29. März 2020

Moment mal...

Kleiner Monatsrückblick





Gesehen: Wunderbare bunte Blüten und zarte Knospen an Bäumen und Sträuchern. Was habe ich mich darauf gefreut.

Gehört: Bienengesumme. Und in welcher Lautstärke! (Mein Sohn meint schon, er könne nicht mehr in den Garten gehen, 
weil der voll mit Bienen wäre). Dabei befinden die sich allesamt in unserem kleinen Palmkätzchenstrauch/-bäumchen.

Gelesen: Dazu äußere ich mich jetzt besser nicht. Aber wie will man auch zum Lesen kommen, wenn man ständig neue Corona-
berichte lesen "muss".

Getrunken: Keinen Schnaps, obwohl mir mein Mann neulich einen Filmausschnitt zeigte, wo (am besten viertelstündliches) Hochprozentiges-Trinken gegen Corona propagiert wurde (womit wir wieder beim Flachmann wären, Nicole ;-)). Blöderweise mag ich nur einen bestimmten Haselnussschnaps, den ich momentan gar nicht zuhause habe (sollte ich mir dringend mal wieder schicken lassen). Also blieb's bei Milchkaffee, Wasser, Rotwein und Ingwershot.

Gegessen: Leckere selbstgemachte Burger am Geburtstag meines Sohnes (sein Geburtstags-Wunschessen). Heute hätte es das erste Grillgut geben sollen, aber der Winter ist ja leider wieder zurückgekehrt.

Getan: Nichts anderes als sonst. Ich gehöre nicht zu denen, die plötzlich mehr Zeit haben. Und nein, mein Keller ist immer noch nicht aufgeräumt.

Gegrinst: Als ich auf der Suche nach Birkenzweige für Kränze war. Nirgendwo waren auf meinem Spaziergang Birken zu sehen (das ist so typisch!). Dann endlich, ein Birkenbaum. Ich umkreiste ihn, doch er war viel zu hoch und hatte keine Zweige "abgeworfen". Und vor lauter Zur-Birke-Hochschauen hätte ich fast den Haufen abgesägter Birken übersehen, der auf der anderen Seite lag. Tat mir sehr leid um die schönen Birken (die ich generell sehr mag), aber für meine geplanten Birkenkränze war es das Paradies.

Gedacht: Ist es nicht verrückt wie sich alles geändert hat? Hätte uns das jemand vo einem halben Jahr prophezeit, hätten wir wohl laut und schallend gelacht. Aber ich komme glücklicherweise gut damit klar. Ich bin in Sorge, habe aber meist keine Angst. Und unser Familienleben klappt ganz gut. Die Kinder streiten eher weniger, Homeschooling ist überhaupt kein Problem (wir werden nicht mit Arbeiten überhäuft und ich finde es ehrlich gesagt auch nicht schlimm, wenn ein Jahr mal etwas Lehrstoff ausfällt) und solange man rausgehen kann, fühle ich mich auch nicht eingesperrt. Mein Kleiner hat Facetime mit seinen Freunden entdeckt und das Töchterlein ist sowieso immer mit ihren Freundinnen in Verbindung. Soweit, so okay. Natürlich verschließe ich nicht die Augen vor den vielen Tragödien, die Corona mit sich bringt und bringen wird und weiß auch, dass sich andere damit schwerer tun.

Genossen: Die Tage im Garten. Ich hoffe es bleibt bald nachhaltig wärmer.

Geschmunzelt: Über mich im Supermarkt. Ich war so glücklich als ich eine kurze Schlange an der Kasse entdeckte. Doch als ich mit 
meinem Einkaufswagen hingefahren war und mich eben "positionieren " wollte, da musste ich feststellen, dass das gar nicht das Ende war. 
Ich sage nur Sicherheitsabstand! Der Hintermann hatte davon so viel eingehalten, dass ich die Schlange gar nicht als solche erkannt hatte 
(und die in weiterem Abstand dahinter an den Kühltheke lehnenden Personen auch nicht). Glücklicherweise fiel es mir noch rechtzeitig auf. 

Gelächelt: Als ich hörte, dass eine Bekannte immer Schnaps in ihren selbstgemixten Ingwershot gibt. Da hat jemand "Shot" wohl 
zu wörtlich genommen (und das war schon vor Corona so!).

Gewundert: Dass die Wahlen in Bayern stattfanden. Ebenso wie diverse Ärztekongresse.

Geärgert: Eher für sehr schlimm befunden. Nämlich dass ein Redner auf einem Kongress (Anfang März, als alles noch normal lief) den Veranstalter fragte, ob er zu seinem Vortrag auch eine Broschüre austeilen dürfte. Soweit so gut. Doch es stellte sich heraus, dass die letzten 3 Seiten dieser "Business-Broschüre" rassistische Parolen gegen Muslime beinhaltete. Glücklicherweise wurde es vor dem Austeilen noch bemerkt. Wie voller Hass muss ein Mensch sein, um so etwas zu tun?

Gelogen: Als ich neulich meinte: "Kinder, freut euch über den schulfreien Tag wegen Sabine, so schnell wird es keinen Tag schulfrei 
mehr geben."

Gehofft: Dass die meisten - ohne es zu merken - schon Corona-infiziert waren und es eine hohe Immunität in der Bevölkerung gibt. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Geschluckt: Als ich zu einer alleinlebenden Nachbarin ging, um ihr zu sagen dass wir jederzeit für sie einkaufen gehen würden und auch generell für jede Hilfe für sie da wären (ich muss gestehen, dass ich sie bislang gar nicht so auf dem Schirm hatte, obwohl sie nur zwei Häuser weiter wohnt, weil sie so sportlich und dynamisch rüberkommt). Da bekam meine Nachbarin tatsächlich feuchte Augen (wir haben sonst nichts miteinander zu tun und so hätte ich sie gar nicht eingeschätzt) und bedankte sie herzlichst. Und auch ich musste schlucken und wurde ganz gefühlsdusselig (seit ich Mutter bin, treffen mich Tod, Zusammenhalt und gute Taten immer sehr). Auf alle Fälle zeigte sich mal wieder: Helfen (in diesem Fall sogar nur Hilfe anbieten) macht froh!

Gelacht: Als ich mit meiner Tochter erstmalig Snapchat-Fotos machte. Also ich muss sagen, auch als Mann hätte ich mich gar nicht so schlecht gemacht ;-)) (Jaa, ich bin eine Spätzünderin, ich weiß)

Geplant: Schöne Osterbasteleien mit den Kindern. Ich freue mich auf Ostern, auch wenn es sehr schmerzt, es ohne meine Eltern feiern zu müssen.

Gefreut: Dass der Geburtstag meine Kleinen - trotz fehlender Gäste und sonstigen Aktivitäten (wir machten stattdessen eine Schatzsuche im Wald) trotzdem ein sehr schöner war.

Gekauft: Zwei Pflanzen über den Versandhandel, da in Bayern Gärtnereien und Baumärkte geschlossen haben. Und ein bißchen frühlingshafte Gartenfreuden wollte ich unbedingt ausleben.

Geklickt: "Stayathome" in seinen diversesten Varianten.






Märzgrüße
Jutta





3. März 2020

Moment mal...

Kleiner Monatsrückblick





Gesehen: Aprilwetter at its best! Und jede Menge Regentropfen.

Gehört: Schwanensee. Eigentlich war es eine Ballettaufführung, aber ehrlich gesagt, bin ich gar kein allzu großer Fan des 
klassischen Balletts mehr. Und um so mehr genoss ich die wunderbare Musik.

Gelesen: Immer noch das gleiche Buch wie letzten Monat. Ende nicht so schnell in Sicht. Weiß auch nicht was lesetechnisch 
mit mir los ist (und dabei warten so viele verheißungsvolle Bücher auf mich).

Getrunken: Nach wir vor täglich einen selbstgemachten Ingwershot.

Gegessen: Naja, das war mal 'ne Pleite. Als meine Tochter eine Woche ins Silager fuhr - und ich somit nicht mittags für uns beide kochen musste - habe ich mir sofort eine Liste mit meinen Lieblingsessen geschrieben (nichts davon würde ihr schmecken) und mich darauf gefreut. Aber was sind schon Pläne. Gleich am ersten Tag war dank 'Sturm Sabine' schulfrei und ich hatte hier drei Jungs herumhüpfen - ich entschied mich für Pfannkuchen (NICHT auf meiner Liste). Am Abend kochte sich mein Mann noch etwas und so aß ich am nächsten Tag dessen Reste (stand auch nicht auf der Liste). Und tags darauf überkam mich plötzlich so der Hunger, dass ich schnell etwas vom Imbiss holte. 
Letztendlich habe ich genau einen Tag etwas für mich gekocht.

Getan: Sortiert, überlegt, mich fortgebildet.

Geschmunzelt: Als ich neulich am Pfandflaschenautomat  stand und der Automat meine Flasche (eine große 1l-Glasflasche) mit der Begründung "zu leicht" ablehnte. Also "nicht im Sortiment" oder dergleichen kennt man ja, aber "zu leicht" war mir neu. Und natürlich hat 
er sie beim zweiten Versuch doch genommen. Automaten, diese Zicken...

Gegrinst: Als ich von drei dank-Sabine-schulbefreiten Jungs (meine Tochter war übrigens empört, da gibt es einmal schulfrei und sie ist gerade im Skilager!), ein kleines Exklusiv-Konzert im Wohnzimmer bekam. Gesanglich hin und wieder sehr frei interpretiert, aber mit einer sehr originellen Lichtshow (dank gefühlter 300 Taschenlampen).

Gedacht: Also die Argumente, die gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen hevorgebracht werden, sind teils doch sehr unsachlich und lassen einen ernsthaft an so manchen Journalisten (oder gar der Zeitung an sich) stark zweifeln. Da werden plötzlich Äpfel mit Birnen veglichen (nein eigentlich sogar Äpfel mit Kellerasseln). Dass manche gegen ein Limit sind, weil sie einfach gerne schnell fahren oder eiligst von A nach B kommen wollen (gerade wenn die Autobahn frei ist) oder schnelle Autos herstellen, kann durchaus ein Grund sein. Aber umwelt- und unfalltechnisch spricht doch nun wirklich alles für eine Begrenzung.

Geschüttelt, den Kopf: Mein Sohn und ich gingen erzählend den Gehsteig entlang, da bemerkte ich plötzlich - halb über meine Schulter - eine Autofahrerin, die uns böse ansah und wild gestikulierte, weil wir uns anscheinend völlig falsch verhalten hatten. Wir hätten wohl  a) bei jeder Einfahrt genau den Verkehr beobachten und sofort stehenbleiben müssen, wenn ein Auto (links) abbiegen möchte oder b) sofort lossprinten, damit die Fahrerin keinen Zeitverlust (wertvolle Sekunden) erleiden muss. Menschen. Laufend. Am Gehweg. Haben die irgendwelche Rechte? Was soll man von solchen Verkehrsteilnehmern halten? Da lann man nur den Kopf schütteln und ihnen Hirn wünschen.

Geplant: Nicht am Coronavirus zu erkranken.

Genossen: Die nun wesentlich längeren Tage. Bin ein Lichtmensch.

Gewundert: Wieviele Bäume Sturm Sabine doch ab- bzw. umgerissen hat. Eigentlich dachte ich, hier wäre nicht viel passiert, aber als wir am Wochenende darauf im Wald waren (nicht sehr ratsam, wie ich mittlerweile gelesen habe), sah es da doch reichlich wüst aus.

Geseufzt: Mein 8-Jähriger brachte kürzlich das Freundebuch eines (wie solltes es anders sein) Freundes mit. Eigentlich eine schöne Sache, doch über die vielen "Ausdrücke", die ich darin fand (es hatten erst zwei hineingschrieben), war ich doch ziemlich entsetzt und musste meinem Kleinen gleich einen kleinen Vortrag über angemessene Sprache halten.

Geärgert: Über die "medifanten". Nachdem ich neulich wieder Bücher aussortiert und an drei Veraufsportale geschickt hatte, bekam ich von den medifanten den Hinweis, sie könnten zwei Bücher nicht annehmen. Eines wäre zu gebraucht, das andere ein Mängelexemplar mit erkennbaren Mängeln (Mängelexemplare sind grundsätzlich erlaubt). Ich war irritiert und ließ mir die Bücher zurückschicken (kostet nur 5 €!). Und was sah ich? Mein bis dato ungelesenes und wie nagelneu aussehenden Buch hatte zwei Schlitze auf der Buchoberseite. Also als ich die Bücher eingepackt hatte, waren die noch nicht da. Vielen Dank, ganz sicher werde ich da KEINE Bücher mehr hinschicken. Bei momox und rebuy hatte ich solche negativen Erlebnisse noch nie!

Gehofft: (auch weiterhin!) Dass die Fremdenfeindlichkeit in unserem Land minimiert wird.

Gefreut: Dass die AfD in Hamburg fast an der 5-Prozenthürde gescheitert wäre. Leider nur fast.

Gekauft: Eine Überwachungskamera. Wer die letzten Monatsrückblicke gelesen hat, weiß warum. Traurig aber notwendig. Netter Funfact. Ich weiß nun, dass die Nachbarskatze jede Nacht zwischen 4:08 und 4:21 unseren Carport durchläuft. Lustig, mir war gar nicht klar, dass Katzen so exakte Rituale/Nachtabläufe haben.

Geklickt: Ein guter Text. Lang, aber es lohnt sich!


Ex-Februar-mittlerweile-Märzgrüße
Jutta




30. Januar 2020

Moment mal...

Kleiner Monatsrückblick




Gesehen: Eine schöne Mischung aus einer Kabarett- und einer Zirkusvorstellung. Zuerst haben wir uns bei Lizzy Aumeier amüsiert. Sehr kurzweilig und wirklich vergnüglich. Und am nächsten Tag ging es mit den Kindern zum Zirkus Flic Flac. Ich bin seit langem großer Roncalli 
und Flic Flac Fan (Werbung, unbeauftragt und unbezahlt) und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Ein paar Beruhigungspillen vorher wären allerdings für die eine oder andere Nummer nicht verkehrt gewesen ;-)) (das Alter, das Alter!). Jedenfalls wir waren alle vier hellauf begeistert 
und verließen die Manege bestens gelaunt (und mit Adrenalin im Blut).

Gehört: Musisch kaum etwas. Ich vergesse ständig mir Musik anzumachen (wobei ich Musik beim Arbeiten nach kürzester Zeit ohnehin nicht mehr wahrnehme). Dafür einige Podcasts Beim Kochen oder zum Einschlafen.

Gelesen: "Die Weihnachtsgeschwister" von Alexa Hennig von Lange und "Die Zweisamkeit der Einzelgänger" von Joachim Meyerhoff.

Getrunken: Viel Kaffee, wenig Prosecco. Und schwarzen Tee.

Gegessen: Jackfrucht. Schon eine ganze zeitlang lag die Packung in der Küche herum, doch irgendwie traute ich mich nicht so richtig ran. Am ersten Tag der "veganen Woche" (siehe unten) war es dann aber soweit. Es gab sie als Fleischersatz zu Reis und Gemüsecurry. Und - wir waren gar nicht begeistert. Das könnte allerdings auch an der beiligenden Würzmischung liegen, die ich benutzt habe (das ganze schmeckte ein bißchen bitter). Wir geben der Sache also noch eine Chance. Von der Konsistenz her war es okay, auch wenn es mich kein bißchen an Hähnchenfleisch erinnert hat (wie oft berichtet). Das nächste Mal würze ich selbst, mal sehen wie wir es dann finden. Ich werde berichten. Und falls ihr schon Erfahrung mit Jackfleisch gesammelt habt, nur her damit!

Getan: Bücher verkauft und ich habe immer noch etliche, die hier keinen Platz mehr haben. Vielleicht stelle ich demnächst mal ein paar 
hier vor/ein.

Gespielt: Unser neuestes Spiel heißt "Noch mal!" und die ganze Familie findet es klasse. Beim ersten Lesen der Spielregeln hat man etliche Fragezeichen im Kopf, aber nach einmal Spielen macht es riesig Freude. Sehr kurzweilig, eine absolute Kaufempfehlung. Was ich ebenfalls gerne mag und empfehlen kann: Qwixx und Dodelido. Beides sehr einfache, aber dennoch raffinierte Spiele, die man gut mit der ganzen Familie spielen kann. (Werbung unbezahlt, unbeauftragt)
Und mit meinem Kleinen habe ich erstmalig Stadt-Land Fluß (eigentlich ohne Fluß und etwas abgewandelt) gespielt. Ich habe dieses Spiel früher geliebt und mag es immer noch. 

Gegrinst: "Wie kann man nur so...." Da stelle ich ein Foto der gefundenen Fußballschoner in die Fußball-Whatsappgruppe meines Sohnes, entschuldige mich, dass wir die versehentlich eingepackt haben und frage wem die gehören... um am nächsten Tag festzustellen, dass es 
die Schoner meiner Tochter sind, die ganz legal bei uns Zuhause rumliegen. Eieieie...

Gelächelt: Über meinen glückseligen Kleinen, nachdem er - als FC Bayern Fan - einige seiner Lieblingsspieler live sehen konnte, von ihnen Autogramme auf seinen Fanschal bekam und auch noch Manuel Neuers Hand berührte. Er jauchzte direkt, als er mir davon am Telefon erzählte und diese Stimmung hielt den ganzen Abend an! Das war wirklich zu schön.

Gedacht: Langsam kann ich das pessimistische Gejammer der Gesellschaft nicht mehr hören. Mehr tun, weniger darüber reden, fände ich mal ganz gut.

Geschüttelt, den Kopf: Ich hatte mich so gefreut, dass ein Zeuge bemerkte (und der Sache auch nachging, in diesem Fall -fuhr und mir Bescheid gab), dass mein parkendes Auto angefahren wurde. Die Fahrerin hatte wohl nichts davon bemerkt. Trotz dieses Zeugen gab sie an, große Zweifel an dem Unfall zu haben (ach so... die Kratzer an ihrem Auto waren schon vorher da, mh). Und selbst jetzt, nach einem weiteren Expertengutachten schafft sie es immer noch nicht, die Sache einzugestehen und vielleicht auch einfach mal entschuldigung zu sagen. Na bin mal gespannt wie es weitergeht. Trotzdem bin ich sehr glücklich über den Mann, der sich nicht nur um "sein eigenes Zeig gekümmert" und mich informiert hat. Wenn es nur mehr davon gäbe!

Geplant: Keller aufräumen, Keller aufräumen, Keller aufräumen (hört das jemals auf?)

Genossen: Meine Kinder. Ja tatsächlich. Sie rauben mir sehr oft den Nerv und ihre Geschwisterstreitigkeiten halte ich manchmal für nicht mehr normal. Aber mir ist sehr bewußt, dass ich sie nicht ewig um mich herum haben werde und ich finde es wunderschön mit ihnen.

Geseufzt: Da beschließt das Kind von jetzt auf gleich eine neue "Challenge" zu beginnen. Eine Woche vegan leben. Schön und gut, nur mal ehrlich, für wen ist das eine Herausforderung? Doch wohl für mich! Und ich hatte noch nicht mal die Möglichkeit etwas Veganes wie Hafermilch oder dergleichen vorher zu kaufen, weil sie es Sonntag Abend beschloss. Ich meine, ICH mache das Frühstück, ICH bereite die Vesperboxen für die Schule und ICH koche das MIttagessen. Das Kind setzt sich hin und isst und spricht dann von einer Challenge. Tststs. Habe sofort einen Essensplan für die Woche angefordert (langt schon, dass ich nun morgens Karotten kleinraspel, um sie aufs Brot zu legen. Noch VOR dem ersten Kaffee!)

Gelacht: Herzlich, als ich kürzlich zum ersten Mal den Satz "Mama, ich bin fast 18!" von meiner 12-Jährigen hören durfte.

Geärgert: Das Briefkastenschloss funktionierte plötzlich nicht mehr. Und dann entdeckten wir, dass in drei Fahrradschlössern (die Räder stehen im Carport) kleine Metallteile steckten, sodass sie nicht mehr schließbar sind. Ob das wieder der böse Nachbar war?? Oder ist das ein unheimlich lustiger Kinderscherz, haha.

Gestaunt: Als plötzlich ein fremdes Auto in unserem Carport parkte. War wohl der Besuch unserer (anderen) Nachbarin.

Gefreut: Darüber, dass ich so gerne mit mir alleine bin. Klingt komisch? Vielleicht, ist aber tatsächlich eine gute Sache, finde ich. Etliche Menschen können es ja nur schlecht aushalten, alleine zu sein und ich bin das richtig gerne. Meine Familie war Anfang des Jahres beim Skifahren und ich habe diese Zeit so genossen.

Gekauft: Tee. Bin momentan in der "Schwarzen-Tee-trink-Phase".

Geklickt: Ist das nicht mal 'ne chillige Musik? Sehe mich gerade mit 'nem Gin Tonic lässig am Rand einer Tanzfläche stehen...



Januargrüße
Jutta


4. Januar 2020

Moment mal...

Kleiner Monatsrückblick

Da ist er endlich, der letzte Monatsrückblick des mittlerweile vergangenen Jahres. Hat ein bißchen gedauert, ich befinde
mich schließlich immer noch in der großen Winter-Weihnachts-Lotterlebenblase. Aber die liebe Nicole wollte ihn jetzt gerne mal, 
ja und Nicoles Wunsch ist mir natürlich Befehl! ;-))





Gesehen: Leider nur einen Hauch von Schnee. Und auch das nur einmal. Wahrscheinlich kommt er genau dann, wenn ich dringend 
mit dem Auto fahren muss und ich wünsche ihn mir schnellstmöglich wieder weg (also von den Fahrbahnen).

Gehört: Weihnachtslieder. Am besten waren die von den Kindern vorgesungenen (naja, außer das eine am Heilig Abend in der Kirche, 
das war wirklich zu schief - zumal da kein Kind von mir mitsang ;-))).

Gelesen: "Bittere Schokolade" von Tom Hillenbrand. Ein kulinarischer Krimi. Aber ganz ehrlich, wenn man so auf Essen anspringt wie ich, ist es absolut nicht ratsam "kulinarische" Bücher zu lesen. Was ich die ganze Zeit an Schokolade essen musste... schlimm! Zuletzt las ich noch "Der Sprung" von Simone Lappert. Fand ich richtig gut. Gefühlt habe ich die ganze Zeit gelesen und kann gar nicht glauben, dass es nur zwei (normaldicke) Bücher waren. Vielleicht habe ich das dazwischen auch schon wieder vergessen und bin in eine neue Phase eingetreten. Nach kürzester Zeit nicht nur den Inhalt der Bücher zu vergessen, sondern das ganze Buch an sich.

Getrunken: Kaffee, Prosecco, alkoholfreies Bier. Und nach wie vor fast täglich einen Ingwershot.

Gegessen: Raclette - gleich zweimal, was mich sehr befriedigt hat. Bisher war das mit den Kindern immer schwierig, aber meine Tochter bemerkte, dass geschmolzener Käse (den sie sonst ablehnt) mit Kartoffeln überaus lecker schmeckt und mein Sohn (lehnt Käse grundsätzlich ab) ist nun glücklich, wenn er sich im Raclettepfännchen Bratkartoffeln brutzeln (naja) kann.

Getan: Gesucht. Ständig und intensiv. Erst suchte ich in allen (und ich habe einige!) Weihnachtskisten erfolglos mein geliebtes Adventsschwein, um es später zufällig im Bücherregal im Wohnzimmer zu entdecken (wo es offenbar das ganze Jahr über zugebracht hatte). Dann suchte ich - langsam verdrossen (und nicht ohne an meinem Verstand zu zweifeln) die Päckchen für den Adventskalender der Kinder (welche ich extra verstecken muss, weil sie in den eigentlichen nicht rein passen). Ich war kurz vorm Aufgeben (obwohl das nicht wirklich eine Option war), da fiel mir das Versteck gerade noch ein! Und zu guter letzt habe ich noch überall ein Weihnachtsgeschenk gesucht, bis ich herausfand, dass ich es noch gar nicht bestellt hatte (und es noch im Warenkorb hing). Und nein, ich fühlte mich eigentlich nicht weihnachtsgestresst!

Gegrinst: Beim Sport. Normalerweise atmet man ja bei Anstrengung aus und bei dem nicht so anstrengenden Teil ein. Doch beim letzten Kurs vor den Ferien meinte unsere Trainerin bei einer Übung: "Jetzt dürft ihr eigentlich nur noch ausatmen, weil die Übung durchgehend anstrengend ist!" Man dankt...

Gedacht: Also einen Neujahrsvorsatz brauche ich schon mal nicht: Sport machen. Ich bin tatsächlich sehr über mich selbst erstaunt und als ich im Februar (??) damit begann, hätte ich niemals gedacht so lange durchzuhalten. Aber meine kleinen Sporteinheiten gehören mittlerweile ganz selbstversändlich zu meinem Tagesablauf dazu (allerdings sollte ich mal was für meine nicht vorhandene Kondition tun).

Geschüttelt, den Kopf: Über uns. Am 24. ist mein Mann ist den Kindern ins Kino gegangen, während ich Zuhause noch unser Weihnachstessen vorbereitete. Der Plan: Wir treffen uns dann in der Innenstadt, essen gemeinsam noch eine Kleinigkeit und bummeln kurz über den Christkindlesmarkt (der am 24. übrigens wunderbar leer ist). Ich saß schon in der S-Bahn, da kam der Anruf: Steige schon eine Station früher aus, bei uns regnet es, die Kinder wollen in Restaurant X essen (schon im Internet gecheckt, sie haben offen), wir holen dich dort mit dem Auto ab. Okay. Ja und dann fuhren wir dahin, doch das Restaurant hatte doch geschlossen, wie auch ALLE anderen (die Kinder wollten Nudeln). Und das einzig offene, war voll. So fuhren wir ewig durch halb Nürnberg, bis wir schließlich (verzweifelt) bei McDonalds landeten! Naja, mein Sohn war glücklich.

Geplant: Mit meiner Tochter gemeinsam selber Nudeln zu machen. Vor schätzungsweise mindestens 7 Jahren habe ich mir die Nudelmaschine meiner Mutter geliehen, aber es blieb bis dato beim Vorhaben. Aber nun, mit einer Mitstreiterin an meiner Seite, wird das bestimmt was werden. Zu schade, dass die Ferien schon fast wieder vorüber sind.

Genossen: Die Weihnachtstage. Und die gehen bei mir bis 6. Januar! Ich bin das ganze Jahr über nie so entspannt wie an diesen Tagen, vor allem zwischen den Jahren.

Geseufzt: Über das Verhalten meiner Mitmenschen an Silvester. Ich bin zwar nicht für ein Silvesterraketenverbot, denn ehrlich gesagt, finde ich es langsam auch mal gut mit den ganzen Verboten (außer die Geschwindigkeisbegrenzung auf Autobahnen, die finde ich schlau). Auch wenn ich selbst noch nie (Tatsache, ich bin ein Schisser) eine Rakete in die Luft geschossen habe und unsere Familie komplett feuerwerkslos lebt, gehören das Feuerwerk doch für mich dazu. Es ist eine schöne Tradition, mit der man das neue Jahr begrüßt. Was ich aber nicht verstehe, ist das Ausmaß. Denn ganz ehrlich, ist es nach 10 Minuten nicht genug? Dann friert man ohnehin meist, der Verstand ist wieder wach und alle haben angestoßen. Aber etliche schießen dann noch ewig weiter (manch einer fängt auch erst um halb drei nachts an).

Gelacht: Über meinen Kleinen und seine Küssfreudigkeit. Mehr will ich dazu nicht sagen. Naja, außer vielleicht, dass er neulich einen Film sah, wo das richtige Küssen erklärt wurde ;-))

Geärgert: Über die Gestaltung des Schuladventsmarkts und dass man dort schon wieder Einweg-Plastikflaschen verkauft hat. Dabei hat sich unser Ort neulich erst gerühmt nun eine "Fairtrade Gemeinde" zu sein, die sich für nachhaltigen und fairen Handel einsetzt. Jaja...

Gewundert: Da las ich neulich in der Zeitung von einem Einbruch, der zwischen 7:00 und 14:30 Uhr passiert sein soll. Der Täter sah südländisch aus und war zwischen 1,60 und 1,65m groß. Und nun frage ich mich: woher hat man diese Täterbeschreibung, wenn man noch nicht einmal weiß, wann der Einbruch stattfand? Merkwürdig, oder?

Geschmunzelt: Über die Jungs (Freunde meines Kleinen) und ihre ersten Liebeleien.

Gefreut: Auf das neue, unbeschriebene Jahr.

Gekauft: Jede Menge Online-Kurse. Bei udemy.com (nichtbezahlte Werbung) kosten alle Kurse bis zum 9. Januar nur 9,99€. Ich habe zufällig davon gehört, also keine Ahnung wie gut die sind, aber ich bin schwer motiviert und werde mich querbeet weiterbilden.

Geklickt: Hier (zum Film nach unten scrollen). Eigentlich ist es ein Werbefilm für ein Buch, aber es kommen so viele interessante und sympathische Menschen darin vor, dass ich ihn sehr sehenswert finde. Er hat sowas geschäftiges, kreatives, man will direkt selber loslegen.
 



Und nun wünsche ich uns allen ein gutes, lustiges, vor allem gesundes, zufriedenes und geselliges neues Jahr.

Neujahrsgrüße
Jutta



2. Dezember 2019

Moment mal...

Kleiner Monatsrückblick




Gesehen: Viele wunderschöne Weihnachtsbeleuchtungen (stimmungsvoll und einfarbig!)

Gehört: "Air" von Bach. Bei diesem Stück fühle ich mich ganz ruhig und friedlich. Okay, manchmal auch zu nachdenklich und traurig. Dennoch. Wenn ich einmal damit anfange, es zu hören, kann ich kaum noch aufhören. Es fasziniert mich auf unbestimmte Weise.

Gelesen: "Das Café am Rande der Welt" von John Strelecky. Ich hatte schon so viel Positives über dieses Buch gelesen, aber mich hat es nicht gepackt. Kein bißchen. Ich war sogar froh, dass die Schrift so groß war und man schnell durch kam (hatte immer noch auf den (nicht eingetroffenen) "Aha-Effekt" gehofft und es fast zu Ende gelesen). Und dann noch "Eine Liebe, in Gedanken" von Kristine Bilkau.

Getrunken: Den ersten Glühwein.

Gegessen: Den ersten Lebkuchen. Eigentlich erst gestern, also im Dezember, aber da ich mit meinem Monatsrückblick diesmal so spät dran bin, kommt der jetzt mit rein. Dafür leider weder Raclette noch Käsefondue und dabei habe ich auf beides so Lust (kommt aber in den meisten Teilen der Familie nur mittelmäßig bis gar nicht an). Und dann noch leckeren Rosenkohlsalat. Rosenkohl in dünne Scheiben schneiden, anbraten und dann ganz nach Lust und Laune mit Salat, Orangenscheiben und/oder Käse mischen. Darüber ein feines Dressing, mmhh!

Getan: Siegelstempel ausprobiert. Meine Tochter bekam einen geschenkt und war begeistert. Und dann holte ich meinen alten hervor, den ich im nahezu gleichen Alter wie meine Tochter bekam. Meine Kinder fanden das Stempeln genauso schön wie ich damals (ich finde sie auch immer noch toll, verwende sie nur leider nie).

Geschüttelt (den Kopf): Als ich las, dass der Berliner Flughafen nun einen neuen, offiziellen Eröffnungsgtermin hat. Und gleich im Satz danach stand er wäre "ambitioniert". Autsch!

Gelächelt: Über meinen Kleinen beim Lichterfest des Horts. Nein, eigentlich davor, denn er war so süß aufgeregt, weil er einen Text alleine aufsagen musste und das noch nie vor so vielen Menschen getan hatte.

Gegrinst: Auch über meinen Kleinen. Über den Satz, den er beim Umziehen von sich gab, genauer beim Anziehen seiner Jogginghose. 
"Da kann man schon eine entspannte Hose nehmen". 'Entspannte Hose', ist das nicht süß?

Gedacht: Manchmal habe ich das Gefühl, ich habe mich selbst ein bißchen verloren. Dennoch fühle ich mich zufrieden. 
Ist mein "altes Ich" nur verschüttet oder hat es sich gewandelt?

Geplant: Wunderbar entspannte Wochenenden.

Genossen: Das vorletzte Wochenende. So sehr. Dabei saß ich nur gemütlich auf dem Sofa, neben mir döste mein Kleiner (der nach seiner ersten Übernachtungsparty in einen nahezu komatösen Schlaf gefallen war). Auf dem Sideboard stand ein duftender Glühwein (der erste) und auf meinen Beinen lag das neue Buch. "Das Wintertagebuch" von Nigel Slater. Nadine von herzallerliebst (sehr sehenswert, nebenbei bemerkt) hatte so davon geschwärmt (vielen Dank dafür, Nadine), dass ich es unbedingt haben wollte. Und es ist toll. Man braucht nur Zeit und Muse und dann kann man hineinversinken in die Winterlandschaft, das wärmende Essen und die schönen Seiten des Winters. Ich lerne den Winter ganz neu kennen. Und lieben. Ich schätze ich werde ihn dieses Jahr anders wahrnehmen und auf alle Fälle schöner. (unbezahlte, unbeauftragte Werbung)

Genervt: Kinderzankereien.

Gestaunt: Die Freundin meiner Tochter ist in ihrem (alleinigen) Beisein bewußtlos umgekippt und meine Tochter hat sie direkt in die stabile Seitenlage gelegt. Da fühle ich mich wieder sehr darin bestärkt, dass Erste-Hilfe-Kurse bei Kindern so wichtig sind!

Geärgert: Über eine Bedienung. Die Kinder saßen mit Freunden an einem separaten Tisch (dem berühmt-berüchtigten Kindertisch), mein Sohn bestellte "ein Schnitzel" und was wurde ihm daraufhin serviert? Ein Wiener Schnitzel (genauer zwei davon, der ganze Teller war voll) für fast 20€! Muss ich erwähnen, dass es ein Kinderschnitzel sowie ein Schnitzel Wiener Art gegeben hätte?. Und dann dauert auch alles noch ewig. Tja, ein paar Sprossen als Deko machen eben noch kein gutes Restaurant!

Geschmunzelt: Ich bin ganz eindeutig tannensüchtig. Anscheinend mein liebstes Dekoelement während der Weihnachtszeit. Und nun das wirklich Blöde: ich bekomme gar nicht alle unter und dabei liebe ich jede einzelne. Jaja, das sind vielleicht Luxusprobleme. Ich sollte häufiger zum Essen einladen und dann den Tisch schick mit Tannen (Holz, Porzellan, Glas) eindecken.

Gefreut: Über den Aufzug an unserer Schule, der momentan am Gebäude angebaut wird. Endlich ein weiterer Schritt in Richtung Inklusion. Und ich freue mich schon so richtig auf die Adventszeit und Weihnachten.

Gekauft: Na Tannen, was sonst? ;-))

Geklickt: Santa Lucia. ich liebe dieses Lied. Ich kann es unendlich oft hören und es wird mir immer noch jedes Mal erneut warm ums Herz.



"Ja und wo sind die Collagen?", fragt ihr euch jetzt. Also ich weiß ja nicht was ich angestellt habe, aber genau an dem Tag, als mein eigentlicher Laptop plötzlich (aus dem Nichts) wieder ging (also eigentlich ein echter Jubeltag), gab der alte seinen Geist auf. 
Nun, nicht ganz, er geht, aber der Monitor ist schwarz. Es ist zum Verzweifeln, jedenfalls komme ich nicht an die, in den vergangenen 
Monaten gespeicherten Dinge (wie meine Fotos).



Nichtsdestotrotz.
Habt einen gemütlichen November mit warmen Kerzenlicht und ganz vielen heimelige Stunden!

Dezembergrüße
Jutta 





1. November 2019

Moment mal...

Kleiner Monatsrückblick


 



Gesehen: Von meinem Schreibtisch aus, sehe ich den knallroten Zierahorn im Garten. Jeden Herbst eine wahre Pracht.

Gehört: Klassik.

Gelesen: Ich beginne gerade mit "Launen der Zeit" von Anne Tyler. Obwohl ich gefühlt, viel und regelmäßig lese, komme ich in 
den Büchern irgendwie nicht voran. Macht aber eigentlich auch nichts.

Getrunken: Rotwein, viel Kaffee und Wasser. Und einmal  Kakao mit Baileys (sollte man viel häufiger tun).

Gegessen: Viel zu selten Kürbis für meinen Geschmack, da ich nun meist mit dem Töchterchen gemeinsam mittagesse, und diese Kürbis bekanntermaßen verschmäht. Aber nachdem ich nun eine Woche mittags alleine Zuhause war, habe ich sofort einen Plan mit all meinen Lieblingsessen erstellt, welche die Kinder nicht mögen. Urlaub für den Gaumen sozusagen.

Getan: Den Herbst mit seiner Vielfalt an Farben und Früchten genossen.

Gewundert: Warum lese ich kürzlich, dass Mineralwasser, welches aus Quellen abgefült wird, schätzungsweise einige Jahrzehnte 
alt ist und warum hat genau dieses Mineralwasser dann ein Haltbarkeitsdatum auf der Flasche (und dabei sprechen wir ja keineswegs 
von Jahrzehnten)?

Geschüttelt (den Kopf): Über mich. Also ich habe echt ein Händchen in Sachen "ungünstige Schwedenbesuche". Einmal fuhr ich hin, als in den Nachbarorten runderherum Feiertag war und alle dort Wohnenden den Tag nutzten, um "meine" Ikea zu besuchen. Diesmal habe ich den Brückentag erwischt. Bingo. Bereits bei der Ausfahrt wunderte ich mich über den Verkehr (zu meiner Entschuldigung: keiner in meiner Familie hatte Brückentag). Und dann fuhr ich an Ecken des Parkplatzes herum, die ich vorher noch nicht mal ansatzweise wahrgenommen hatte. Und da parkte ich dann auch! Nach kurzer Überlegung blieb ich trotzdem, nahm aber mal lieber - sehr weise wie ich da noch dachte - keinen sperrigen Einkaufswagen, sondern nur eine Tasche, was ich wenig später direkt bereute, als ich meinen Einkauf taschen- und wagenlos 
zum Auto jonglierte.

Gelächelt: Als mein Kleiner neulich "Meinst du das historisch?" nachfragte und doch eigentlich "rhetorisch" meinte.

Glück gehabt: Als ich "meine" Ausfahrt gerade noch erwischt habe. Wir kamen Freitag Abend gerade von einem Fußballspiel zurück, als ich bemerkte, dass anscheinend - ohne Vorwarnung - auf der Autobahn die Ausfahrt gesperrt wurde (was doppelt ärgerlich ist, weil kurz vorher eine gewesen wäre, die nur einen minikleinen Umweg bedeutet hätte, die nächste aber ein ganzes Stück weg war)". Meine Laune sank gerade, da bemerkte ich den "Hütchenaufsteller". Und ich schaffte es gerade noch rauszukommen, ehe die letzten Pylonen aufgestellt und die Ausfahrt gesperrt war. Puh, das nenne ich mal Glück, oder?

Gedacht: Meine Tochter ist toll. Und mutig. Als meine 12-Jährige neulich mit ihrer Freundin selbstgebackene Muffins im Ort verkaufte (kann ich übrigens allen Kindern nur empfehlen, ist eine nette und lohnende Sache ;-)), lernten sie eine Familie kennen, die erst vor kurzem hergezogen war. Die Mutter meinte: "Meine Tochter kennt hier kaum jemanden, vielleicht wollt ihr ja mal was zusammen unternehmen?" Ja und gestern kam mein Töchterlein von der Schule heim und meinte: "Mama, heute habe ich eine Mission. Ich werde dieses Mädchen besuchen." Tja, tat's und sie haben sich bestens verstanden. So einfach kann das sein. Ist das nicht toll? Von Kindern kann man immer wieder lernen!

Geplant: In mir ruhen.

Genervt: Wie jedes Jahr, von der früh einsetzenden Dunkelheit. Ich habe langsam das Gefühl, ich komme damit jedes Jahr schlechter zurecht. Jedenfalls setzt bei mir ab sechs die Müdigkeit ein. Ganz toll!

Gestaunt: Wie "groß" meine Kinder schon sind. Und welch gute Ideen sie manchmal haben. Letzthin haben sie spontan beschlossen, uns ein 3-Gänge-Menue zu kochen. Da schmelze ich ja sofort dahin. Sehr erstaunt war ich allerdings, als meine Tochter mich fragte, wie genau Zwiebeln geschnitten werden, hatte sie die im Mittagessen doch noch sehr sorgfältig allesamt aussortiert. Aber wenn das ausgesuchte Rezept Zwiebeln verlangt... dann schmecken die plötzlich auch. Das Essen war jedenfalls wirklich köstlich und ich hoffe auf baldige Wiederholung.

Geschmunzelt: Meine Kinder besuchten in den Herbstferien ein Parcourcamp (und mein Sohn machte erstmalig Bekanntschaft mit Muskelkater). Und was fragen 12-jährige Töchter ihre Trainer? Ganz klar, "Wie heißt dein Instagram-Account?" Und dann wird natürlich gleich mal geguckt, wie sich die Person dort präsentiert. Andere Zeiten...

Geschockt: Bei dm hatte ich neulich einen kurzen Schockmoment, als ich "k.o. Tropfen" auf einer Packung an der Kasse las. Glücklicherweise las ich weiter "Test-Armband". Hätte mich doch auch sehr gewundert, wenn man k.o. Tropfen in meiner Lieblingsdrogerie kaufen kann (unbezahlten, unbeauftragte Werbung). A propos, hat das schon jemand getestet? Finde das sehr interessant, auch wenn wir 
dafür momentan noch keine Verwendung haben.

Gelacht: Gestern an Halloween, als ich eine Freundin, die mit ihren Kindern an der Haustür stand, nicht erkannt habe (und sie für die angekündigte Babysitterin hielt) und nur den Vater (ihren Mann) fragte, ob er auf einen Wein hereinkommen möchte (dachte die "Babysitterin" will noch eine Runde mit den Kindern um die Häuser ziehen). Erst als ein entrüstetes "Wieso fragst du mich nicht!" aus dem Mund der enttarnten Babysitterin kam, erkannte ich die Freundin (die sah aber auch gruselig aus! ;-))

Gefreut: Dass meine Ketten und Ringe wieder in altem Glanz erstrahlen. Etliche Schmuckstücke waren nämlich angelaufen (Notiz an mich: unbedingt häufiger Schmuck tragen bzw. vielleicht auch mal wechseln - wenn ich einmal etwas "angelegt" habe, kommt das nämlich so schnell nicht wieder runter). Jedenfalls habe ich nun endlich ein Mittel gegen angelaufenen Schmuck gekauft und frage mich, warum ich das nicht schon viel früher getan habe.

Gekauft: Ein Kleid mit floralem Muster. In dem fühle ich mich gleich ganz anders als in den alltäglichen Jeans.

Geklickt: Neuerdings sehe ich mir Nürnbergfotos an. Ist ganz interessant die eigene Stadt mal mit anderen "Augen" zu sehen und unbekannte Ecken kennenzulernen.






Habt einen gemütlichen November mit warmen Kerzenlicht und ganz vielen heimelige Stunden!

Herbstgrüße
Jutta