9. Oktober 2014


Ein- und gekocht


Eigentlich wollte ich euch heute nur mal zeigen, wie gut ich es mir manchmal Mittags gehen lasse, 
doch dann ist mir siedend heiß eingefallen, dass ich doch versprochen habe, das supereinfache, 
aber leckere Rezept für Ofentomaten zu posten.

Also kommt heute eben beides.




Ursprünglich wollte ich ja dieses Rezept ausprobieren, denn ich bin ein großer Fan von Michaela und ihrem Blog. 
Allerdings hatte ich auch noch ein anderes Rezept vorliegen und was soll ich sagen, die Faulheit siegte, 
denn beim zweiten Rezept mussten die Tomaten nicht enthäutet werden.
(Leider) hat mir das Resultat dann auch so lecker geschmeckt, dass die Chancen für das erste Rezept 
schlecht stehen (aber sollte jemand beide Varianten ausprobieren, bitte unbedingt Feedback an mich!)




Und weil ich heute darüber schreibe, koche ich auch gleich nochmal eine Ladung ein.
Bis zu diesen Sommer gab es bei mir nie Nudeln mit purer Tomatensauce, denn die fertigen mag ich nicht.
Aber jetzt... (und meine Kinder mache ich damit seeeeehr glücklich!)

Hier ist also das Rezept (und am besten man nimmt es mindestens gleich doppelt!!!)



Selbstgemachte Tomatensauce

Etwa 1 kg Tomaten, je nach Größe, halbieren oder vierteln und sie zusammen mit 5 Knoblauchzehen mit Schale (ich quetsche sie vorher immer noch ganz leicht), einer geschälten und geviertelten Zwiebel, drei Zweigen Thymian und zwei Zweigen Rosmarin gleichmäßig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen. Etwas Olivenöl (ca. 2 EL) und 2 EL Honig darauftröpfeln und noch mit Salz, Pfeffer und Was-immer-ihr-wollt (ich habe so eine Gewürzmischung aus dem 1-Welt-Laden, 
die ich fast in alles reinmache) würzen.

Bei 180 Grad Umluft etwa 45 Minuten "backen" lassen, bis die Zwiebeln an den Rändern dunkel werden.

Nun werden die Kräuter entfernt und der Knoblauch geschält und alle Zutaten mitsamt 200 ml Wasser und 
zwei EL Aceto Balsamico in einen Topf gegeben und püriert. Danach läßt man das ganze 
nochmal 10-15 Minuten köcheln, bis die Sauce etwas eingedickt ist.
Eventuell nochmal abschmecken und dann in saubere Gläser füllen und kurz auf den Kopf stellen.

Und nun kann der Winter kommen (und nicht nur der)!



Und was es mit diesen Bildern auf sich hat? Ich habe den Federweißen wieder für mich entdeckt. Ist der lecker!! 
Und ja, ich trinke ihn (schon) mittags (allerdings ist er noch süß wie Saft und der Alkoholgehalt dürfte gegen Null gehen).

Meist koche ich mittags für mich (vor allem die vielen Dinge, die meine Familie essentechnisch verweigert), 
doch manchmal muss es schnell gehen. In diesem Fall tat es das: Glas auf, Pesto über die gekochten Nudeln, 
etwas Parmesan drauf und fertig. Es war so lecker. Und sooo knofelig!!

Zu dem Pestoglas gibt es allerdings eine schöne Geschichte. 
Bekannte meiner Eltern veranstalten einmal jährlich einen "Verkauf" in ihrem Garten. 
Da stehen sie dann früh um 5 Uhr auf, backen Brot und bereiten alles vor. 
Es gibt - alles selbstgemacht (!) - Pesto, Marmelade, Säfte, Honig (jaa, sie haben auch Bienen), Seifen, Mittel gegen 
Mückenstiche (Spitzwegerichöl), Physalis, Lavendelblütensirup und und und. Dazu wird kostenlos Kaffee und Kuchen angeboten. 
Und nun haltet euch fest. Fast der gesamte Erlös wird gespendet!
Ich finde das so toll. Und dabei sind beide berufstätig, haben Kinder, Haus und Haushalt.
Einfach vorbildlich dieses Engagement. 

Also wenn man es genau nimmt, tat ich auch noch was Gutes, während ich das Essen genossen habe 
(okay, genaugenommen hat meine Mutter das Gute getan, denn sie hat es gekauft und mir geschenkt.)

So, genug erzählt .

Ich wünsche einen sonnigen Tag! 

Federweißleichte Grüße
Jutta




Kommentare:

  1. Hallo Jutta,
    richtig so! Genieße alles was Du kannst, Stress gibt es genug im Leben.
    Und was für ein tolles Engagement! Schön das es solche Menschen gibt!
    Das Rezept für die Tomatensauce wird probiert, Tomaten stehen schon
    auf der Einkaufsliste. Danke für das Rezept.
    Liebe Grüße, Kerstin

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  2. Ich habe immer so viele Tomaten über, da wäre dies eine gute Sache um sie zu verwerten.
    Ich mag auch den Federweißer sehr gern, warum nicht auch Mittags ;-)
    Liebe Grüße
    Christin

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  3. Tomaten … wenigstens einmal in der Woche mache ich mir Ofentomaten oder Tomatensoße … Soul-Food par excellence. Danke für die Erinnerung an den Federweißen … muss mal schnell kucken, ob es den hier auch schon gibt.
    Liebe Grüsse
    Claudine

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  4. Superschöne Idee.. der Spendenbasar!! Ofentomaten.. wenn ich wieder einen richtigen Ofen habe, versuche ich mich auch mal daran..immer noch verregnete Feriengrüße, Nicole.. wusstest Du das Gegenden gibt, wo es aber absolut gar keine Verbindungen gibt?? Funklöcher, noch und nöcher... aaargh?? Plus Dauerregen.. Ferienzeit grummel...

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  5. Liebe Jutta! Ich weiß ja gar nicht, wo ich anfangen soll, meinen Senf dazuzugeben! ;-) Also 1. Die Tomaten auf dem ersten Bild sind meine allerliebsten Lieblingstomaten! Ich finde sie sooo aromatisch, das findet man kaum bei anderen! Ich esse ein Paket ratzfatz weg! 2. Kannst mich gerne mal zum Mittag einladen (schmoll)! Bei mir sieht es etwas einfacher aus: Knäcke und Co.! 3. Federweißer : mein Mann hatte vor ein paar Tagen eine Flasche gekauft. Der schmeckte auch total lecker, hatte allerdings 10,5 Umdrehungen (also %). Dann würde ich kein vernünftigen Satz mehr zustande bringen! 4. Die Bekannten deiner Eltern: Daumen hoch! Ich mag solche Menschen! Am Freitag in einer Woche habe ich zum Thema Spenden auch etwas vorbereitet...!
    Freue mich, dass du beim Farbrausch mitmachen wirst und laufe jetzt mal in unseren Weinkeller. Hat mein Mann vielleicht 2 Flaschen gekauft??? ;-)
    Bis bald, liebste Grüße
    Anne

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  6. Liebe Jutta,
    erst mal Hut ab vor den Bekannten Deiner Eltern, ich finde sowas immer toll, obwohl natürlich auch gleich das schlechte Gewissen in mir erwacht. Ich bin ja keine große Vorratshalterin, aber Tomatensauce koche ich tatsächlich auch immer im Herbst gläserweise vor, da kommt wohl die Berufsitalienerin in mir durch. Und da ich die Enthäuterei auch abgrundtief hasse, werde ich mal Deine Variante ausprobieren.
    Ganz liebe Grüße,
    Karin

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  7. michas rezept hab ich auch schon gespeichert, bin aber noch nicht dazu gekommen, die soße zu kochen. da ich tomaten häuten auch nicht gerade mag, probier ich erstmal deins! am wochenende gibts auf dem markt hoffentlich noch tolle tomaten!
    so einen verkaufsbazar zu machen und alles zu spenden hat meine volle hochachtung!
    liebe grüße von mano - ich koch mir jetzt was...

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  8. Her mit der Tomatensoße, das könnte ich jetzt zum Abendbrot vertragen! Rezept ist gespeichert, am WE wird wieder gekocht und gebacken, yeah! Liebste Grüße von der Elbe, Ulli

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  9. Das hört sich nicht allzu kompliziert an, müsste machbar sein :-)
    liebe Grüße und guten Appetit,
    Dani

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  10. menno, ich habe dieses Jahr noch keinen Federweißen getrunken - eine Schande....
    Die Ofentomaten will ich die ganze Zeit schon mal ausprobieren, danke für Deine Erinnerung
    herbstlich Judika

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  11. Coool. Ich stehe auf einfache aber gute Rezepte und das hier scheint eine gute Alternative zu meinem Jamie-Oliver-Ketchup zu sein, noch dazu, da das bei mir nie Ketchup ist, sondern wirklich eher Sauce. Werde ich bestimmt ausprobieren! Danke Dir.

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  12. Hmmmm liest sich seeeehr lecker *DANKE* und eine prima Sache !!
    ;o)

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