich sie mitnehmen 
und habe es doch jedes Mal sein lassen. Doch als der Regen die Blüten soweit nach unten drückte, 
dass man kaum mehr daran vorbeikam, da wurden sie meine.




Würden ja farbmäßig auch gut in den Herbst passen...
 Nicht dass ich mich (schon) nach ihm sehnen würde!





 Heute ist bei uns nun endgültig der (lang herbeigesehnte) letzte Schultag, nun heißt es zuckersüße Ferienzeit.
Wobei - meine Tochter meinte gestern doch tatsächlich, das sie sechs Wochen für völlig übertrieben hält. 
Drei Wochen täten es doch auch. Ahaaaaaa... (ein Glück, dass sie nicht in Italien lebt ;-))





Wie jedes Jahr werden mein Mann und ich unsere Süße von der Schule abholen und dann alle gemeinsam
in ein Restaurant ihrer Wahl fahren. Ein mittlerweile gängiges und sehr beliebtes Ritual. 

Hach, ich fühle mich gut!


Gelbe Ferienstartgrüße
Jutta



Verlinkt mit Holunderbluetchen


28. Juli 2016

 

Moment mal... 

 



 




Minikleiner Monatsrückblick



Gesehen: Rigoletto. Hach, sooo schön! Ich mag die Musik so sehr und obwohl es eher modern inszeniert war, hat mir 
das Stück sehr gut gefallen. Und das obwohl Unmengen von weißen Plastikstühlen auf der Bühne standen - das ist  
für mich normalerweise das totale No-go (bei Ferienwohnungen, Restaurants und überhaupt).
Übrigens, das wilde Morden in Opern hat mich früher emotional völlig kalt gelassen. Und nun? Kaum sieht man die Oper 
10-15 Jahre später als MUTTER, ist die Vorstellung kaum zu ertragen, dass Rigoletto seine Tochter verliert. 
Puh... gibt sich das eigentlich wieder?

Gehört: Jede Menge JungmusikerInnen auf dem Sommerkonzert meiner Tochter. Habe ich schon erwähnt, 
dass wir die weltbeste Klavierlehrerin haben? Da wird selbst ein Nachmittag mit etlichen ein paar 
falschen Tönen zum chilligen Wühlfühlevent.

Gelesen: Das Magazin "Salon" und ich fand es nicht mal schlecht.

GetanWas heißt getan, ich tu's andauernd! Den Pony rauswachsen lassen ;-)

Gegessen: Himbeeren. Blaubeeren. Blechkuchen.
Und - der aufmerksame Leser ahnt es vielleicht - Salbei, Salbei und nochmals Salbei (lecker angebraten natürlich). 
Glücklicherweise ist mein Vorrat im Garten schier unerschöpflich.

Getrunken: Handgefilterten Kaffee. Sagt mal, ist das bei euch eigentlich auch so, dass die Kaffeemaschine (na gut, 
wer hat heutzutage schon noch eine) trotz regelmässigen Entkalkens nach einiger Zeit einfach nicht mehr richtig läuft
Sprich, nahezu 40 Minuten für eine volle Kanne braucht? Da ich nicht alle zwei Jahre ein neues Plastikteil anschaffen möchte, 
bin ich jetzt erstmal - probeweise - zum Handfiltern zurückgekehrt (dem Erbstück von Omi sei Dank). 
Fühle mich seitdem sehr heimelig (und gleichzeitig wild und unabhängig, als ob ich das Kaffeewasser draussen über der 
offenen Feuerstelle erhitzen würde) und erwäge mir eine knallrote Emailkanne anzuschaffen (okay, die hält den Kaffee nicht 
sonderlich warm, aber sie würde perfekt zu meinem Wild-Cowboy-Feeling passen).
Neinein, keine Angst, sonst geht's mir gut ;-)

Geärgert: Über eine inkompetente Sprechstundenhilfe. (So eine schlechte Sprechstundenhilfe kann wirklich viel kaputt machen).
 
Gelacht: Über die Stulpen meines Sohnes. Neulich kam er in die Küche gestampft und meinte er bräuchte jetzt ganz dringend einen Schutz für seine Unterschenkel. Begründung: wenn ihm beim Radfahren das Fahrrad ins Gebüsch fällt (??), pikst es so, wenn er es wieder herausholt. Meine Idee, einfach eine lange Hose anzuziehen, lehnte er ab. Seine Idee sich Küchentücher um die Beine zu wickeln, lehnte ich ab. Glücklicherweise erinnerte er sich an die Stulpen seiner Schwester und weiter ging's - lustig bestulpt ;-)

Gedacht: Welche Nebenwirkungen mit so einer Fußball-EM nicht so einhergehen. Morgens, wenn ich die Zeitung hole und an den Frühstückstisch bringen, ruft meine Tochter sofort: "Für mich den Sportteil!" Sie hat sich nämlich mittlerweile zur Fußballexpertin entwickelt. Na wenn sie da mal nicht nicht ihrem Vater ins Gehege kommt ;-)
 
Geplant: Öfter mal ein paar Freunde zum Sundowner (natürlich mit einigen kleinen, feinen Häppchen) einladen.
 
Gekauft: Schnitzzeugs (hab mich aber noch nicht getraut, es den Kindern zu geben...).

Geklickt: Ich kann darüber zum Glück schmunzeln. Und allen, die das gerade durchmachen, wünsche ich gute Nerven!! ;-)








Und nun? Nun heißt es auch für uns in Kürze: FERIEN!!!!!
Ich glaube ich freue mich mehr als meine Kinder!


Juligrüße
Jutta



Verlinkt mit Erfreulichkeiten

26. Juli 2016


Sommerlicher Aprikosenkuchen


Momentan schwelge ich ja in den ganzen Beeren und Früchten, die es überall zu ernten und zu kaufen gibt 
und ich kann mir mein morgendliches Müsli ohne all diese Früchte gar nicht mehr vorstellen.





Aber nicht nur im Müsli sind die Früchte lecker. 
Ich mag sie auch pur... und am allerliebsten im Kuchen!




Diesmal habe ich einen krümelig-leckeren Aprikosenkuchen gebacken. 
Dazu habe ich vier Aprikosen in Spalten geschnitten und erstmal den Ofen auf 180 Grad vorgeheizt. 

Dann mischt man 250g Mehl, 150g Haferflocken (ich hatte die feinen), 150g braunen Zucker, 150-160g Butter,  
1/2 TL Salz (wichtig!) und 1/4 TL Backpulver bis eine leicht krümelige Masse (ähnlich wie bei Streuseln) entseht.

Von dieser füllt man etwa 3/4 in die Backform (bei mir war diese etwa 20x30cm groß), drückt den Teig fest, 
gibt die Aprikosenspalten darauf und krümelt zum Schluß den restlichen Teig streuselartig darauf.

Dann ab in den Ofen für etwa 40 Minuten.




Mhh, das duftet vielleicht!
Ich schneide diesen Kuchen immer in quadratische kleine Stücke und wenn's 
ein Dessert sein soll, gibt es noch eine Kugel Eis dazu (oder zwei ;-))




Den Sommer genießen - mit allen Sinnen!

Aprikosige Dienstagsgrüße (ich könnte auch sagen hibbelige, aber das würde nur Eine verstehen ;-)
Jutta


Verlinkt mit Creadienstag



25. Juli 2016


Kindermund und Kindertat


Mein Sohn kann jetzt Schnürsenkel binden. Sagt er.






Mal sehen, was er demnächst noch so alles kann ;-)


Lächelnde Grüße
Jutta




20. Juli 2016

 

25 Fakten - Bücher und ich


Nachdem ich von so vielen tollen Bloggerinnen (eine Liste findet ihr hier) deren Bücher- und Lesevorlieben 
erfahren habe, bekam ich Lust auch mitzumachen.

Jetzt müsst ihr stark sein (oder einen starken Kaffee neben euch haben), 
denn ich antwortete mal wieder etwas ausschweifend.
Naja, seht lest selbst...





1. Ich lese ausschließlich zeitgenössiche Literatur. Mittelalter oder Science Fiction interessieren mich kein bißchen. 
Einmal las ich einen Mittelalterroman (den mir eine Kollegin aufgeschwatzt hatte), fand ich nicht mal so schlecht 
und nahm mir vor mehr davon zu lesen. Meine Schwägerin gab mir gleich 3 ihrer dicken Wälzer mit und diese 
liegen heute noch ungelesen herum. Ansonsten lese ich querbeet, durchaus auch mal leichte Kost.


2. Literatur in der Schule fand ich schrecklich. Lesen war ein Hobby von mir, das wollte ich mir nicht diktieren lassen 
und ich sperrte mich sofort innerlich gegen jedes "Schulbuch". Besonders schlimm habe ich die Interpretationen 
von Musils "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" in Erinnerung. Ich glaube da ging die Phantasie 
meines Lehreres ein Stück weit mit ihm durch...
Da ich immer recht schnell mit meinen Tests fertig war, begann ich einmal mit Start der "Probe" 
überhaupt erst das Buch zu lesen, naja zu überfliegen. Hat sogar geklappt.
Kult war dagegen "Der Fänger im Roggen" von Salinger. Und weil ich so begeistert war, 
las ich gleich noch "Franny und Zooey" hinterher.


3. In meinem Elternhaus gab es weder viele Bücher, noch kann ich mich erinnern, meine Eltern oft beim Lesen 
gesehen zu haben (ich glaube meine Mutter hat erst wieder damit begonnen, als wir größer waren). 
Aber meiner Schwester und mir wurden seit ich denken kann, vorgelesen. Jeden Abend eine Gute-Nacht-Geschichte. 
Meine ältere Schwester, mit der ich lange ein Zimmer teilte, las jeden Abend im Bett und ich konnte es kaum abwarten, 
endlich in die Schule zu kommen und lesen zu lernen. Sobald ich das einigermaßen konnte lag ich auch abends mit 
einem Buch im Bett und las. LAUT! (Ich dachte übrigens immer alle Kinder würden anfangs nur laut lesen können, 
aber meine Tochter konnte von anfang an leise lesen. Hm...).




4. In der Grundschule (3. und 4. Klasse) bekamen wir die "Unendliche Geschichte" vorgelesen - immer wenn jemand 
Geburtstag hatte gab's ein Kapitel. Ein tolles Ritual finde ich (ich frage mich im nachhinein allerdings, ob wir diesen 
dicken Schmöker auch nur annähernd geschafft haben). Ich kenne das ganze Buch, aber ob aus der Schule?


5. Sobald ich aufs Gymnasium ging, war ich eifrige Besucherin der dazugehörigen Bücherei. 
Ich erinnere mich aber nur noch an eine Bücherreihe, nämlich eine Gruppe Kinder, die Detektive spielten. Leider kann 
ich mich überhaupt nicht mehr an den Titel erinnern (und es waren weder die 5 Freunde, noch die 3 Fragezeichen).


6. Weil der Name schon so oft fiel: die 5 Freunde von Enid Blyton las ich natürlich auch, hörte dann aber damit auf, 
weil die Freunde meiner Meinung nach ständig picknickten (und Eierbrote aßen und darauf bekam ich dann immer Lust 
und hatte keine). Nun habe ich bestimmt schon 20 Bücher davon zusammen mit meiner Tochter gelesen 
und kann mein "Problem" von damals gar nicht mehr nachempfinden.


7. Einige meiner alten Kinderbücher habe ich mittlerweile meiner Tochter zum Lesen gegeben und das 
erfüllt mich wirklich mit Freude (sie ist genau so eine Leseratte wie ich es früher war).


8. Im Alter von etwa 19 oder 20 Jahren habe ich sämtliche Patricia Highsmith - Krimis (angefangen mit 
den Ripley-Romanen) gelesen. Heute lese ich kaum noch Krimis.


9. Ich würde gerne einige Bücher nochmals lesen, aber bei meinem geringen Lesepensum kann ich froh sein, 
wenn ich die vorhandenen überhaupt schaffe.




10. Ich habe mir schon mehrmals vorgenommen keine neuen Bücher mehr zu kaufen, ehe ich alle gelesen habe 
(von der Bücherei ganz zu schweigen), breche dies aber ständig.


11. Generell bin war ich ein "Serienleser". Es fällt mir schwer nach einem ausgelesenen Buch mit einem 
völlig neuen zu beginnen. Gerne lese ich dann nochmal ein Buch vom gleichen Autor.


12. Ich lese niemals zwei Bücher gleichzeitig (ausgenommen eins davon ist ein Fachbuch oder Kinderbuch).


13. Ich lese nämlich immer noch meiner Tochter vor. Die ist mittlerweile 9 und kann das nun schon eine ganze große Weile alleine, aber wir haben da immer noch Spaß dran (und es gibt wirklich tolle Kinderbücher).


14. Essen und Trinken in Büchern spricht mich wahnsinnig an. Ich brauche dann ganz unbedingt auch "Kässpätzle" oder "Schokokuchen" oder "feine französische Küche", je nachdem was gerade im Buch verzehrt wird. 
Bei Patricia Highsmith wurde übrigens immer Whiskey getrunken... ach, fragt nicht...


15. Früher war ich großer Fan von John Irving, bis zum Buch "Zirkuskind", das hat mich so gelangweilt. Ich begann zweimal damit 
und kam dennoch nicht weit, was mich sehr frustrierte. Mein Lieblingsbuch von Irving ist übrigens "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker" (alleine der Titel!). Also glaube ich, denn so ganz genau kann ich mich an den Inhalt natürlich 
nicht mehr erinnern... (ist auch schon ewig her, dass ich es gelesen habe). Siehe Punkt 17.


 

16. Ich habe einen Bekannten, dessen Arbeitszimmer quasi aus Büchern besteht (im Ernst, ich kennen niemanden, der so viel liest (und trotzdem noch Zeit für so viel anderes hat). Trotz dieser zig Bücher kann er mitten in einem Gespräch aufstehen, um mal schnell ein Buch zu holen und mir eine Stelle daraus vorzulesen. Ich finde das unglaublich, wie kennt er alle Inhalte? 
Wie findet er so schnell das Buch und die passende Stelle?


17. Und da kommen wir schon zum nächsten Punkt. ICH vergesse Handlungen unglaublich schnell wieder. 
Selbst wenn ich das Buch sehr gut fand, bleibt meist nur eine vage Erinnerung, 
manchmal nur so eine gefühlte Grundstimmung.
Ich weiß noch wie wir mit Freunden Activity (oder Tabu?) spielten. Meine Freundin und ich (beide damals John 
Irving Liebhaber) waren ein Team und sie fragte dauernd : Wie heißt der Hund in "Hotel New Hampshire"? 
Der Hund!!!! (er hieß Kummer), als ob ich mich an sowas je erinnern würde, also echt...


18. Ich habe - noch gar nicht lange her - fast alle Bildbände (Wohnen, Gärten) und viele Kochbücher weggeben
Erst tat es weh, weil diese Bücher teilweise nicht ganz günstig waren, aber hinterher fühlte ich mich so gut 
und so frei (und freute mich über den leeren Platz im Bücherregal).
 

19. Meine Bücher sehen hinterher aus wie ungelesen. Eintragungen oder gar Eselsohren kämen mir nie in den Sinn. 
Hat das Buch Knicke, stört mich das sehr (das wurde wohl von meiner Mutter verebt) und ihr könnt euch vorstellen, 
wie schwer es mir anfangs fiel, meinen kleinen Kindern Bücher in die Hand zu geben. 


20. Lange konnte ich kein Buch weglegen, ehe es ausgelesen war, selbst wenn es mich langweilte. 
Heute schaffe ich das, fühle mich aber immer noch ein klein bißchen schlecht dabei.  
 




21. Größte Lese-Entdeckung während des Studiums. Man liest ein Fachbuch und kapiert rein gar nichts. Man liest es 
nochmal und versteht es plötzlich. Wie geht das? Es ist doch gar kein Wissen dazugekommen??


22. Kurz nach dem Abi hatten wir ein Treffen mit unserem Sozialkunde-LK. Ich weiß nicht wie es dazu kam, 
aber mein "Ex"-Lehrer (unterrichtete auch Deutsch) meinte plötzlich: "Ich wette dir gefällt Alexis Sorbas 
und wenn nicht, bist du das nächste mal eingeladen".
Und wie ging es aus?
Ich habe bis heute Alexis Sorbas nicht gelesen und auch meinen Lehrer bis heute nicht mehr wiedergetroffen. 
Aber jetzt, wo ich wieder daran denke, sollte ich es vielleicht doch mal angehen. Was meint ihr, lohnt es sich?


23. Ich habe keine speziellen Leseplatz, aber meistens ist es das Bett. Früher las ich auch oftmals in Cafés, 
das habe ich aber schon ewig nicht mehr gemacht. 


24. Literaturverfilmungen finde ich meist enttäuschend und bin entrüstet, wenn Handlungen 
völlig falsch sind oder dazugedichtet wurden. 


25. Als Kind kannte ich keine Wimmelbücher und als Mutter fand die anfangs eher komisch. 
Mittlerweile liebe ich sie und finde es richtig schade, dass meine Kinder aus dem Alter raus sind.


Seid ihr noch da? Seid ihr erschöpft?
Ich hatte schon überlegt den Post zu splitten, aber hey, jetzt einen schönen, 
eiskalten Eiskaffee und die Energie ist wieder zurück!! ;-)


Beim Fotografieren habe ich übrigens seit langem mal wieder meine Jugendbücher durchforstet (ich habe gar nicht 
so viele und schätze das ist meinen vielen Büchereibesuchen geschuldet). Ein paar nahm ich in die Hand 
und blätterte darin. Sofort kamen Erinnerungen hoch. So schön, kann ich ich jedem nur empfehlen!
 Komischerweise habe ich bei meinen Kinder- und Jugendbüchern fast das Gefühl mich besser an den Inhalt zu erinnern.  
Und bei manchen Büchern weiß ich noch ganz genau wie ich mich beim Lesen fühlte.


Habt einen sonnigen Tag, vielleicht ja sogar lesend auf der Gartenliege?


Bücherregaledurchstöbernde Grüße
Jutta