24. April 2014


Löwenzahn, die zweite und Spinatkuchen


Ich erwähnte ja, dass es bei uns an Ostern süßen Spinatkuchen gab und die liebe Kebo hat mich nach dem Rezept gefragt. 
Das Interesse ehrt mich natürlich und ich freue mich, Kebo mal etwas zurückgeben zu können,
denn ich habe schon einige ihrer feinen Speisen nachgekocht.






Griechischer Spinatkuchen

Es ist ganz einfach:
Man nimmt 4 Eier, 1 Glas Zucker, 1 Glas Öl, 1 Glas Spinat ( klein gehackt), 2 Gläser Mehl, 1 Packung Backpulver und mischt alles zusammen. Ich habe den Spinat nur so mittelklein gehackt in der irrigen Annahme man würde später schon alles noch pürieren. Ziemlich blöde, denn kennt irgendjemand ein Kuchenrezept, wo püriert wird? Eben! Ich hätte auch einfach die 4 Zeilen Rezept durchlesen können, aber nein.... (zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass der Kuchen, den ich vor einiger Zeit aß, wirklich grasgrün und nicht als Spinat erkennbar war, insofern hatte ich wohl Pürieren im Kopf). 
Jedenfalls fand ich meine Spinatblättchen im Teig dann doch etwas groß und habe kurzerhand tatsächlich den Teig "püriert". Er war fluffig und locker, es schien ihm also nichts ausgemacht zu haben. Aber lange Rede kurzer Sinn: den Spinat bitte sehr fein schneiden!!
Dann gibt man den Teig laut Rezept auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech. Ich nahm eine Kuchenform ca. 30x30cm. Gebacken habe ich das ganze bei 180 Grad ca. 20 Minuten?? (ich weiß es nicht mehr genau und im Rezept stand nur backen).
Dann schneidet man rundherum ca. 1 cm Rand ab (oder eben an einer Seite einfach etwas mehr) und bröselt diesen klein. 
Danach bestreicht man den Kuchen dünn mit der Lieblingsmarmelade, schlägt 2 Becher Sahne (kann auch etwas weniger sein) und bestreicht den Kuchen damit. Zum Schluss werden die Brösel über den Kuchen verteilt und fertig ist das ganze. 

Klingt merkwürdig, sieht aber toll aus und schmeckt auch so. 
Fand sogar mein Vater!! Und der ist essenstechnisch nicht sehr experimentierfreudig!




Doch nun zum eigentlichen Thema. Mein Löwenzahngelee
Nach dem Dilemma von letzter Woche, habe ich mich nicht entmutigen lassen, sondern bin heute erneut frohen Mutes zur Tat geschritten und siehe da - es gelang!




Wunderbarer Löwenzahngelee! 




Nach meditativem (diesmal mit der doppelten Menge) Blütenausrupfen ging's ans vorsichtige Köcheln. 
Zucker dazu und fertig war das Gelee. 
Und was soll ich sagen, ich finde es lecker. In erster Linie natürlich süß, mit einem etwas fremden, 
ganz leicht medizinisch angehauchten, aber sehr leckeren Geschmack.
Ich bin schon gespannt, was der Rest der Familie dazu sagen wird (sofern er probiert).
Bei nächsten mal werde ich jedenfalls aufs Blütenausrupfen verzichten. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich nötig ist.





Beim Löwenzahnsammeln hätte sich fast ein Drama abgespielt.
Ein Stück neben der Löwenzahnwiese entfernt ist eine Landstraße. Und diese wollte eine Familie mit ihren Fahrräder überqueren. 
Der Vater war schon auf der anderen Seite, die Tochter wollte nachfahren, doch es kam ein Auto. Die Mutter schrie: Halt an! Stopp! STOPP!!!!!!!!! Doch die Tochter fuhr. Glücklicherweise hatte der Fahrer des Autos die Situation wohl schon frühzeitig erkannt, richtig eingeschätzt und gebremst. Das Mädchen konnte die Straße unbehelligt überqueren.

Doch was wenn nicht? Seit ich Kinder habe, machen mich solche Situationen völlig fertig. 
Da springt sofort das unschöne Kopfkino an. Ich bin da dermaßen dünnhäutig geworden. Kennt ihr das?


Die Mutter des Kindes schimpfte hinterher wie ein Rohrspatz. Erst das Kind, dann den Vater.  Und ich konnte sie so gut verstehen.
Und wieder Mal wurde mir bewußt, wie sehr man seine Kinder, den Augenblick, das Leben geniessen sollte!!




Habt einen guten Tag. Seht das Schöne und genießt es!

Dankbare Grüße
Jutta






Kommentare:

  1. Was für einmalige Rezepte - gerne würde ich jetzt ein Löffelchen probieren.
    Gut, dass es scheinbar manchmal einen "Schutzengel" gibt!
    Herzliche Grüße, Cora

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  2. Ich kann Dich gut verstehen bzgl. Dünnhäutigkeit... Cora hat ganz recht, gut dass unsere Minis einen Schutzengel haben...
    Und danke fürs Rezept (probiere ich natürlich aus!) und vielen Dank für Deine lieben Worte,
    Glg
    Kebo

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